Spamcop Spam reporting ist Sondermüll

Nachdem unser Server die „Ehre“ hatte, in der Spamcop-Liste
aufzutauchen, mußte ich wohl oder übel dem Problem nachgehen.

Als Ursache stellte sich heraus: ein User hatte auf eine Adresse Spam
bekommen, die über mehrere Mail-Weiterleitungen (unter anderem auch
über uns) an ihn zugestellt wurden.

Alleine das Auftreten unseres Servers im Header verursachte einen
Eintrag bei Spamcop.

Schlußfolgerung: Spamcop taugt nichts, um Spam zurückzuverfolgen und
zu bekämpfen.

Spamcop nervt allenfalls die Leute, die sich um die Server kümmern
müssen. Ich habe dem Nutzer gesagt, daß er länger seinen Mail-Account
behält, wenn er von soetwas die Finger läßt…

Sebastian

Nachdem unser Server die „Ehre“ hatte, in der Spamcop-Liste
aufzutauchen, mußte ich wohl oder übel dem Problem nachgehen.

Als Ursache stellte sich heraus: ein User hatte auf eine
Adresse Spam
bekommen, die über mehrere Mail-Weiterleitungen (unter anderem
auch
über uns) an ihn zugestellt wurden.

Alleine das Auftreten unseres Servers im Header verursachte
einen
Eintrag bei Spamcop.

Schlußfolgerung: Spamcop taugt nichts, um Spam
zurückzuverfolgen und
zu bekämpfen.

Das ist interessant, hast Du Lust und Muße, ein paar Zeilen an Erfahrungen über die Spam Protection Mechanismen zu schreiben, die Du so ausprobiert hast? So ganz knapp und stichwortartig Vor-/Nachteile + Fazit?

Gruß,

Doc.

50 Ways To Leave You SPAM (feat.: Cat Stevens)

Das ist interessant, hast Du Lust und Muße, ein paar Zeilen an
Erfahrungen über die Spam Protection Mechanismen zu schreiben,
die Du so ausprobiert hast? So ganz knapp und stichwortartig
Vor-/Nachteile + Fazit?

Es sind zwar nicht 50 Arten geworden…

Meine „Spamfilter-Karriere“ in den wesentlichsten Schritten:

· Absender blockieren : völlig untauglich, da sich die Adressen -
von wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht wiederholen.

· badmailfrom: Konfiguration des Mailservers, daß er bestimmte
Absenderadressen nicht annimmt. Mails von [email protected] kann man gleich
auf der Ebene wegwerfen, solche von btamail.net.cn (Hm, ich habe die
genaue Domain vergessen. Egal) ebenso. Nachteil: unflexibel zu
handhaben, erschlägt wirklich nur das gröbste.

· Spamblock: eine Ansammlung an Filterkriterien, die an das
Programm „procmail“ verfüttert werden. Hat eine erstaunlich brauchbare
Erkennungsrate, ist so-lala konfigurierbar. Brauchbar, aber nicht mit
guter Zuverlässigkeit…

· TMDA: Filtert keine Mails, stellt aber immer wieder neue
Adressen zur Verfügung, die nur eine eingeschränkte Dauer gültig sind

  • zum Beispiel 5 Tage. Adressensammler sind in der Regel viel
    zu langsam, bevor die auf die zusammengeklaubten Adressammlungen
    anfangen, zu spammen, sind sie Adressen verfallen.

TMDA hat außerdem die Möglicheit, Adressen zu erstellen, an die nur
bestimmte User schreiben können. Meine hier in W-W-W angegebene
Adresse ist so eine.

Wenn an eine verfallene Adresse geschrieben wird oder an eine Adresse,
die für einen anderen User vorgesehen ist, geht die Mail nicht
verloren, sondern der Absender erhält eine Nachfrage.

TMDA hat noch viele, viele Optionen, mit denen ein sehr gutes
„Feintuning“ und viele Extras erreicht werden können.

Nachteile von TMDA:

· Braucht entweder auf dem heimischen Rechner ein
Zusatzprogramm und ein Mail-Programm, welches die Absenderadresse
flexibel („scriptgesteuert“) ändern kann. Von den
Mainstream-Programmen kann das keins, meines Wissens. Oder man braucht
einen gepatchten qmail-Mailserver. Dann geht das auch mit Programmen
wie Outlook et al. - angeblich zumindest…

· Wer für jede Mail eine neue Adresse erzeugt, bietet Spammern reiches
Futter: auf dem Mailserver wird der Traffic deutlich erhöht.

· spamassassin: Sieht sich die Mail nach einem sehr großen Bündel
an Kriterien an und macht Abfragen an einschlägige blocking lists. Hat
eine sehr gute Trefferrate, bei englichssprachigem SPAM würde ich auf
1 % falsch positive und 1 % falsch negative schätzen -
höchstens. Deutscher Spam hat geringfügig höhere falsch negative (es
entwickeln einfach mehr Leute englischsprachige Filterkriterien, die
Anwenderschaar ist eben sehr international…)

Mit Spamassassin bin ich zur Zeit sehr zufrieden.

· Nachteile: Zieht verdammt viel Rechenleistung: auf Mailservern, die
etwas mehr Mail verteilen, kann Spamassassin die CPU an den Anschlag
bringen. Nun den…

Die Software ist jeweils „open Source“.

Noch Fragen?

Sebastian

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Mit Windows wär das nicht passiert…

Alleine das Auftreten unseres Servers im Header verursachte
einen
Eintrag bei Spamcop.

Selber Schuld, wenn du einen RFC-konformen Mailrelay einsetzt. Siehe auch http://www.lrz-muenchen.de/services/netzdienste/emai…

Ich hab aus einem anderen Grund immer wieder Probleme mit dem Mailversand an Kunden. Viele Provider machen einen reverse lookup auf die IP-Adresse des Senders, kann der lookup keinen DNS-Namen auflösen, wird der Server als Spammer klassifiziert und die Mail zurückgewiesen.

Hier bin ich aber selber schuld, dass ich meine Leitungen bei einem kleinen Krauter habe, Tiscali, dessen Admins zu blöd sind, einen entsprechenden Eintrag ins DNS zu bringen.

So hat halt jeder sein Päckel zu tragen,
Schorsch

Where Do the Spammers play…

Noch Fragen?

Sebastian

Vorerst nicht, danke :smile:

Die kommen aber zu einem späteren Zeitpunkt mit Sicherheit.

Doc

… ist das nicht von Paul Simon?
… natürlich total off topic.

Danke für den umfangreichen Beitrag!

Gruß an den SpamCop

Fritze