¡Hola!
Jedes Werk, und Enzyklopädien bilden keine Ausnahmen, ist
geprägt von den Ansichten und Überzeugungen seines Autors.
Müssen aber auch Fakten darlegen.
Gerade die komplexeren Zusammenhänge leben davon,
daß sie von einem kompetenten, denkenden Kopf erklärt,
dargelegt, vorgekaut werden.
Nichts anderes habe ich ja behauptet: Wenn zwei oder mehrere Fachmännern über möglichen Abweichungen eines wissenschaftlichen Themas diskutieren, so ist das nicht eine enzyklopädie die richtige Plattform dafür. In einer Enzyklopädie sollen nur deren Ergebnissen kommen.
Diese Ansichten sind immer persönlich verfärbt. Gerade
deswegen gibt es viele verschiedene, konkurrierende
enzyklopädischen Ausgaben, und auch diese verändern sich im
Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer wieder.
Aber sicher nicht alles. Ich würde sagen 90% einer Enzyklopädie besteht aus Fakten die seit Jahrhunderte so geblieben sind.
Und selbst dann, es ist ein himmelsweite Unterschied eine „Tatsache mit persönliche Abfärbung“ zu veröffentlichen, als ellenlang zu diskutieren ob du hübscher bist als ich oder ich dicker wie Du (um das ganz salopp zu verdeutlichen).
Insofern ist es
ein verständlicher, aber naiver Wunsch, wenn man die
Enzyklopädie als ein monolythisches, statisches Werk
betrachten möchte.
Ich gebe Dir Recht, denn nichts anders habe ich ja gesagt. Nur die persönliche Meinungen von Fachleute haben erst in die vereinigte Meinung aller einen Platz in der Enzyklopädie.
Die Wikipedia verfolgt einen radikal anderen Ansatz: sie
versucht, immer aktuell zu sein, und ihren Inhalt jeden Tag
dadurch zu perfektionieren, daß jeder kundige Leser
gleichzeitig als Lektor auftritt.
Es gibt nichts was immer aktuell und perfekt sein kann. Man kann etwas immer verbessern und schöner, intelligenter gestalten, aber wenn du versuchst dauerhaft über Jahre hinweg stets das zu haben, irgendwann mal hast du entweder einen völligen Schmarrn ganz OT oder etwas gaaanz anders als ursprünglich beabsichtigt.
Das hat natürlich die von
Dir befürchteten Nachteile und Nebenwirkungen, aber wenn man
sich die Gesamtheit anschaut, zeigt sich dieser Ansatz als
erstaunlich effizient.
…und genau das ist eine persönliche Meinung, die ich übrigens nicht teile. Denn in einer Enzyklopädie muß ich mich darauf verlassen können, daß das was dort steht zu 100% stimmt. Wenn das tgl. anders ist, verliert sich diesen Ansatz.
Gerade das ist das Problem: bei komplexeren Sachverhalten
kommt es durchaus auf die Darstellung der Tatsachen an, es
gibt also jede Menge Raum für Interpretationen und angeregte
Diskussionen.
Ich habe das Gefühl wir reden in einem Kreis. Nur noch einmal: Für mich Enzyklopädien sind kein Ort für Diskussionen, sondern allerhöchsten für deren Ergebnissen.
In einer klassischen Enzyklopädie geschieht das
auch, nur mußt Du da bis zur Korrektur eines Artikels bis zum
Erscheinen der nächsten überarbeiteten Auflage warten - das
kann durchaus in 5 Jahren sein.
Genau. Und bis dahin sind die beteiligten Fachmännern sich einig was darin zu stehen hat und was in der Zwischenzeit Überflüssig ist. Was nicht geschieht wenn man es tagtäglich ändert.
Schöne Grüße,
Helena