Hallo,
viele Leute geben in ihrer E-Mail-Adresse anstatt @ (at), (aet) oder (ät)an. Kann man Robots wirklich dadurch hindern? Sind die nicht so eingerichtet, dass sie eine derart simple Veränderung einer E-Mail-Adresse erkennen?
Grüße
Carsten
Hallo,
viele Leute geben in ihrer E-Mail-Adresse anstatt @ (at), (aet) oder (ät)an. Kann man Robots wirklich dadurch hindern? Sind die nicht so eingerichtet, dass sie eine derart simple Veränderung einer E-Mail-Adresse erkennen?
Grüße
Carsten
Hallo,
hängt von der Qualität der Spambots ab. Es gibt eine Reihe von Bots, die dies erkennen, manch andere nicht. Ist ja immer eine Frage des Kosten/Nutzen-Verhältnisses.
Wie auch immer: Es gibt effektivere Möglichen, solche Spams zu verhindern. Aber auch hier muß man sich die Frage nach dem Kosten/Nutzen-Verhältnis stellen.
Zudem ist es ja nicht so, daß es keine billigen Arbeitskräfte gibt, die Emailadressen (selbst als Grafik dargestellt) nicht erkennen können und diese dann entsprechend in das „Spam-System“ einpflegen.
Grüße
godam
Hallo Carsten,
leider hinterlassen viele auf Webseite genau diesen deutlichen Hinweis ihrer fachlichen Inkompetenz.
Denn in den meisten Fällen ist die Verstümmelung der Anzeige damit kombiniert, dass im dahinterhängenden HTML-Code die mailto-Adresse in Reinschrift steht.
Während der Spam-Adressen-Harvester extra noch den Hinweis „Hier steht eine Mailadresse in Klartext“, bekommt der normale Nutzer das Leben etwas schwerer gemacht.
Einer der schönsten Punkte um zu demonstrieren, dass sich in Sachen IT-Sicherheit sehr viele berufen fühlen, die schon beim gesunden Menschenverstand Defizite haben.
Besser macht es, wer im Code die Hinweise auf die Mailadresse versteckt und nur für die Anzeige per Javascript zusammenbastelt.
Ein zuverlässiger Schutz gegen Mail-Harvester ist das natürlich nicht, aber wegen der Ökonomie ist die Adresse schon etwas geschützter. Denn die Harvester wollen mit möglichst geringem Aufwand möglichst viele Adressen ernten. Allerdings werden heute gezielter Mailadressen gesucht. Und da lohnt selbst Personaleinsatz, der in Osteuropa und Asien auch nur Cents kostet.
Auch ist die Wahrscheinlichkeit inzwischen höher, dass Mailadressen aus anderen Quellen genutzt werden. Zumindest kann ich das mit meinen Adressen nachvollziehen: Ein Großteil meines Spams nutzt Adressen, unter denen ich online eingekauft oder mich bei Foren angemeldet habe.
Hierüber haben die Kriminellen dann meist noch wertvolle Zusatzangaben:
* aktiv genutzte Mailadresse
* Name, Vorname, Adresse und Geburtsdatum
* Bereitschaft zu eCommerce und Bonität (Kreditkarte)
Eine solche Mailadresse ist mehr wert als eine Million im Web abgeernteter Müll.
Und weil selbst bei großen Online-Shops nur Sicherheit auf dem oben beschriebenen Niveau stattfindet, kannst Du Dich nur schwer gegen Spam wehren.
Ciao, Allesquatsch
viele Leute geben in ihrer E-Mail-Adresse anstatt @ (at),
(aet) oder (ät)an. Kann man Robots wirklich dadurch hindern?
Nach meiner Erfahrung ist die Furcht vor Adress-Harvestern völlig unbegründet und hat schon fast paranoide Züge. Sie macht’s den Kunden bzw Adressaten der Webseite unnötig schwer, per einfachem Klick eine Mail zu versenden, verhindert aber kaum eine Spammail. In der alltäglichen Spam-Praxis spielen von Robotern auf Webseiten gesammelte Adressen keine Rolle.
Ich verwalte die Mailserver und Spamfilter mehrerer Firmen einer Unternehmensgruppe, die ihre Kontaktadressen teils offen angeben, teils auf die eine oder andere Art maskieren. Wenn ich mir die Spamstatistiken anschaue, gibt es keinen signifikanten Unterschied, ob eine Mailadresse im Internet im Klartext, ob sie obfusziert oder ob sie nirgendwo veröffentlicht ist.
Was aber eine Rolle spielt, ist, wieviel Kunden- oder Aussenkontakt der Inhaber einer Mailadresse hat. Techniker, die lediglich mit wenigen Lieferanten kommunizieren, bekommen fast gar keinen Spam. Verkäufer im B2B-Bereich liegen im Gesamtschnitt, Verkäufer im Business to Customer-Bereich hingegen, die mit vielen vielen Kunden kommunizieren, die kriegen die Masse der Spams ab. Ähnliches gilt für Mitarbeiter, die ihre Firmenmailadresse (vertragswidrig) gerne für private Zwecke gebrauchen.
Daraus lässt sich schließen, dass Spammer im wesentlichen über infizierte Computer an ihre Adressen kommen. Da wird dann einfach das Adressbuch ausgelesen.
Das Sammeln von Mailadressen im Web findet zwar durchaus auch statt. Dann aber manuell, da setzt sich jemand hin, und trägt die Angaben aus der Webseite von Hand in eine Datenbank oder Adressliste. Und da helfen dann die dollsten Tricks, die Adresse zu verschleiern, nicht mehr.
Gruß