Ich habe in einem Drehstromnetz folgendes gemessen:
-Spannungen L1-L3 gegen Neutral ~230V
Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie an der Drehstromsteckdose von L1, L2, L3, jeweils 230 Volt gegen den Nullleiter (blauer Draht) gemessen. Das ist normal.
-Strom durch L1: 50A
-Strom durch L2: 20A
-Strom durch L3: 20A
Ich verstehe Ihre Angabe so, dass der Verbraucher, über den der von Ihnen angegebene Strom (50A, 20A, 20A)fließt, an L1 bzw. L2 bzw L3 und N(Nullleiter) angeschlossen ist. Ist das so richtig?
-Spannung N-PE: 170-200V ortsabhängig.
Über Freileitung oder Kabel erfolgt die Elektroeinspeisung der Verbraucher 4-polig: L1, L2, L3 und der PEN (Nullleiter und Schutzleiter in einem). Im Zählerschrank wird der PEN mit einer Erdung (Nullleiterstütze) verbunden. Der PEN wird aufgeteilt: Als PE(Schutzleiter) wird er zur Steckdose weitergeführt. Der gleiche Draht wird als N(Nullleiter) über den Fehlerstromschutzschalter zur Steckdose geführt. N und PE haben den gleichen Ursprung aus dem PEN. N und PE sind galvanisch miteinander verbunden. Der Innenwiderstand des FI-Schalters ist zu vernachlässigen. Mir ist es unerklärlich, dass Sie zwischen Nullleiter(N) und Schutzleiter(PE) 170 bis 200 Volt messen. Hier ist in der Elektroanlage etwas kaputt !!! So etwas ist bei einer intakten Anlage nicht möglich.
-Die dreissig zusätzlichen Ampère flossen gegen Erde.
-20A pro Phase flossen regulär, d.h. zwischen den Phasen oder
gegen N.
Leider habe ich vergessen, die Spannungen L1-L3 gegen PE
Bei einer intakten Anlage ist es egal, ob Sie gegen N oder PE messen. Die Messwerte sind gleich. Wenn Sie gegen PE messen, könnte jedoch der FI-Schutzschalter auslösen.
aufzuschreiben. Kann ich sie berechnen? Wie?
Guten Start ins neue Jahr!
Tansanit
Wenn Sie mehr wissen möchten, dann bitte ich um einen Schaltplan in Form einer Skizze mit eingetragenen Messwerten.
Ich wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches 2011.