off-topic: Reibung mit Lehrern
Liebe Geli,
Dein Mini sollte unabhängig davon der Meinung der Lehrerin
folgen, um unnötige Reibung zu vermeiden.
Meine Güte, haben wir vor der Unfähigkeit des Bildungssystems schon so weit kapituliert?
Ich persönlich würde es mir auf keinen Fall nehmen lassen, mit der Lehrerin einen angeregten Briefwechsel über sinnvolle Fragestellungen in der Schule zu beginnen. Denn leider geht es ja nicht nur in der Grundschule so zu, später bekommen die Schüler allzu häufig immer noch Mist vorgesetzt und das immer nur als gegeben hinzunehmen wird diesen Zustand nicht ändern (ich erinnere mich an Beispiele aus meiner eigenen Schulzeit, die einen das Fürchten lehren konnten).
Ich glaube auch durchaus, dass sich ein Lehrer, der sich bereits ein paar mal mit nervtötenden Eltern herumschlagen musste, die sich zufällig dafür interessieren, was ihr Kind in der Schule so lernt, das nächste mal vielleicht etwas genauer überlegt, welche Fragen er stellt.
In dem konkreten Fall würde mich zum Beispiel interessieren, ob die Frage lautete:
„Wie spricht man aus?“
oder
„Wie spricht man im Hochdeutschen aus?“
Man sollte ja von einem Deutschlehrer erwarten können, dass er sich korrekt und eindeutig ausdrücken kann.
Des weiteren halte ich es für methodisch fragwürdig, einem Schüler orthografisch nicht korrekte Schreibweisen für die verschiedenen Ausspracheoptionen vorzulegen, da sich die falschen Schreibweisen auf diese Weise einprägen könnten.
Dann würde mich auch mal interessieren, ob der Lehrer mit den Schülern schon mal über den Unterschied zwischen Dialekten und Hochsprache geredet hat bzw. die Sinnhaftigkeit des Gebrauchs der Hochsprache verdeutlicht hat. Offensichtlich handelt es sich um eine Region, wo dieses Thema eine gewisse Relevanz hat.
Ich fände es beunruhigend, wenn Schüler in der Schule beigebracht bekämen, dass jede Aussprache, die nicht dem Hochdeutschen entspricht, „falsch“ ist.
So, sorry für das lange Posting, dieses Thema emotionalisiert mich immer aufs Neue 
lg
F.