Spanisch: Warum hier Subjuntivo?

Hallo!

Eigentlich ein ziemlich simpler ausdruck.

„…tan rápido como puedas.“

Das Verb des Hauptsatzes habe ich jetzt vergessen. Imperativ auf jeden Fall. „corre“ oder ähnliches.

Mein Problem ist jetzt, weshalb hier überhaupt Subjuntivo vorkommt. Ich habe in mein Grammatikheft geschaut und bin die verschiedenen Möglichkeiten durchgegangen, bei welchen Konstruktionen er normalerweise verwendet wird und konnte nichts finden, was mir hier plausibel erschien.

Kann mir das jemand erklären? Womöglich kann da auch Indikativ stehen kann und der Subjuntivo bringt hier vielleicht irgendeinen Nebensinn rein oder so?

Danke,
Hans!

Hallo!

Eigentlich ein ziemlich simpler ausdruck.

„…tan rápido como puedas.“

Das Verb des Hauptsatzes habe ich jetzt vergessen. Imperativ
auf jeden Fall. „corre“ oder ähnliches.

ich haette es auch nicht verwendet, jedoch soll er verwendet werden, wenn ungewiss ist, ob derjenige das tut, was er tuen soll.
also nur in verbindung mit dem imperativ, wie du schreibst, kann ich mir das bei diesem satz vorstellen.

allerdings weiss ich es, wie gesagt, auch nicht wirklich.

sicher bringen andere mehr licht ins dunkel.

mfg
rene

Eigentlich…
Hallo Hans!

Willkommen in diesem Forum, erstmals!!! :o))) Ich hoffe hier wird Dir geholfen und macht dir Spaß mitzumachen.

„…tan rápido como puedas.“
Das Verb des Hauptsatzes habe ich jetzt vergessen. Imperativ
auf jeden Fall. „corre“ oder ähnliches.
Mein Problem ist jetzt, weshalb hier überhaupt Subjuntivo
vorkommt.

…warum ist es so weiß ich nicht.
Ich vermute allerdings, daß das wort „como“ die nächsten Wörtern zum Nebensatz verwandelt und somit ein subjunktiv benötigt um diesen neuen Satzstellung zu nachvollziehen.

Hier ein Link: (Ganz am Schluß, auf spanisch steht es)

http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Lexikon%2…

Auf jeden Fall, davor kommt ein Imperativ, zB „Corre“. Vermutlich deshalb weil dies dann den „Hauptsatz“ ist.

Ich hoffe ich habe ein bißchen geholfen!

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Helena!

Willkommen in diesem Forum, erstmals!!! :o))) Ich hoffe hier
wird Dir geholfen und macht dir Spaß mitzumachen.

Danke, denke doch schon. Sieht hier zumindest alles ganz freundlich aus.

„…tan rápido como puedas.“

…warum ist es so weiß ich nicht.
Ich vermute allerdings, daß das wort „como“ die
nächsten Wörtern zum Nebensatz verwandelt und somit ein
subjunktiv benötigt um diesen neuen Satzstellung zu
nachvollziehen.

Ja, ein Nebensatz wird es sicherlich sein. Aber ich sehe jetzt noch nicht ganz, weshalb dann nicht trotzdem ein Indikativ folgen soll. Es sei denn das man das auswendig lernen muß, weil es halt zu der Gruppe von Konjuktionen gehört, die einen Subjuntivo verlangen. Scheint aber eher nicht so zu sein, laut meinem Grammatikbuch…wenn ich das gerade richtig sehe.

Aber vielleicht weil man ausdrücken will, daß dieses „wie Du kannst“ etwas unbestimmtes darstellt? Also, daß bei „so schnell wie ein VW Käfer laut Herstellerangaben fahren kann“ das ganze vielleicht im Indikativ wäre? Nicht, daß ich so eine vergleichbare Regelung bisher angetoffen hätte, aber meine Spanischkenntnisse sind auch eher etwas beschränkt.

Was meinst Du?

Bis dann,
Hans!

Hallo Hans!

„…tan rápido como puedas.“

…warum ist es so weiß ich nicht.
Ich vermute allerdings, daß das wort „como“ die
nächsten Wörtern zum Nebensatz verwandelt und somit ein
subjunktiv benötigt um diesen neuen Satzstellung zu
nachvollziehen.

Ja, ein Nebensatz wird es sicherlich sein. Aber ich sehe jetzt
noch nicht ganz, weshalb dann nicht trotzdem ein Indikativ
folgen soll.

Ich vermute weiter, daß damit man sieht welche von den beiden Sätzen das „Unterstellte“ („Hilfssatz“) ist, nutzt man dafür ein subjunktiv.
Wie gesagt, ich vermute nur das. Aber mir macht diese Erklärung durchaus Sinn.

Was meinst Du?

s.o.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Mahlzeit,

„…tan rápido como puedas.“
Das Verb des Hauptsatzes habe ich jetzt vergessen. Imperativ
auf jeden Fall. „corre“ oder ähnliches.

Mein Problem ist jetzt, weshalb hier überhaupt Subjuntivo
vorkommt.

Nun ja, „weshalb“ ist bei Grammatikfragen eine heikle Angelegenheit. Man könnte einfach sagen: weil das so ist, Punkt.

Denkt man ein bißchen darüber nach, so erscheint es ganz logisch und natürlich. Hier wird keine tatsächlich stattfindende Aktion beschrieben, sondern eine virtuelle Situation dargestellt - wenn Du rennst, dann sollst Du so schell rennen, wie es eben nur geht. Genau dafür ist der Subjuntivo da, und bei Lichte betrachtet erscheint es mir eher ungewöhnlich, daß es im Deutschen keine ähnliche Konstruktion gibt.

Kann mir das jemand erklären?

Wie gesagt, „logisch“ ja, aber ansonsten nicht.

Womöglich kann da auch Indikativ
stehen kann und der Subjuntivo bringt hier vielleicht
irgendeinen Nebensinn rein oder so?

Nein, das ist immer so. Der Indikativ wäre da falsch. Man könnte sich zwar einen Satz ausdenken, bei dem der Indikativ Verwendung finden könnte, das wäre aber ein Satz mit feinem Nebensinn („corre como tú puedes“ mit dem übertragenen Sinn: „lauf so schnell, wie Du bekanntermaßen kannst und mehrfach bewiesen hast“ oder so ähnlich).

Ansonsten muß ich auch mit einer Erklärung passen!

Gruß

Sancho

Hallo!

Mein Problem ist jetzt, weshalb hier überhaupt Subjuntivo
vorkommt.

Nun ja, „weshalb“ ist bei Grammatikfragen eine heikle
Angelegenheit. Man könnte einfach sagen: weil das so ist,
Punkt.

Mir geht es natürlich auch darum, daß ich in ähnlichen Fällen dann keinen Fehler mache, und nebenbei bekomme ich vielleicht einen tieferen Einblick in die Sprache. Als Muttersprachler weiß man sicherlich nicht immer genau, warum das so ist, sondern nur *daß* es so ist. Aber wenn man die Sprache lernt, ist es schon hilfreich zu probieren so etwas auf eine Regel zu verallgemeinern.

Denkt man ein bißchen darüber nach, so erscheint es ganz
logisch und natürlich. Hier wird keine tatsächlich
stattfindende Aktion beschrieben, sondern eine virtuelle
Situation dargestellt - wenn Du rennst, dann sollst Du so
schell rennen, wie es eben nur geht. Genau dafür ist der
Subjuntivo da, und bei Lichte betrachtet erscheint es mir eher
ungewöhnlich, daß es im Deutschen keine ähnliche Konstruktion
gibt.

Naja, weiß nicht, ob ich das ganz so logisch und natürlich finde. :smile: Das Laufen an sich wäre ja schon sehr real, wenn er denn dem Befehl gehorcht. Was sagt er denn, wenn er dann wirklich läuft? „estoy corriendo tan rápido como pueda“? Allerdings kannst Du dann doch wirklich nicht mehr sagen, daß die Situation virtuell ist.

Obwohl: Hast Du meine andere mail an Helena gelesen? Da stelle ich eine Theorie auf. Mir scheint, daß zumindest die Richtung irgendwo die gleiche ist, gerade wenn ich jetzt den nichtgequoteten Satz von weiter unten bedenke. Vielleicht kannst Du dazu auch etwas sagen.

[…]

Ansonsten muß ich auch mit einer Erklärung passen!

Naja, ich denke, daß das alles schon sehr hilfreich war, vor allem wenn Du auf meinen Einwand noch eingehen könntest.

Gruß Hans!

Naja, weiß nicht, ob ich das ganz so logisch und natürlich
finde. :smile: Das Laufen an sich wäre ja schon sehr real, wenn er
denn dem Befehl gehorcht. Was sagt er denn, wenn er dann
wirklich läuft? „estoy corriendo tan rápido como pueda“?
Allerdings kannst Du dann doch wirklich nicht mehr sagen, daß
die Situation virtuell ist.

Hi,

ich glaube, das Problem ist auch nicht viel anders als das, welches manche Spanischlernenden mit ser und estar haben.

Bei den meisten Beispielen leuchtet es ein (soy alemana, estoy triste),
bei anderen wieder will jemand argumentieren, warum ‚soy fotografa‘ - vielleicht mache ich ja irgendwann mal was anderes?

Aber das ist nur, weil wir es anhand von groben Richtlinien erklärt bekommen haben, die eigentlich dazu da sind, Logik in das ‚das ist halt so‘ zu bringen.

Im Spanischen sagst Du quasi ‚renne so schnell, wie es Dir möglich ist‘, und diese MÖGLICHkeit muss eben im subjuntive stehen.

Dies ist zwar kein passendes Beispiel, aber vielleicht trotzdem eine Hilfe(?):

Man sagt ja auch im Deutschen ‚wäre es in Ordnung, wenn ich xyz täte?‘, und nicht unbedingt ‚ist es in Ordnung, wenn ich xyz tue?‘,
genau wie ‚hättest Du was dagegen…?‘, obwohl wir auch ‚hast Du was dagegen…‘ sagen könnten.

Ok, ich sehe, eigentlich kann ich Dir auch nichts bieten, was es erklären würde.

Aber die Logik ‚dann kannst Du doch wirklich nicht mehr sagen, dass die Situation virtuell ist‘, ist in etwa die gleiche wie das Argument ‚warum SOY fotografa‘, wenn ich vielleicht nächstes Jahr was anderes mache?

You know what I’m trying to get at???

gruss, isabel