Morgen!
Mein neuestes Problem ist Folgendes:
Ich kann Spanisch (nein, das ist noch nicht das ganze Problem
), das heißt, soviel Spanisch, dass ich ohne viele Probleme eine normale spanische Tageszeitung lesen kann und auch einen trivialen spanischen Roman. Wenn ich mir Mühe gebe und ab und zu ins Wörterbuch schaue, dann kann ich auch über nicht alltägliche Themen einen weitestgehend fehlerfreien Text schreiben. Allerdings (ich war auch noch nie länger in Spanien), muss ich gerade beim Sprechen schon eine Menge nachdenken, also mir ist die Grammatik nicht so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich ohne Nachzudenken aus dem Gefühl heraus wüsste, wo nun ein Subjuntivo oder sowas hinkommt.
Im Moment habe ich nicht die Gelegenheit, weiter Spanisch zu lernen, und eigentlich reichten mir meine Spanischkenntnisse für den Moment auch.
An der Uni mache ich nun einen Italienischkurs. Erst seit Anfang des Semesters, viel Italienisch kann ich also noch nicht. (Wir haben gerade mit der zusammengesetzten Vergangenheit angefangen).
Einerseits fällt mir das ziemlich leicht; gerade beim Verstehen von italienischen Texten habe ich keine Probleme, weil sich jedes zweite Wort irgendwie spanisch anhört. Wenn ich allerdings selbst was schreibe, dann habe ich da immer einen ganzen Haufen spanischer Wörter drin, oder schreibe irgendwelche Wörter „Spanischfalsch“ (nen Plural mit -s oder so).
Nun meine Frage an alle die, die beide Sprachen gut beherrschen (aber nicht muttersprachenähnlich): Gibt sich das? Oder, wenn ich mich jetzt intensiv mit Italienisch beschäftige (muss ja die Klausur bestehen), verlerne ich dann mein mühsam erworbenes Spanisch wieder?
Es wäre ja absolut kontraproduktiv, wenn der Erfolg von diesem Italienischkurs ist, dass ich Italienisch nicht kann, und außerdem auch kein Spanisch mehr…
Sollte ich mich vielleicht nebenher trotzdem noch mit Spanisch beschäftigen, oder ist es besser, mich erstmal nur auf Italienisch zu konzentrieren und später mal zu schauen, wieviel von meinem Spanisch noch da ist?
Als ich angefangen habe, Spanisch zu lernen, hatte ich außerdem in der Schule noch Französisch und habe am Anfang auch Vokabeln verwechselt, das hat sich dann aber gegeben (obwohl ich Französisch heute auch nicht mehr besonders gut kann).
Aber Spanisch und Italienisch sind sich doch noch etwas ähnlicher, und ich habe vor allem Angst, dass ich hinterher nicht nur Vokabeln, sondern auch Grammatikformen durcheinanderschmeiße.
Ich hatte schon überlegt, ob ich mir Vokabellisten und so nicht italienisch-deutsch sondern italienisch-spanisch machen sollte, so dass ich dann Italienisch quasi auf der Basis meiner Spanischkenntnisse lerne. Glaubt Ihr, dass ist sinnvoll, oder sollte ich tatsächlich lieber für ein oder zwei Semester alles Spanische aus meinem Kopf verbannen und es erst wieder vorkramen, wenn ich im Italienischen etwas sicherer bin?
Ich bin für alle Tipps dankbar
Idhre
