Spam war today

hallo,
wer weiss nimmt das fürchterliche spam mailen ab oder zu?

(wo ist eigentlich der Juckepunkt;warum gibs denn keine wirksamen gesetzte?)

danke
Friedrich

Hallo,

wer weiss nimmt das fürchterliche spam mailen ab oder zu?

Das ist ein komischer Satz. Das versenden unerwünschter Nachrichten nimmt aber zu.

(wo ist eigentlich der Juckepunkt;warum gibs denn keine
wirksamen gesetzte?)

Gegen wen? Gegen Windowsanwender, die mir Würmer und Viren schicken? Oder gegen einen Spammer, der Korea Spam versendet? Es ist im Allgemeinen nicht so trivial, irgendwelche Leute in irgendeinem Land in der Hoffnung auf irgendwelche Gesetze irgendwie zu verklagen.

Sebastian

Hallo,

der meiste Spam kommt ja bekanntlich aus den USA. Also war die US-Regierung gefragt. Mit Beginn diesen Jahres ist in den USA der sogenannte Can-Spam-Act in Kraft getreten. Dieses Gesetz stellt einen (umstrittenen) Kompromiss dar. Werbung per E-Mail bleibt danach erlaubt, aber nur dann, wenn der Absender

  1. die E-Mail deutlich als Werbe-E-Mail kenntlich macht
  2. seine vollständige, real existierende Adresse angbit
  3. mit einem Link in der Mail dem Empfänger die Möglichkeit gibt, sich die Zusendung weiterer E-Mails zu verbitten
  4. ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet und keine betrügerische oder manipulative Absicht verfolgt.

Formal korrekte Werbemails dürfen also weiterhin versandt werden, wenn sich der Empfänger austragen lassen kann (Opt-out-Verfahren). Die EU will hingegen eine Opt-in-Regelung umsetzen, und danach wären Werbemails, für die man sich nicht vorher eingetragen hat, gänzlich illegal. Aber wer trägt sich schon für Werbemails ein?

Ich persönlich halte den US-Kompromiss für vernünftig, da er vermutlich 95 % des Spam-Problems löst und auf der anderen Seite der werbetreibenden Wirtschaft einen wichtigen Vermarktungskanal offen lässt. Vielleicht denkt man in der EU ja noch mal drüber nach. Wenn nur bestehende Kundenbeziehungen per E-Mail gepflegt werden dürfen und Neukunden-Akquise per E-Mail tabu ist, wird dies Unternehmen in der EU gegenüber den USA leider weiter benachteiligen.

Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Gegen wen? Gegen Windowsanwender, die mir Würmer und Viren
schicken? Oder gegen einen Spammer, der Korea Spam versendet?
Es ist im Allgemeinen nicht so trivial, irgendwelche Leute in
irgendeinem Land in der Hoffnung auf irgendwelche Gesetze
irgendwie zu verklagen.

… aus Deinem Phsychogramm kann man folgendes rauslesen:
Du hast mehr Microsoft- als Linux Freunde!

PS. es ist Faschingsamstag!

Hallo Michael

  1. die E-Mail deutlich als Werbe-E-Mail kenntlich macht
  2. seine vollständige, real existierende Adresse angbit
  3. mit einem Link in der Mail dem Empfänger die Möglichkeit
    gibt, sich die Zusendung weiterer E-Mails zu verbitten
  4. ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet und keine
    betrügerische oder manipulative Absicht verfolgt.

Also, das mit dem Numerieren üben wir nochmal, gell? :o)

Formal korrekte Werbemails dürfen also weiterhin versandt
werden, wenn sich der Empfänger austragen lassen kann
(Opt-out-Verfahren).

Finde ich schlecht.

Die EU will hingegen eine Opt-in-Regelung
umsetzen, und danach wären Werbemails, für die man sich nicht
vorher eingetragen hat, gänzlich illegal. Aber wer trägt sich
schon für Werbemails ein?

Finde ich die bessere Lösung.

Ich persönlich halte den US-Kompromiss für vernünftig, da er

Ich nicht.

vermutlich 95 % des Spam-Problems löst und auf der anderen

Falls sich die Spam-Versender daran halten. IMHO sieht es aber nicht danach aus, dass das der Fall ist oder jemals sein wird.

Seite der werbetreibenden Wirtschaft einen wichtigen
Vermarktungskanal offen lässt.

Die haben hinreichend andere Vermarktungskanäle. Email ist kein sinnvoller Vermarktungskanal, u.a. weil der Urheber erstmal keine oder nur minimale Kosten hat. Dafür der (unfreiwillige) Empfänger.

Vielleicht denkt man in der EU
ja noch mal drüber nach. Wenn nur bestehende Kundenbeziehungen
per E-Mail gepflegt werden dürfen und Neukunden-Akquise per
E-Mail tabu ist, wird dies Unternehmen in der EU gegenüber den
USA leider weiter benachteiligen.

Vielleicht denkst Du ja nochmal über Deinen Standpunkt nach. Ich finde es eine Anmassung sondergleichen, dass ich dazu genötigt werden soll, jemandem mitzuteilen, dass ich keine Werbung haben will. Das ist ganz generell ein Problem mit der Werbung. Die Werbetreibenden gehen einfach immer davon aus, dass der Empfänger diese Werbung haben will. Das ist falsch.

In der Schweiz passiert es zum Teil inzwischen auch, dass man ungefragt per Snailmail Sachen zugestellt bekommt und dies dann weiterhin geschieht, wenn man sich nicht meldet und mitteilt, dass man das nicht will. Ich finde das schlicht pervers. Da muss ich also z.B. das Telefon nehmen und dort anrufen und somit also Geld dafür bezahlen, um denen mitzuteilen, dass ich ihren Käse nicht haben will. Oder ich muss u.U. deren Zusendung zurücksenden, was mich ebenfalls Geld kostet (Porto).

Offenbar will es die Werbeindustrie nicht wahrhaben, dass die ganze Werbeflut, der man eh schon den ganzen Tag ausgesetzt ist (TV, Radio, Plakate, Inserate…) mittlerweile kontraproduktiv ist. Die Zahl der Leute, die gewisse Firmen, Produkte etc. gezielt meiden, weil deren Werbung ihnen auf den Wecker geht o.ä. nimmt immer mehr zu. Werbepausen am TV werden so oft wie möglich durch Zappen und anderes mehr ignoriert…

Wie kommt die Werbeindustrie eigentlich dazu, Email-Adressen generell als Freiwild anzusehen? Die Privatsphäre der Inhaber schlicht zu ignorieren?

CU
Peter

Hallo,

der meiste Spam kommt ja bekanntlich aus den USA.

Hm, schön, daß Du Dir da so sicher bist …

Also war die
US-Regierung gefragt. Mit Beginn diesen Jahres ist in den USA
der sogenannte Can-Spam-Act in Kraft getreten. Dieses Gesetz
stellt einen (umstrittenen) Kompromiss dar. Werbung per E-Mail
bleibt danach erlaubt, aber nur dann, wenn der Absender

  1. die E-Mail deutlich als Werbe-E-Mail kenntlich macht

Ja, bitte so, daß ich sie am Mailserver gleich wegwerfen kann.

  1. ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet und keine
    betrügerische oder manipulative Absicht verfolgt.

Na das ist sicher schwer zu unterscheiden.

Formal korrekte Werbemails dürfen also weiterhin versandt
werden, wenn sich der Empfänger austragen lassen kann
(Opt-out-Verfahren).

Wenn ich also für jede Werbesendung eine andere Ich-AG beauftrage, kann ich dennoch unbegrenzt Spammen?

Die EU will hingegen eine Opt-in-Regelung
umsetzen, und danach wären Werbemails, für die man sich nicht
vorher eingetragen hat, gänzlich illegal. Aber wer trägt sich
schon für Werbemails ein?

Es soll ja Leute geben, die einer Zusendung eines Newsletters oder Produktinformationen zustimmen.

Ich persönlich halte den US-Kompromiss für vernünftig, da er
vermutlich 95 % des Spam-Problems löst und auf der anderen
Seite der werbetreibenden Wirtschaft einen wichtigen
Vermarktungskanal offen lässt.

Ich kann auf Vermarktungskanäle, bei denen ich ungefragt einen Großteil der Kosten tragen muß, sehr gut verzichten. Danke auch.

Vielleicht denkt man in der EU
ja noch mal drüber nach.

Hoffentlich nicht.

Wenn nur bestehende Kundenbeziehungen
per E-Mail gepflegt werden dürfen und Neukunden-Akquise per
E-Mail tabu ist, wird dies Unternehmen in der EU gegenüber den
USA leider weiter benachteiligen.

Geh’ nach Nigeria. Da ist offenbar alles erlaubt und Du hast alle erdenklichen Vorteile (Dich unbeliebt zu machen). Ansonsten ist Dein Argument nicht sehr logisch.

Gruß,

Sebastian

Gegen wen? Gegen Windowsanwender, die mir Würmer und Viren
schicken?

http://www.heise.de/newsticker/meldung/44869

Oder gegen einen Spammer, der Korea Spam versendet?
Es ist im Allgemeinen nicht so trivial, irgendwelche Leute in
irgendeinem Land in der Hoffnung auf irgendwelche Gesetze
irgendwie zu verklagen.

… aus Deinem Phsychogramm kann man folgendes rauslesen:
Du hast mehr Microsoft- als Linux Freunde!

Huch? Ich bin offenbar Phsychogramm-Anallfabäht, kannst Du mir Phsychogramm-Lese-Nachhilphe geben?

PS. es ist Faschingsamstag!

„Wollemerse zuspämme? - Tärää, Täräää, täräää“

Sebastian

Hallo,

Vielleicht denkst Du ja nochmal über Deinen Standpunkt nach.
Ich finde es eine Anmassung sondergleichen, dass ich dazu
genötigt werden soll, jemandem mitzuteilen, dass ich keine
Werbung haben will.

Hey – ich als jemand, der X-Free verkauft – habe ihm schoneinmal die Sourcen gemailt. Das ist ein hervorragendes Ansichstexemplar, was die Qualitäten von X-Free gut demonstriert.

Wenn sein Mail-Account danach noch „piep“ sagt, kann er sich ka bei mir melden. Achso. Mein Bruder vertreibt OpenOffice, das bekommt er dann auch zugesandt.

Und mein Opa bietet PPD-Dateien an, da schickt er mal ein paar Mails, in denen er jede einzeln beschreibt. Klar, als Werbung sind die natürlich gekennzeichnit. „Looooogisch“.

In der Schweiz passiert es zum Teil inzwischen auch, dass man
ungefragt per Snailmail Sachen zugestellt bekommt und dies
dann weiterhin geschieht, wenn man sich nicht meldet und
mitteilt, dass man das nicht will. Ich finde das schlicht
pervers.

Hier in DE kann man sowas mit dem Vererk „Annahme verweigert“ in den Briefkasten werfen. Das half gegen recht penetrante Sender…

Da muss ich also z.B. das Telefon nehmen und dort
anrufen und somit also Geld dafür bezahlen, um denen
mitzuteilen, dass ich ihren Käse nicht haben will. Oder ich
muss u.U. deren Zusendung zurücksenden, was mich ebenfalls
Geld kostet (Porto).

Naja, wer per Mail erreichbar ist, bekommt von mir eine Mail mit den entsprechenden Hinweis und der Bitte um Rückmeldung und Bestätigung. Weitere Mails erledigt dann ein Cronjob. Aber es nervt.

Wie kommt die Werbeindustrie eigentlich dazu, Email-Adressen
generell als Freiwild anzusehen? Die Privatsphäre der Inhaber
schlicht zu ignorieren?

„Dummgier“.

Gruß,

Sebastian

Huch? Ich bin offenbar Phsychogramm-Anallfabäht, kannst Du mir
Phsychogramm-Lese-Nachhilphe geben?

siehe:
http://www.google.at/search?q=cache:qw62bLmfHSkJ:www…

Gruß

Hallo Peter,

Email ist kein sinnvoller Vermarktungskanal, u.a. weil der Urheber
erstmal keine oder nur minimale Kosten hat. Dafür der
(unfreiwillige) Empfänger.

falsch, E-Mail ist in vielen Fällen ein nahezu idealer Vermarktungskanal! Allerdings würde in der Tat eine - sei es noch so mimimale - Gebühr für E-Mail das Verbreiten der unseriösen und schwachsinnigen Werbemails erheblich einschränken und unattraktiv machen. Dies wäre nur im Interesse der gezielt und seriös per E-Mail Werbenden.

Man darf Spam nicht mit E-Mail-Marketing verwechseln. Die Werbemail einer Druckerei, die mir ihr Angebot per E-Mail zusendet, die ihre komplette Adresse angibt, die mich persönlich anspricht und bei der meine E-Mail-Adresse im To-Field erscheint, kann ein interessantes Angebot für mich beinhalten, auf das ich gern zurückgreife. Dies kann ich von dem ganzen idiotischen englischsprachigen Spam-Müll, der zudem meist in betrügerischer Absicht versandt wird, nicht behaupten.

Ich finde es eine Anmassung sondergleichen, dass ich dazu
genötigt werden soll, jemandem mitzuteilen, dass ich keine
Werbung haben will. Das ist ganz generell ein Problem mit der
Werbung. Die Werbetreibenden gehen einfach immer davon aus,
dass der Empfänger diese Werbung haben will. Das ist falsch.

Oje, am besten ziehst du in ein Kloster. Wenn jede Form von Werbung das Einverständis des Empfängers voraussetzen würde, wäre unsere Wirtschaft nicht nur pleite, es würde überhaupt keine funktionierende Marktwirtschaft existieren. Dies gilt für jedes Medium. Ob Außenwerbung, TV- und Radiowerbung, Mailings, Telemarketing, Printwerbung - Werbung belästigt einen in gewisser Form immer, da hast du recht. Das Eigenartige oder auch Witzige daran ist, das die solcherart Belästigten hernach in Scharen die beworbenen Produkte kaufen.

Offenbar will es die Werbeindustrie nicht wahrhaben, dass die
ganze Werbeflut, der man eh schon den ganzen Tag ausgesetzt
ist (TV, Radio, Plakate, Inserate…) mittlerweile
kontraproduktiv ist.

Kontraproduktiv mit Sicherheit nicht, sonst würden die Unternehmen nicht weiterhin massiv in Werbung investieren. Es gäbe mithin kaum noch Agenturen. Kein Unternehmen investiert, wenn es sich nicht rechnet. Der Werbebranche geht es trotz Konjunkturdelle immer noch gut.

Die Zahl der Leute, die gewisse Firmen,
Produkte etc. gezielt meiden, weil deren Werbung ihnen auf den
Wecker geht o.ä. nimmt immer mehr zu.

Da ist viel Scheinheiligkeit seitens „der Leute“ im Spiel. Boykott-Aufrufe für bestimmte Produkte hatten noch nie einen nachhaltigen Effekt. Und wie wir alle wissen, gibt es ja auch keine Bild-Leser, keine Mc Donald`s - Besucher und keine AOL-Nutzer.

Wie kommt die Werbeindustrie eigentlich dazu, Email-Adressen
generell als Freiwild anzusehen? Die Privatsphäre der Inhaber
schlicht zu ignorieren?

Postadressen werden schon seit langem von Adressenverlagen angelegt und gehandelt. Manchmal fühlt man sich ja glatt an die 60er und 70er Jahre erinnert: Damals füllten Artikel die Medien, in denen über die zunehmende „Vermüllung“ der Briefkästen mit Supermarkt-Werbung und ähnlicher Reklame berichtet wurde. Viele pappten sich in dieser Zeit „Keine Werbung“ - Schilder an den Briefkasten. Die Robinson-Liste entstand (in der eine verschwindend kleine Zahl der deutschen Verbraucher eingetragen ist). Die Werbung ging weiter. Die Aufregung schwand, die Gewöhnung setzte ein und die Briefkästen wurden bis heute nicht leerer . . .

Opt-Out: Nur eine dumme Ausrede der Spammer?
Hallo,

Email ist kein sinnvoller Vermarktungskanal, u.a. weil der Urheber
erstmal keine oder nur minimale Kosten hat. Dafür der
(unfreiwillige) Empfänger.

falsch,

Nein. Das ist eben nicht falsch.

E-Mail ist in vielen Fällen ein nahezu idealer
Vermarktungskanal!

Ideal für den Absender? Ja, das ist unbestritten. Für den Empfänger dann ja eher nicht, oder?

Allerdings würde in der Tat eine - sei es
noch so mimimale - Gebühr für E-Mail das Verbreiten der
unseriösen und schwachsinnigen Werbemails erheblich
einschränken und unattraktiv machen. Dies wäre nur im
Interesse der gezielt und seriös per E-Mail Werbenden.

Fa$$en wir zu$ammen: $eit der Entdeckung, da$$ man mit dem Internet, wa$ irgendwelche Freak$ $ich au$gedacht haben, Werbung für $eine pickeligen Produkte wahllos untr das Volk bla$en kann, obwohl die$e$ das nicht will, $schlägt die Werbebranche vor, da$$ doch gefällig$t alle Nutzer ein bi$$chen Gebühren pro Mail bezahlen, damit die Werbebranche weiter Mail$ ver$chicken kann, die ich mir dann ko$tenpflichtig herunterlade um dann Produkte zu kaufen die wegen der dafür gemachten Werbung teurer $sind?

Das so die feuchten Wunschträume der Werbeindustrie aussehen, kann ich mir schon vorstellen, aber nicht alles, was in deren Augen aun gutes Mittel ist, ist auch tatsächlich gut für den „Bürger“.

Nur als Hinweis: In DE ist es AFAIK ein Verstoß gegen geltendes Recht (und das ist auch gut so), einfach irgendwelche Leute anzurufen und sie über Produkte vollzulabern. Und dabei enstehen dem Emfänger der Werbung nichteinmal kosten.

Man darf Spam nicht mit E-Mail-Marketing verwechseln. Die
Werbemail einer Druckerei, die mir ihr Angebot per E-Mail
zusendet, die ihre komplette Adresse angibt, die mich
persönlich anspricht und bei der meine E-Mail-Adresse im
To-Field erscheint, kann ein interessantes Angebot für mich
beinhalten, auf das ich gern zurückgreife.

Wenn ich sie gefragt habe, in der Tat. Das genau ist das Opt-In Verfahren. Es gibt ja auch interessante Newsletter, die man gerne liest und in denen Werbung gemacht wird. Die haben für dem Absender halt den Nachteil, daß sie dem Kunden einen Anreiz bieten müssen ihn zu lesen, zum Beispiel durch interessante Hintergrundinformationen. Aber nein, die Werbebranche möchte lieber hirnlos ihre Ergüsse, die keiner haben will, auf dem für sie billigstem Weg unters Volk bringen.

Ich finde es eine Anmassung sondergleichen, dass ich dazu
genötigt werden soll, jemandem mitzuteilen, dass ich keine
Werbung haben will. Das ist ganz generell ein Problem mit der
Werbung. Die Werbetreibenden gehen einfach immer davon aus,
dass der Empfänger diese Werbung haben will. Das ist falsch.

Oje, am besten ziehst du in ein Kloster. Wenn jede Form von
Werbung das Einverständis des Empfängers voraussetzen würde,
wäre unsere Wirtschaft nicht nur pleite, es würde überhaupt
keine funktionierende Marktwirtschaft existieren.

Du verstehst es einfach nicht. Dadurch, daß mir Werbung per Mail zugeschickt wird, entsehen mir Kosten, die ich nicht vermeiden kann. Oft genug verbunden mit einem EIndringen in meine Privatsphäre.

Dies gilt
für jedes Medium. Ob Außenwerbung, TV- und Radiowerbung,
Mailings, Telemarketing, Printwerbung - Werbung belästigt
einen in gewisser Form immer, da hast du recht.

Diese Werbung, die Du da aufzählt, nervt in unterschiedlichen Abstufungen. Aber es werden mir für das Betrachten der Werbung keine Kosten aufgezwungen. Beim Fernsehen bekomme ich sogar etwas dafür (wobei man sich fragen ann, ob das gebotene Programm viel Wert ist, aber das ist sicher Ansichtssache).

Hey, wie wäre es mit innovativer Werbung? Wenn die Werbewirtschaft der Meinung wäre, Mail wär ein so geniales Medium einfach weil es so schweinegeil ist (und nicht, weil es einfach nur die bequemste und billigste Möglichkeit ist, seinen Werbedreck abzukippen), warum lässt sie sich dann nichts einfallen? Warum sponsert sie dann keine Internetzugänge?

Wenn ich einen kostenlosen Internetzugang mit E-Mail-Postfach bekäme, wäre es für mich eine vetretbare Option, als Werbung gekennzeichnete Mail herunterzuladen. Also bitte.

Das
Eigenartige oder auch Witzige daran ist, das die solcherart
Belästigten hernach in Scharen die beworbenen Produkte kaufen.

Da mag es sicher Abstufungen geben. Und der Vergleich mit dem Mails hinkt immernoch.

Offenbar will es die Werbeindustrie nicht wahrhaben, dass die
ganze Werbeflut, der man eh schon den ganzen Tag ausgesetzt
ist (TV, Radio, Plakate, Inserate…) mittlerweile
kontraproduktiv ist.

Kontraproduktiv mit Sicherheit nicht, sonst würden die
Unternehmen nicht weiterhin massiv in Werbung investieren. Es
gäbe mithin kaum noch Agenturen. Kein Unternehmen investiert,
wenn es sich nicht rechnet. Der Werbebranche geht es trotz
Konjunkturdelle immer noch gut.

Ja, das ist sicher wahr. Werbung scheint sich zu rechnen. Aber nicht alles, was sich rechnet ist deshalb gut.

Die Zahl der Leute, die gewisse Firmen,
Produkte etc. gezielt meiden, weil deren Werbung ihnen auf den
Wecker geht o.ä. nimmt immer mehr zu.

Da ist viel Scheinheiligkeit seitens „der Leute“ im Spiel.

Vielleicht, ja. Andereseits frage ich mich, ob eine Firma, die ein Riesengeld in eine Werbekampagne investiert, nicht ihre Produkte indirekt verteuert an einer Stelle, die für mich als Konsument relativ uninteressant ist.

Klar, ich kann Dir eine Menge Anzeigen nennen, in denen ich neugierig auf ein Produkt geworden bin (hey, und für die Anzeigen bekomme ich übrigens eine gegenleistung, nämlich eine weniger teure Zeitung).

Boykott-Aufrufe für bestimmte Produkte hatten noch nie einen
nachhaltigen Effekt.

Du erinnerst Dich an Shell? ich denke, der Effekt in der Branche ist kaum von der Hand zu weisen, auch wenn man diskutieren kann, wie optimal die Lösung mit der „Brent Spar“ war,

Wie kommt die Werbeindustrie eigentlich dazu, Email-Adressen
generell als Freiwild anzusehen? Die Privatsphäre der Inhaber
schlicht zu ignorieren?

Postadressen werden schon seit langem von Adressenverlagen
angelegt und gehandelt. Manchmal fühlt man sich ja glatt an
die 60er und 70er Jahre erinnert:

Biete einen kostenlosen Internetzugang an, der sich über Email-Werbung finanziert – mit den Kriterien, die für Werbemails von Dir gefordert werden. Dann können wir uns weiter unterhalten.

Sebastian

einfache rechnung
hoi sebastian,
ich hab kürzlich ein hübsches beispiel gelesen:

Ja, das ist sicher wahr. Werbung scheint sich zu rechnen.

irgendein ami besorgte sich grüne plörre für 5$ pro flasche und vertickte sie als potenzmittel für 100$ das stück. rausgerotzt hat er 2-3mio. mails und bestellt haben tatsächlich 6000 dumme. die profitrate kann sich jeder selbst ausrechnen…
und übrigens scheint es auch so zu sein, dass die provider kräftig dran mitverdienen, denn inzwischen sind spezielle deals bekannt geworden, bei denen spammer gegen zahlung erhöhter gebühren grünes licht bekamen.
alles nur zu logisch, denke ich.

greetz
bernd

Hallo Michael

Email ist kein sinnvoller Vermarktungskanal, u.a. weil der Urheber
erstmal keine oder nur minimale Kosten hat. Dafür der
(unfreiwillige) Empfänger.

falsch, E-Mail ist in vielen Fällen ein nahezu idealer
Vermarktungskanal!

Nicht für Massenwerbung.

Allerdings würde in der Tat eine - sei es
noch so mimimale - Gebühr für E-Mail das Verbreiten der
unseriösen und schwachsinnigen Werbemails erheblich
einschränken und unattraktiv machen. Dies wäre nur im
Interesse der gezielt und seriös per E-Mail Werbenden.

So eine Gebühr müsste aber dem Werbemailversender wehtun. Also allzu minimal dürfte die nicht sein.

Man darf Spam nicht mit E-Mail-Marketing verwechseln.

Wir reden hier aber über Spam.

Die Werbemail einer Druckerei, die mir ihr Angebot per E-Mail
zusendet, die ihre komplette Adresse angibt, die mich
persönlich anspricht und bei der meine E-Mail-Adresse im
To-Field erscheint, kann ein interessantes Angebot für mich
beinhalten, auf das ich gern zurückgreife.

Das ist etwas anderes. Da hast Du vorher auf irgendeinem Weg bei dieser Druckerei nach einem Angebot nachgefragt. Und wenn Dir dann ggf. ab und an Informationen geschickt werden, ist das in Ordnung. Wenn die Möglichkeit besteht, dass Du jederzeit sagen kannst ‚No more‘.

Dies kann ich von
dem ganzen idiotischen englischsprachigen Spam-Müll, der zudem
meist in betrügerischer Absicht versandt wird, nicht
behaupten.

Richtig. Und genau dieser Spam-Müll ist es, den man bekämpfen muss. Jede Firma, die seriös Werbung per Email betreibt, macht das eben auf andere Art.

Ich finde es eine Anmassung sondergleichen, dass ich dazu
genötigt werden soll, jemandem mitzuteilen, dass ich keine
Werbung haben will. Das ist ganz generell ein Problem mit der
Werbung. Die Werbetreibenden gehen einfach immer davon aus,
dass der Empfänger diese Werbung haben will. Das ist falsch.

Oje, am besten ziehst du in ein Kloster. Wenn jede Form von
Werbung das Einverständis des Empfängers voraussetzen würde,
wäre unsere Wirtschaft nicht nur pleite, es würde überhaupt
keine funktionierende Marktwirtschaft existieren.

Bei anderer Werbung habe ich die Möglichkeit, auf die eine oder andere Art mein Einverständnis zu geben oder auch nicht. Ich kann z.B. eine Zeitschrift nicht kaufen und so der darin geschalteten Werbung mein Einverständnis verweigern. Dass es ein gewisses Mass an Werbung gibt, die ich über mich ergehen lassen muss, ist mir durchaus bewusst. Alle Plakate z.B. in der Fussgängerzone kann ich nicht unbedingt ignorieren. Aber zumindest entstehen mir da keine Kosten.

Dies gilt für jedes Medium. Ob Außenwerbung, TV- und Radiowerbung,

Stimmt nicht. Gerade die Radiowerbung ist einer der Gründe, warum ich kein Radio mehr höre. TV-Werbung kann ich durch um- oder abschalten ebenfalls vermeiden.

Mailings, Telemarketing, Printwerbung - Werbung belästigt
einen in gewisser Form immer, da hast du recht.

Auch bei Mailings und Telemarketing machen sich viele Firmen immer wieder extrem unbeliebt. Wenn ich unaufgefordert angerufen werde, so finde ich das Belästigung. Vor allem wenn das am Samstag morgen um 8 passiert.

Das
Eigenartige oder auch Witzige daran ist, das die solcherart
Belästigten hernach in Scharen die beworbenen Produkte kaufen.

Gibt es da eigentlich zuverlässige Untersuchungen, wie viele Leute tatsächlich aufgrund der Werbung ein Produkt kaufen?

Kontraproduktiv mit Sicherheit nicht, sonst würden die
Unternehmen nicht weiterhin massiv in Werbung investieren.

Vielleicht investieren sie in die Werbung, weil sie der Ansicht sind, dass die bisherige Werbung zuwenig gewirkt hat. Dass aber vielleicht wegen der penetranten Werbung viele Leute das Produkt nicht kaufen, kommt ihnen nicht in den Sinn…

Wie kommt die Werbeindustrie eigentlich dazu, Email-Adressen
generell als Freiwild anzusehen? Die Privatsphäre der Inhaber
schlicht zu ignorieren?

Postadressen werden schon seit langem von Adressenverlagen
angelegt und gehandelt. Manchmal fühlt man sich ja glatt an
die 60er und 70er Jahre erinnert: Damals füllten Artikel die
Medien, in denen über die zunehmende „Vermüllung“ der
Briefkästen mit Supermarkt-Werbung und ähnlicher Reklame
berichtet wurde.

Da muss aber der Urheber des Mülls zuerst den Schrott produzieren, drucken und verschicken. Das kostet Geld. Im Unterschied zu Massenmailings per Email.

Viele pappten sich in dieser Zeit „Keine Werbung“ - Schilder an den
Briefkasten.

Tja, warum wohl? Weil sie eben nicht daran interessiert sind, den ganzen Werbemüll zu bekommen. Weil sie nicht einsehen, diesen Werbemüll, den sie nicht verlangt haben, in den Müll bzw. die Papiersammlung geben zu müssen. Womöglich noch Gebühren für die Entsorgung zu bezahlen…

Die Robinson-Liste
entstand (in der eine verschwindend kleine Zahl der deutschen
Verbraucher eingetragen ist).

Vermutlich sind wenige Leute dort eingetragen, weil es erstens wenig hilft, da sich die Werbetreibenden ja noch nicht mal an den entsprechenden Eintrag im Telefonbuch halten und zweitens weil es viele Leute nicht wissen, dass es das gibt.

Die Werbung ging weiter. Die
Aufregung schwand, die Gewöhnung setzte ein und die
Briefkästen wurden bis heute nicht leerer . . .

Viele Leute nerven sich halt still und leise. Stimmt, die Zahl derer, die sich mehr oder weniger lautstark gegen die Belästigung wehren ist nicht so gross. Was aber nicht bedeutet, dass die grosse Mehrheit die ganze Werbepampe wirklich gut findet.

Würde man einmal wirklich repräsentativ nachfragen, würde wohl eine Mehrheit die Werbeflut verurteilen.

CU
Peter

Geh’ nach Nigeria. Da ist offenbar alles erlaubt und Du hast
alle erdenklichen Vorteile (Dich unbeliebt zu machen).

Wieso gerade Nigeria…?