Nach den letzten Erkenntnissen wird vermutlich die Lehrersituation an unserem Gymnasium (NRW) keinen Grund zur Freude geben.
Überaltertes Kollegium, häufige Erkrankungen, aus Krankheitsgründen reduzierte Arbeitszeiten und kein Ersatz…
Es fehlen an unserer Schule Lehrer für Deutsch, Spanisch, Informatik, um nur die Fächer zu nennen, in denen es brennt.
Natürlich glauben wir alle an das Gute und hoffen, dass die Bezirksregierung noch Lehrer aus dem Ärmel zaubert.
Aber vielleicht hat ja noch jemand hier eine Idee, wie man verborgene Schätze findet?
also ich kenne jemand, der (mal wieder) als Lehrer für Mathe & Informatik arbeitet. Allerdings mit Vertrag, weil er über 50 ist und zudem haben die ihm noch 4 unbezahlte Stunden Physik aufgebrummt…
Vielleicht ist in der Richtung eine Lösung zu finden (wenn auch auf Dauer keine gute ). Ausserdem gehört Klappern zum Handwerk.
eine echte Hilfe kann ich dir nicht vorschlagen, aber vielleicht zumindest eine Anregung…
Vor ein paar Tagen habe ich mich mal auf den Seiten des Bildungsministeriums von Niedersachsen umgeschaut. Denn alternativ zur Erwachsenen-Bildung (Weiterbildungen, Umschulungen) interessiere ich mich dafür, als Lehrer an eine Berufsschule zu gehen.
Trotz Lehrermangel scheint es den Ministerien aber wohl immer noch angebracht, eine Ausbildung wie das Lehramtsstudium oder zumindest eine pädagogische Zusatzausbildung zu fordern.
Abgesehen davon, dass ich mir im Moment nicht leisten könnte, noch 2 Jahre zu studieren, hilft das auch nichts beim aktuellen(!) Lehrermangel.
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit der Schulen, auf das Ministerium einzuwirken, dass auch andere qualifizierte Lehrkräfte eingestellt werden. Denn die pädagogische Ausbildung auf dem Papier kann ja nicht alles bedeuten. Es muss doch auch möglich sein, z.B. durch Probeunterricht (wie Lehrproben bei Lehramtsstudenten und Probevorlesungen an Hochschulen) Leuten ohne Lehramts-Staatsexamen eine Chance zu geben. Nur weil sie den Schein nicht haben, bedeutet das ja noch lange nicht, dass sie nicht die Fähigkeiten besitzen.
Wenn der Weg übers Ministerium und dessen starren Vorgaben nicht sein muss, würden sich bestimmt auch qualifizierte Lehrkräfte in der Zeitung finden lassen.
Trotz Lehrermangel scheint es den Ministerien aber wohl immer
noch angebracht, eine Ausbildung wie das Lehramtsstudium oder
zumindest eine pädagogische Zusatzausbildung zu fordern.
das stimmt nicht ganz. Fuer bestimmte Faecher haben sie doch die Tore fuer Quereinsteiger geoeffnet. Ich fange jetzt zum Schuljahresbeginn in Niedersachsen an (hoffentlich, denn eine endgueltige Zusage habe ich immer noch nicht, und in 3 Wochen soll ich schon anfangen!), und mein ‚Fachvermittler‘ vom Arbeitsamt versuchte, mich nach NRW zu vermitteln, als ich ihm sagte, dass ich ins Lehramt will, weil die angeblich immer noch sehr offen fuer Quereinsteiger sind.
Man muss in Niedersachsen als Quereinsteiger zwar 3 Jahre zum Studienseminar gehen, aber dafuer bekommt man die Lehrentlastung in der Schule und die volle (normale) Bezahlung.
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit der Schulen, auf das
Ministerium einzuwirken, dass auch andere qualifizierte
Lehrkräfte eingestellt werden.
S.o. Zumindest in NRW und Niedersachsen ist es auf jeden Fall moeglich.