Naja, weiß nicht, ob ich das ganz so logisch und natürlich
finde.
Das Laufen an sich wäre ja schon sehr real, wenn er
denn dem Befehl gehorcht. Was sagt er denn, wenn er dann
wirklich läuft? „estoy corriendo tan rápido como pueda“?
Allerdings kannst Du dann doch wirklich nicht mehr sagen, daß
die Situation virtuell ist.
Hi,
ich glaube, das Problem ist auch nicht viel anders als das, welches manche Spanischlernenden mit ser und estar haben.
Bei den meisten Beispielen leuchtet es ein (soy alemana, estoy triste),
bei anderen wieder will jemand argumentieren, warum ‚soy fotografa‘ - vielleicht mache ich ja irgendwann mal was anderes?
Aber das ist nur, weil wir es anhand von groben Richtlinien erklärt bekommen haben, die eigentlich dazu da sind, Logik in das ‚das ist halt so‘ zu bringen.
Im Spanischen sagst Du quasi ‚renne so schnell, wie es Dir möglich ist‘, und diese MÖGLICHkeit muss eben im subjuntive stehen.
Dies ist zwar kein passendes Beispiel, aber vielleicht trotzdem eine Hilfe(?):
Man sagt ja auch im Deutschen ‚wäre es in Ordnung, wenn ich xyz täte?‘, und nicht unbedingt ‚ist es in Ordnung, wenn ich xyz tue?‘,
genau wie ‚hättest Du was dagegen…?‘, obwohl wir auch ‚hast Du was dagegen…‘ sagen könnten.
Ok, ich sehe, eigentlich kann ich Dir auch nichts bieten, was es erklären würde.
Aber die Logik ‚dann kannst Du doch wirklich nicht mehr sagen, dass die Situation virtuell ist‘, ist in etwa die gleiche wie das Argument ‚warum SOY fotografa‘, wenn ich vielleicht nächstes Jahr was anderes mache?
You know what I’m trying to get at???
gruss, isabel