Späth wird nie Wirtshcaftsminister


ne wird er nicht
Selbst wenn Stoiber gewinnt
Für die koalitionslose Regierung braucht er min. 48 %. Sicherer
wären 50% plus 1 Stimme
Daher wird er koalieren müssen.
Mit der FDP
Und die wird auf das Wirtschaftsministerium bestehen
Klasse Trick für den Osten vom Stoiber.
So gewinnt er die Wahl.
Was mir gefällt: Späth hat bisher als einziger offen gesagt,
dass Steuern nicht gesenkt werden können

Schon vergessen, warum Herr Späth damals so Knall auf Fall aus der Politik in die Wirtschaft gewechselt ist?

Grüße
Jana

Hallo,
was hat er denn gemacht?

mfg: Josef Spies

Schon vergessen, warum Herr Späth damals so Knall auf Fall aus
der Politik in die Wirtschaft gewechselt ist?

Grüße
Jana

Hallo Josef,

Lothar Späth musste 1991 als Ministerpräsident von Baden-Württemberg nach der so genannten „Traumschiffaffäre“ sowie schweren Vorwürfen hinsichtlich seiner „Nähe zur Wirtschaft“ zurücktreten.

Vorher hatte er noch vergeblich aber sehr halsbrecherisch versucht, Helmut Kohl zu stürzen (CDU-Parteitag 1989).

Stichwort Traumschiffaffäre: Im Jahre 1990 deckte der Südwestfunk auf, dass Herr Späth auf Kosten der Firma SEL 1986 Urlaub in der Ägäis gemacht hat. Das war der Anstoß zu zahlreichen Aufdeckungen ähnlicher Art, die ihn letztlich das Amt kosteten.

Also eine super-vertrauenswürdige Person des politischen Lebens, oder? Vor allem, wenn es um zukünftige Fragen wie Vertretung der Interessen der „einfachen Bevölkerung“ geht, Selbstbereicherung nicht zuzulassen, Korrumpierung zu unterbinden u. ä.

Jetzt sehen alle in ihm nur noch den großen Macher, weil er ein Unternehmen fortgeführt hat, das sowieso eines der wenigen schon zu DDR-Zeiten gesunden und exportfähigen gewesen ist.

Es wird zu schnell vergessen. Schade.

Viele Grüße
Jana

Hallo Jana,

Deine Darstellung ist völlig falsch.

Lothar Späth musste 1991 als Ministerpräsident von
Baden-Württemberg nach der so genannten „Traumschiffaffäre“
sowie schweren Vorwürfen hinsichtlich seiner „Nähe zur
Wirtschaft“ zurücktreten.

Unsinn pur

Vorher hatte er noch vergeblich aber sehr halsbrecherisch
versucht, Helmut Kohl zu stürzen (CDU-Parteitag 1989).

Der Versuch, Kohl zu stürzen wurde nicht von Späth organisiert. In diese Aktion waren mehrere Personen wie Geissler und Süssmuth und auch Blüm verwickelt. Letzterer hat jedoch, als er bemerkte, dass es wohl schief geht, noch wenige Stunden zuvor die Seiten gewechselt. Späth wurde sodann beim kommenden Bundesparteitag der CDU nicht in den Vorstand gewählt. Er wurde dann in der späteren Wahl wieder in den Vorstand gewählt.

Stichwort Traumschiffaffäre: Im Jahre 1990 deckte der
Südwestfunk auf, dass Herr Späth auf Kosten der Firma SEL 1986
Urlaub in der Ägäis gemacht hat.

Diese Äusserung ist falsch und wurde juristisch auch widerlegt. Rund sechs Monate nach dem Rücktritt von L. Späth mussten die Kreise,die den Sturz betrieben haben einräumen, dass der Vorgang nicht den Tatsachen entsprach. Ausserdem war Späth nicht von der SEL eingeladen und diese hat auch die Kosten nicht übernommen. L. Späth war mit einem der Chefs persönlich befreundet und von diesem eingeladen.

Der Südwestfunk hat die Angelegenheit berichtet. Begonnen hat sie bei der Südwestpresse in Tübingen. Im Hintergrund stand auch der Spiegel in Stuttgart. Im Hintergrund stand auch, dass der Sturz von L. Späth schon 1979 vorbereitet wurde. Meine HP ist angesichts der schweren Erkrankung eines mitbeteiligten Politikers von mir hier gelöscht worden. In einer Besprechung wurde der Sturz der seinerzeitigen Sozialministerin geplant und -es ist ein Teil meines Lebens - er ist gelungen. An diese Stelle kam jemand als Minister, der zuvor schon an massgeblichen Schaltstellen seine Leute hatte, der bekam später ein anderes Amt und aus diesem heraus wollte er MP werden. Da Späth nicht gehen wollte, war eine Zusammenarbeit mit diversen Presseorganen wichtig. Ich persönlich stieg wegen der Unvereinbarkeit von diversen Vorgängen 1981 aus der aktiven Politik aus, habe immer mitgearbeitet und war stets informiert.

Das Thema Späth wurde mit einer Redakteurin des Spiegels, die später nach Hamburg ging und deren Mann in der Redaktion einer anderen Zeitung sitzt besprochen. L. Späth hat leider Warnungen nicht ernst genommen, dass gezielt gegen ihn gearbeitet wird.

Einer jener, die Späth gewarnt haben, war ich. Ein Kreis um mich hat der CDU-Landtagsfraktion klar und deutlich mitgeteilt, wenn die Absicht eines ganz bestimmten Kandidaten durchgeht, dass mit einer Presseveröffentlichung zu rechnen ist, bevor jener MP wird. Zur Unterstützung hat ein mit mir und einigen Kollegen befreundeter Journalist bei der Landtagsfraktion zu diesem Thema angerufen und Auskunft erbeten, sofern nicht Teufel sondern ein anderer MP wird. Vier Stunden später erklärte der Mitbewerber seine Rückzug aus der Landespolitik.

Dies war so in einer meiner beiden HPs detailliert mit vielen anderen Antworten zu lesen.

Das war der Anstoß zu

zahlreichen Aufdeckungen ähnlicher Art, die ihn letztlich das
Amt kosteten.

Welche Aufdeckungen sollen da gefolgt sein ? Da gab es nichts. Wenn Du auf die Kunstproblamtik hinweisen willst, dann war da nichts Verbotenes, es wurde darüber aber diskutiert, ob das Land unter Späth sich im Kauf von Kunstwerken so aktiv betätigen sollte.

Also eine super-vertrauenswürdige Person des politischen
Lebens, oder? Vor allem, wenn es um zukünftige Fragen wie
Vertretung der Interessen der „einfachen Bevölkerung“ geht,
Selbstbereicherung nicht zuzulassen, Korrumpierung zu
unterbinden u. ä.

Damit wir uns einig sind, L. Späth war nie korrupt und ist nicht korrupt. Dass er eine Gefahr für Linke ist, mag ja sein, aber so geht es nun wirklich überhaupt nicht. Im Gegensatz zu Steine werfenden und mit Arafat sympathisierenden Politikern oder von fernsehgeilen hat Späth sowohl in Stuttgart wie jetzt bei Leuna und zuvor bei der Neuen Heimat bewiesen, dass er Fachwissen hat.

Jetzt sehen alle in ihm nur noch den großen Macher, weil er
ein Unternehmen fortgeführt hat, das sowieso eines der wenigen
schon zu DDR-Zeiten gesunden und exportfähigen gewesen ist.

Du verstehst offenbar von Wirtschaft nicht viel. Tatsache ist, dass Späth eine reorganisation vornehmen musste und bei Jenoptik zuzerst einmal 16.000 Mitarbeiter entlassen werden mussten. Das war eine Voraussetzung. Die andere ist, dass L. Späth bei der Treuhand wie kaum ein Wirtschaftsführer den letzten Pfennig heraus geholt hat. Wenn ihm dies gelungen ist, während unzählige Nieten in Nadelstreifen dies nicht geschafft haben, spricht es für Späth. Der Betrieb war leider nicht so gesund, wie Du es darstellen möchtest. Es war aber gemessen an den Verhältnissen
anderer Unternehmen schon der VW der DDR-Volkswirtschaft.

Das Entcheidende bei Späth ist nicht, dass er davon redet, was er tun will, was getan werden muss, wie Schröder, Müntefering, Fischer und Roth, sondern dass Späth handelt.

Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass die CDU mit der FDP die Wahl gewinnt und Späth wird das Wirtchaftsministerium und Sozial-und Arbeitsministerium in ein Superministerium leiten, was längst - auch schon unter früheren CDU-Regierungen notwendig gewesen wäre. Dies ist stets daran gescheitert, dass der jeweiligen Koalitionspartner einen Ministersessel benötigt hat. Wirtschaft und Arbeits- und Sozialpolitik gehören zusammen.

Es wird zu schnell vergessen. Schade.

Gruss Günter

Hallo Jana,

Habe mich einmal verschreiben, es soll natürlich Jenoptik und nicht Leuna heissen.

GRuss Günter

hallo Günter
abgesehen davon, dass Späth nie und nimmer korrupt war (eine segelreise mit einem Freund als Aufhänger ist lachhaft), hat Badenwürttemberg unter seiner Regie Vollbeschäftigung gehabt, wärend fast alle Bundesländer über die steigenden Arbeitlosenzahlen klagten.
Er wusste, wie man Aufträge nach BW bringt.
Der Mann ist ein Genie!
Kohls größter Fehler war, ihn abgesägt zu haben. Die CDU/CSU wäre heute noch an der Regierung und die Arbeitlosenzahlen mindestens um die Hälfte weniger.
Vielleicht erlebe ich doch noch eine Zeit unter Kanzler Späth!
Dann bekommt die CDU auch wieder meine Stimme.
Grüße
Raimund

Hübsch, aber nicht korrekt:

  1. Vertreter meiner Partei haben daraufhin gewiesen, daß sie, falls das Wirtschaftsministerium von der CDU/CSU besetzt werden sollte, das Finanzministerium beanpruchen werden.
  2. Neben Späth hat z.B. Friedrich Merz, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion aufgrund der letzten Steuerschätzung angemerkt, daß die Steuersenkungen, die im CDU/CSU-Wahlprogramm angedacht waren, wohl erst dann gemacht werden können, wenn es die wirtschaftliche Lage zuläßt.

Die Informationen dazu hättest Du aus der Tagespresse entnehmen können und wurden lang und breit in den Medien diskutiert.

Gruß,

Oliver

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Hallo Jana,

habe ich mir schon gedacht, das er ein schlimmer Finger
gewesen sein muß.
Aber leider handeln fast alle Politiker so wenn sie in
einer Einflußreichen Position sind.
Den Einzigen den ich kenne der nichts aber auch gar nichts annahm und auch arm starb war Wehner Herbert.

MFG: Josef Spies

Hallo,

würde L. Späth hier lesen, wie er als „Armer Späth“ dargestellt wird, würde er laut lachen. Der Mann weiss was er will. Darum zittert Schröder. Warte ab, der nächste Kandidat oder die Kandidatin kommt in den nächsten Tagen. Stoiber wird um sich ein Kabinett bilden, das hat DE noch nie erlebt.

habe ich mir schon gedacht, das er ein schlimmer Finger
gewesen sein muß.
Aber leider handeln fast alle Politiker so wenn sie in
einer Einflußreichen Position sind.
Den Einzigen den ich kenne der nichts aber auch gar nichts
annahm und auch arm starb war Wehner Herbert.

Über Tote soll man nicht urteilen. Ob Onkel Herbert aber der Wunderknabe war, die Du meinst, werden wir nie wissen. Aber ich sehne mich nach Onkel Herbert zurück. Der hätte Schröder längst die Nase poliert, den Fischer mit einem Tritt in Spree befördert nach dem Motto, wenn er nicht schwimmen kann, soll er versaufen.
was waren das noch für Zeiten, Mende, Bretano, FJS, Barzel, Geissler, Ehmke, Schmidt, Wehner, Ollenhauer, Adenauer, Erhard, Brandt usw… Das waren noch Reden im Bundestag und da wurde auch trotz aller Programme miteinander gerungen und entschieden. Wenn Du heute alle Indianer vergleichst, die durch den Bundestag rennen, dann ist doch der Wille für das Volk zu arbeiten auf NUll gesunken.

Gruss Günter

…alle sind so blöd und wählen diese Knaller auch noch

mfg: Josef

FJS
der mann war ja nu lang vor meiner zeit ein grosses tier und ist auch schon was länger tot, aber ich hätte da mal eine frage: was hat er eigentlich geleistet ausser den zig skandalen, die ich von ihm kenne? ich hab noch nie irgendwo was gelesen, das der gute mann sinnvolles geleistet hat.

ist ne ernstgemeinte frage, immerhin kommen jedes jahr alle csu-leute zu seinem todestag zusammen und machen einen gedenkgottesdienst.

irgendwas muss da ja gewesen sein ausser spiegel-affäre, starfighter-affäre und bestechungsskandalen.

gruss

Hallo,

FJS war zuerst einmal der Gegenspieler von Herbert Wehner. Die Redeschlachten im Bundestag der Beiden sind berühmt. Wann immer ich in Phönix einen Hinweis auf „Historische Reden“ erkennen, höre ich mir diese Reden an.

Mit FJS wurde die Westorientierung stärker wie je zuvor betrieben. FJS war aber auch massiver Gegner der Ostpolitik von Brandt (offiziell). Inoffiziell - so wissen wir heute - hatte kaum ein Politker, nicht einmal Wehner solch gute Beziehungen zur DDR - Klasse.

Ich suche Dir mal den Titel der Biografie heraus und poste ihn Dir zu.

Du bekommst in Laufe der nächsten Tage Antwort. Bin leider geschäftlich am Umzug in größere Räume über das Wochenende, da wir zwei weitere Anwälte und deswegen mehr Platz benötigen.

GRuss Günter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Günter,

was Du hier beschreibst, dürfte sich - wenn wahr - auf den Begriff „Insiderwissen“ zusammenfassen lassen. Damit ich diesen vermeintlichen Fakten auch wirklich Glauben schenken kann, untermauere sie doch bitte, zum Beispiel mit entsprechenden Links.

Zur Traumschiffaffäre, die Du als Unsinn pur kommentiert hast, kann ich jedenfalls folgende Untermauerungen vortragen, die wohl nicht in die Öffentlichkeit gestellt werden dürften, wenn es eine einschlägige Rechtsprechung dazu geben würde:

Spiegel:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,534…
Focus:
http://www.focus.de/D/DB/DBX/DBX34/DBX34A/dbx34a10.htm
Die Welt:
http://www.welt.de/daten/2000/01/18/0118de147550.htx…
Die Zeit:
http://www.zeit.de/2000/41/Politik/200041_tacheles.html

usw. usf.

Der Versuch, Kohl zu stürzen wurde nicht von Späth
organisiert.

Ganz offensichtlich war er jedoch so sehr involviert, dass es ihn politisch viel Macht gekostet hat, oder?

Stichwort Traumschiffaffäre: Im Jahre 1990 deckte der
Südwestfunk auf, dass Herr Späth auf Kosten der Firma SEL 1986
Urlaub in der Ägäis gemacht hat.

Diese Äusserung ist falsch und wurde juristisch auch
widerlegt.

Wann, wie, wo?

Rund sechs Monate nach dem Rücktritt von L. Späth
mussten die Kreise,die den Sturz betrieben haben einräumen,
dass der Vorgang nicht den Tatsachen entsprach.

Welcher Vorgang genau?

Ausserdem war
Späth nicht von der SEL eingeladen und diese hat auch die
Kosten nicht übernommen. L. Späth war mit einem der Chefs
persönlich befreundet und von diesem eingeladen.

Na klasse: Und wo liegt hier der Unterschied???

L. Späth hat leider
Warnungen nicht ernst genommen, dass gezielt gegen ihn
gearbeitet wird.

Das spricht dann schon eher von mangelnder Selbstreflexion. Jedenfalls hat er sich angreifbar gemacht.

Zur Unterstützung hat ein mit mir
und einigen Kollegen befreundeter Journalist bei der
Landtagsfraktion zu diesem Thema angerufen und Auskunft
erbeten, sofern nicht Teufel sondern ein anderer MP wird. Vier
Stunden später erklärte der Mitbewerber seine Rückzug aus der
Landespolitik.

Das grenzt doch aber schon sehr an Manipulation, Erpressung! Hört sich für mich jedenfalls so an und gefällt mir gar nicht!

Das war der Anstoß zu

zahlreichen Aufdeckungen ähnlicher Art, die ihn letztlich das
Amt kosteten.

Welche Aufdeckungen sollen da gefolgt sein ? Da gab es nichts.
Wenn Du auf die Kunstproblamtik hinweisen willst, dann war da
nichts Verbotenes, es wurde darüber aber diskutiert, ob das
Land unter Späth sich im Kauf von Kunstwerken so aktiv
betätigen sollte.

Nö, ich bezog mich ganz gezielt nur auf mehrere Privatreisen, die stattgefunden haben und die Herr Späth auch zugab, soviel ich weiß.

Damit wir uns einig sind, L. Späth war nie korrupt und ist
nicht korrupt.

Wenn ich Politiker bin und „Geschenke“ der Wirtschaft annehme, dann bewege ich mich durchaus auf dem dünnen Eis der Korruption.

Dass er eine Gefahr für Linke ist, mag ja sein,
aber so geht es nun wirklich überhaupt nicht.

Soweit wollte ich jetzt gar nicht gehen.

Im Gegensatz zu
Steine werfenden und mit Arafat sympathisierenden Politikern
oder von fernsehgeilen hat Späth sowohl in Stuttgart wie jetzt
bei Leuna und zuvor bei der Neuen Heimat bewiesen, dass er
Fachwissen hat.

Warum driftest Du schon wieder ab anhand schlechter Beispiele Anderer? Jemand ist so nicht besser oder schlechter, nur weil jemand Anderes steigerungsfähiger (in welcher Hinsicht auch immer) ist.

Du verstehst offenbar von Wirtschaft nicht viel.

Wenn Du das sagst…

Das Entcheidende bei Späth ist nicht, dass er davon redet, was
er tun will, was getan werden muss, wie Schröder, Müntefering,
Fischer und Roth, sondern dass Späth handelt.

Ich persönlich als einfacher Wähler bin einfach vorsichtig, wenn jemand sich schon einmal auf glattes Parkett begeben hat ohne Not. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit ausdrücken. Das heißt noch lange nicht, dass ich die Person Späth schlecht finde oder ähnliches. Ich genieße ihn mit Vorsicht und beobachte sehenden Auges den Sinn und Zweck seiner plötzlichen Wiederkehr in die Politik: Ein Köder für die Wähler im Osten!!

Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass die CDU mit der FDP
die Wahl gewinnt

Vielleicht will die FDP ja gar nicht mit der CDU gewinnen. Dafür spräche auch ihr neues Selbstbewusstsein, die Aufstellung eines eigenen Kanzlerkandidaten.

und Späth wird das Wirtchaftsministerium und
Sozial-und Arbeitsministerium in ein Superministerium leiten,

Das Erstere glaube ich nicht.
Vor einem „Superministerium“ graut es mir.

was längst - auch schon unter früheren CDU-Regierungen
notwendig gewesen wäre. Dies ist stets daran gescheitert, dass
der jeweiligen Koalitionspartner einen Ministersessel benötigt
hat.

Ja natürlich. Schließlich hat der Koalitionspartner erst einen Sieg möglich gemacht.

Wirtschaft und Arbeits- und Sozialpolitik gehören
zusammen.

Darüber kann und will ich nicht spekulieren.

Viele Grüße
Jana

Ausserdem war
Späth nicht von der SEL eingeladen und diese hat auch die
Kosten nicht übernommen. L. Späth war mit einem der Chefs
persönlich befreundet und von diesem eingeladen.

Na klasse: Und wo liegt hier der Unterschied???

Die Frage ist berechtigt, wenn auch unfair. In letzter Konsequenz dürfte sich ein Ministerpräsident von niemandem einladen lassen, egal zu was, weil die allermeisten Leute einen Beruf haben. In diesem speziellen Falle, wäre die Frage, was Späth späther für SEL getan hat.

Ich persönlich würde niemals eine Geschäftsbeziehung zu einem Unternehmen aufbauen, bei dem ich mit entscheidenden handelnden Personen befreundet bin. Aber was soll ich machen, wenn ein anderer Kundenbetreuer diesen Kunden betreut? Die Freundschaft beenden? Jede Einladung zum Essen ausschlagen?

Einfach ist das sicher nicht.

Gruß
Christian

Halo Christian,

Na klasse: Und wo liegt hier der Unterschied???

Die Frage ist berechtigt, wenn auch unfair. In letzter
Konsequenz dürfte sich ein Ministerpräsident von niemandem
einladen lassen, egal zu was, weil die allermeisten Leute
einen Beruf haben. In diesem speziellen Falle, wäre die Frage,
was Späth späther für SEL getan hat.

Als Politiker lebt man in dieser Hinsicht sicher gefährlicher als als Privatmann. Aber spätestens als Ministerpräsident ist da nach meinem Dafürhalten besondere Vorsicht geboten, muss man bestrebt sein, über jeden Zweifel erhaben zu sein. Ich denke, da es sich nicht um einen einmaligen Vorfall gehandelt hat, hätte Herr Späth vielleicht gut daran getan, die Kosten aus seiner eigenen Tasche zu zahlen. Es wäre sicherlich schwieriger gewesen, ihm da etwas Unlauteres vorzuwerfen.

Ich persönlich würde niemals eine Geschäftsbeziehung zu einem
Unternehmen aufbauen, bei dem ich mit entscheidenden
handelnden Personen befreundet bin. Aber was soll ich machen,
wenn ein anderer Kundenbetreuer diesen Kunden betreut? Die
Freundschaft beenden? Jede Einladung zum Essen ausschlagen?

Einfach ist das sicher nicht.

Siehe oben.
Nein, einfach wird das in der Tat nicht sein. Aber es hätte Wege gegeben, meine ich. Der Grad ist schmal und die Luft auf dem Zenit der politischen Macht mehr als dünn.

Viele Grüße
Jana

Hallo Jana,

Lothar Späth hat nie in seiner Geschichte mit der Presse gestritten. Es war auch - egal was die RSpr. meinte Lothar Späth im Prinzip öffentlich egal, was geschrieben wurde. Er konnte daran nichts ändern.

was Du hier beschreibst, dürfte sich - wenn wahr - auf den
Begriff „Insiderwissen“ zusammenfassen lassen. Damit ich
diesen vermeintlichen Fakten auch wirklich Glauben schenken
kann, untermauere sie doch bitte, zum Beispiel mit
entsprechenden Links.

Zur Klarstellung. Diese Vorgänge mit detaillierten Hinweisen waren in einer HP von mir. Heute verweise ich nur noch auf gewisse Zusammenhänge und werde diese bei der nächsten Überarbeitung auch entfernen. Ich könnte und müsste Dir eine Menge von Links geben, Zusammenhänge erklären, die Du aus meiner früheren HP hättest ersehen können, aber, es gibt einfach Gründe, persönliche, die einiges an Verantwortung von mir über das was ich sage und über das was ich verschweige, verlangen.

Zur Traumschiffaffäre, die Du als Unsinn pur
kommentiert hast, kann ich jedenfalls folgende Untermauerungen
vortragen, die wohl nicht in die Öffentlichkeit gestellt
werden dürften, wenn es eine einschlägige Rechtsprechung dazu
geben würde:

Spiegel:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,534…
Focus:
http://www.focus.de/D/DB/DBX/DBX34/DBX34A/dbx34a10.htm
Die Welt:
http://www.welt.de/daten/2000/01/18/0118de147550.htx…
Die Zeit:
http://www.zeit.de/2000/41/Politik/200041_tacheles.html

Es ist nur schade, dass einige dieser Herrschaften nicht auch dem Leser dargestellt haben, dass sie vorher jede Gelegenheit genutzt haben, um über Staatskosten Dienstreisen zu begleiten.

Der Versuch, Kohl zu stürzen wurde nicht von Späth
organisiert.

Ganz offensichtlich war er jedoch so sehr involviert, dass es
ihn politisch viel Macht gekostet hat, oder?

Was heisst Macht ? Er war vorübergehend nicht im CDU-Bundesvorstand. Ob dies für Lothar Späth ein Machtverlust gewesen ist, weil der Alte (Kohl) wieder mal jemand abstrafen liess, der ihm zu stark war, ist für Dich vielleicht so zu sehen.

Stichwort Traumschiffaffäre: Im Jahre 1990 deckte der
Südwestfunk auf, dass Herr Späth auf Kosten der Firma SEL 1986
Urlaub in der Ägäis gemacht hat.

Diese Äusserung ist falsch und wurde juristisch auch
widerlegt.

Wann, wie, wo?

Soll ich nun die bald zehn Jahre alten Geschichten raussuchen. L. Späth war keinen einzige Verfehlung nachzuweisen. Sein erzwungener Rücktritt ( aus den eigenen politischen Reihen erzwungen) wäre nie notwendig gewesen.

Rund sechs Monate nach dem Rücktritt von L. Späth
mussten die Kreise,die den Sturz betrieben haben einräumen,
dass der Vorgang nicht den Tatsachen entsprach.

Welcher Vorgang genau?

Dass im Fall der Segelturnaffäre Späth Vorteile hatte und sein Amt missbraucht hat.

Ausserdem war
Späth nicht von der SEL eingeladen und diese hat auch die
Kosten nicht übernommen. L. Späth war mit einem der Chefs
persönlich befreundet und von diesem eingeladen.

Na klasse: Und wo liegt hier der Unterschied???

Nun mal langsam. Wenn Schröder bei Piech auf der Terrasse sitzt oder eingeladen wird, weil beide befreundet sind, ist Schröder korrupt ? Nein, einem Politker muss man auch erlauben, dass er von Parteifreunden, von Unternehmern, mit denen er befreundet ist, eingeladen wird.

L. Späth hat leider
Warnungen nicht ernst genommen, dass gezielt gegen ihn
gearbeitet wird.

Das spricht dann schon eher von mangelnder Selbstreflexion.
Jedenfalls hat er sich angreifbar gemacht.

Nein, er hat nicht damit gerechnet, dass die Sache derart ausufert. Sein Rücktritt war im Übrigen nicht auf die Affäre bezogen sondern er trat zurück - weil er die Verfolgung seiner Familie nicht länger dulden wollte.

Zur Unterstützung hat ein mit mir
und einigen Kollegen befreundeter Journalist bei der
Landtagsfraktion zu diesem Thema angerufen und Auskunft
erbeten, sofern nicht Teufel sondern ein anderer MP wird. Vier
Stunden später erklärte der Mitbewerber seine Rückzug aus der
Landespolitik.

Das grenzt doch aber schon sehr an Manipulation, Erpressung!

Das sind politisch notwendige Maßnahmen, denen entsprechend Nachdruck zu verleihen war.

Hört sich für mich jedenfalls so an und gefällt mir gar nicht!

Du darfst nir in die obere Hierarchie einer Partei. Parteien, ob nun mit dem C oder dem S sind Parteien und keine Abteilungen der Heilsarmee.

Das war der Anstoß zu

zahlreichen Aufdeckungen ähnlicher Art, die ihn letztlich das
Amt kosteten.

Welche Aufdeckungen sollen da gefolgt sein ? Da gab es nichts.
Wenn Du auf die Kunstproblamtik hinweisen willst, dann war da
nichts Verbotenes, es wurde darüber aber diskutiert, ob das
Land unter Späth sich im Kauf von Kunstwerken so aktiv
betätigen sollte.

Nö, ich bezog mich ganz gezielt nur auf mehrere Privatreisen,
die stattgefunden haben und die Herr Späth auch zugab, soviel
ich weiß.

Selbstverständlich hat er Privatreisen zugegeben.

Damit wir uns einig sind, L. Späth war nie korrupt und ist
nicht korrupt.

Wenn ich Politiker bin und „Geschenke“ der Wirtschaft annehme,
dann bewege ich mich durchaus auf dem dünnen Eis der
Korruption.

Korruption bedeutet zuerst einmal, dass hier ein Gefallen für jemand erfolgt, der nur durch Spenden oder Geschenke kompensiert wird. Lothar Späth hat sich um solche Dinge nicht gekümmert.

Es ist schade, ich weiss auch nicht, ob jemand sich einen Ausdruck aus meiner HP gemacht hat, ich bemerke nur, dass offenbar auf Grund von Äusserungen einige in w-w-w auf der HP waren, dass die HP gelöscht wurde. Ich hatte dort beschrieben, wie Spenden gesammelt, gesplittet und verteilt wurden, habe auf Unternehmen hingewiesen usw…

Das Entcheidende bei Späth ist nicht, dass er davon redet, was
er tun will, was getan werden muss, wie Schröder, Müntefering,
Fischer und Roth, sondern dass Späth handelt.

Ich persönlich als einfacher Wähler bin einfach vorsichtig,
wenn jemand sich schon einmal auf glattes Parkett begeben hat
ohne Not. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit
ausdrücken.

Finde ich doch ganz in Ordnung. Auch ich habe meine Probleme mit Politkern. Auf allen Seiten. Und ich habe derzeit auch meine Probleme an der Lauterkeit des Herrn Friedmann.

Wir hatten einen Bundesinnenminster Zimmermann, einen Rechtshüter mit dem Talent eines Schily. Die Saxche hatte nur einen Haken. Zimmermann kam an das Amt nach seinem Meineid, für den er verurteilt war. Wir hatten einen IM Kanther, der stets von Recht und Gesetz sprach und - was ich jetzt sagen möchte - darf ich nicht sagen, weil die Beurteilung eine strafbare Handlung wäre. Auf Länderebene ebenso. Da sitzen IMs, da frage ich mich schon, welche Vergangenheit man haben muss, um in unserem Land Innenminister zu werden.

Heute wird über Mölle protestiert. Wo sind sie denn alle, als Gauweiler Lager für Aidskranke gefordert hat, wo sind sie alle, als der Präsident der Bundesärztekammer angeregt hat, ältere Menschen nicht mehr medizinisch so umfassend wir bisher zu versorgen um so eine Bereinigung der Alterspyramide auf natürlichem Wege zu erreichen, wo sind sei denn, die täglich zusehen, wie in unserem Land Minderheiten politisch missbraucht werden. Wo sind sie, die Herren, die über Möll richten und selbst keine Wort für die Henkersversuche finden. Politik, so hart es klingen mag, ist nicht wie man sprichwörtlich sagt ein dreckiges Geschäft, Politik ist mehr als dreckig.

Das heißt noch lange nicht, dass ich die Person

Späth schlecht finde oder ähnliches. Ich genieße ihn mit
Vorsicht und beobachte sehenden Auges den Sinn und Zweck
seiner plötzlichen Wiederkehr in die Politik: Ein Köder für
die Wähler im Osten!!

Sicherlich auch, da habe ich persönliche keine Zeifel.

Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass die CDU mit der FDP
die Wahl gewinnt

Vielleicht will die FDP ja gar nicht mit der CDU gewinnen.
Dafür spräche auch ihr neues Selbstbewusstsein, die
Aufstellung eines eigenen Kanzlerkandidaten.

Die FDP will mit der CDU. Die Kanzlerkandidatur ist ein guter Schachzug.

und Späth wird das Wirtchaftsministerium und
Sozial-und Arbeitsministerium in ein Superministerium leiten,

Das Erstere glaube ich nicht.
Vor einem „Superministerium“ graut es mir.

Mir nicht, denn dieses Flaschenministerium, das einen herum eiernden Riester nährt ist überfällig.

was längst - auch schon unter früheren CDU-Regierungen
notwendig gewesen wäre. Dies ist stets daran gescheitert, dass
der jeweiligen Koalitionspartner einen Ministersessel benötigt
hat.

Ja natürlich. Schließlich hat der Koalitionspartner erst einen
Sieg möglich gemacht.

Wirtschaft und Arbeits- und Sozialpolitik gehören
zusammen.

Darüber kann und will ich nicht spekulieren.

Hier geht es nicht um eine Spekulation. Es geht um die ganz einfache Antwort, dass es sinnvoill ist, Wirtschaft und Sozialpolitik in eine Hand zu legen. Die Überschneidungen beider Ministerien sind gravierend. Die Zusammenarbeit in den Ministerien sidn bekanntlich selten gut. Immerhin sitzen sich hier in beiden Ministerien Beamte gegenüber, die sich gegenseitig das Leben schwer machen, weil jeder zuerst seine Arbeit alleine erledigen will. Hier arbeitet selten jemand mit dem anderen zusammen.

GRuss Günter