Spannungsabfall?

Hallo,
ich habe einen 12Volt-Ringkerntrafo mit 25Ampere. Mit Kondensatoren nach dem Gleichrichter hätte ich eine Gleichspannung von knapp 17Volt.
Kann ich durch hintereinanderschalten von 7 bis 8 Dioden (mit einem Spannungsabfall von je 0.63Volt) die Spannung wieder auf 12Volt Gleichspannung herunter „transformieren“?

17V+ ----->|—>|—>|—>|----- 12V+
8x Diode (MBR2545)
17V- ------|MOD(TOO) Link klickbar gemacht

Hi Maxi,

das geht nicht so einfach.
Weil:
Der Spannungsabfall an den Dioden steigt etwas mit dem Strom der durch sie fließt, während die von dir gemessenen 17 Volt im unbelasteten Zustand sind (die Elkos laden sich auf die Spitzenspannung der Sinuswelle auf) und bei Belastung sinken.
Das funktioniert also nur, wenn du einen immer genau gleich großen Strom aus dem Netzteil ziehen willst.

Preisfrage: Muss die Ausgangsspannung des NEtzteiles wirklich genau 12 Volt sein, ist eine Leerlaufspannung von 17 Volt nicht zugelassen?
Die allermeisten (billigeren, unstabilisierten) Netzteile arbeiten auch so: Unbelastet 17 Volt (oder noch mehr!), bei Nennlast 12 Volt.

Gruß
BT

Hi BT,

danke für deine schnelle Antwort.
Wegen der Preisfrage: keine Ahnung!
ich möchte einen Verstärker damit betreiben. Da dieser eigentlich für die glatte 12Volt im Auto ausgelegt ist, wollte ich zur Sicherheit hier ebenfalls 12Volt erreichen. Den Verstärker (GTA200 von Blaupunkt) hab ich von ebay und somit leider keine Angabe, was die Maximalspannung ist.
Wenn ich keine Kondensatoren anschließe ist war die Spannung bei 12Volt, allerdings befürchte ich, dass man dann dieses berüchtigte 50Hz-Brummen hört. Außerdem bin ich nicht sicher, ob in dem Verstärker nicht irgendwo Kondensatoren sind, die sich dann auf 17Volt aufladen.

MfG
Maxi

PS: es ist übrigens der alte, weiße Verstärker.
PPS: ich hab den Verstärker schon mit einem 9Volt/1,4Ampere-Netzteil zum laufen gebracht. Es macht also nichts (hoffe ich), wenn die Spannung irgendwo zwischen 9Volt bis 12Volt liegt.

Hallo nighthawk,

hab sowas ähnliches schon mal mit AT PC Netzteilen aufgebaut, diese liefern 12V stabilisiert. Das mit den 17V dürfte nicht so kritisch sein, denn wie BT schon erwähnte sind die 17V nur eine Leerlaufspannung, die dann bei Last etwas einbricht. Car HIFI Endstufen werden schonmal mit 14,4V versorgt, wenn der Motor und somit die Lichtmaschine läuft. Da biste schonmal nicht mehr so weit weg von den 17V und diese wird ja noch etwas einbrechen. Ich reparierte schon oft verschiedene Endstufen(Hobby)für bekannte und weiß wie sie prinzipiell aufgebaut sind, im Versorgungseingang befinden sich Glättungskondensatoren, die mindestens für 25V ausgelegt sind(Überdimensionierung), über diese brauchst du dir keine sorgen machen. Danach kommt ein getaktetes Schaltnetzteil, Welches eine höhere interne plusminus Spannung erzeugt(etwa +/-17V gegen Masse intern)die stabilisiert ist und Eingangsspannungsschwankungen ausgleicht, deshalb arbeiten diese oft schon ab 9V-14,4V stabil. Und wird deine 17V auch noch ausgleichen können. Um wirklich sicher zu gehen könntest du ja z.B. den Hersteller deiner Endstufe anmailen, ob 17V noch O.K. wären, normal aber schon, vorallem wenn ein FET-Netzteil eingebaut ist, diese sind noch belastbarer. Ein 50Hz Brumm könnte aber trotzdem übergekoppelt werden, bei einfacher Glättung. Hatte bei meinen PC Netzteilen auch ein leises surren drin, obwohl diese mit etl. kHz getaktet sind, ich schaltete noch einen Filter davor schon gings.
Also viel Spaß noch beim basteln.

Schöne Grüße
itaka

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Um wirklich sicher zu gehen könntest
du ja z.B. den Hersteller deiner Endstufe anmailen, ob 17V
noch O.K. wären

hab ich schon im Mai gemacht. Bis heute nichts. Aber ich versuchs nochmal.

Ein 50Hz Brumm könnte aber trotzdem übergekoppelt werden, bei
einfacher Glättung.

Hilft es was, wenn ich mehrere Kondensatoren anschließe? Insgesamt so ca. 20’000µF?

ich schaltete noch einen Filter davor schon gings.

Wie schaut so ein Filter aus? Was macht der? Kann man den aus „normalen“ Teilen (Widerstand, Kondensator, Transistor) zusammenbasteln? Meine IC-Kenntnisse halten sich in Grenzen.

MfG
Maxi

PS: Was kann kaputt gehen, wenn die Spannung zu hoch ist? Für den Strom gibt es zum Glück Sicherungen, aber die für die Spannung…?

hi,

hab ich schon im Mai gemacht. Bis heute nichts. Aber ich
versuchs nochmal.

das kenn ich…
Wenn es hilft, ich habe eine Endstufe übrig, zu Testzwecken. Eine Magnat Classic ebenfalls älter. Ich hab heute mal 17V mit einem Labornetzgerät angelegt. Ergebniss: Sie nimmt kaum mehr Strom auf und funktioniert einwandfrei, hab sie länger laufen lassen. Es wird auch nichts wärmer als sonst. Ich denke dass es deine dann auch verkraftet

Ein 50Hz Brumm könnte aber trotzdem übergekoppelt werden, bei
einfacher Glättung.

Hilft es was, wenn ich mehrere Kondensatoren anschließe?
Insgesamt so ca. 20’000µF?

je höher die Kapazität um so geringer ist die „Welligkeit“ der gleichgerichteten Wechselspannug, bei Last. Desto gringer auch der mögliche eff. Brummanteil. Aber mit Kondensatoren allein ist es nicht so effektiv. Übrigens hab mich vertan mit den 50Hz, wenn du einen Brückengleichrichter benützt, dann haste eine 100Hz Pulsspannung, also einen 100Hz Brumm. Ich kanns aber net sicher sagen ob die 20000µF reichen, es ist abhängig von dem Laststrom und der Beschaffenheit der Endstufe, du müsstest es mal testen.

ich schaltete noch einen Filter davor schon gings.

Wie schaut so ein Filter aus? Was macht der? Kann man den aus
„normalen“ Teilen (Widerstand, Kondensator, Transistor)
zusammenbasteln? Meine IC-Kenntnisse halten sich in Grenzen.

Der Filter(Entstörfilter o. Drossel) besteht aus Kondensatoren und Drosseln(Spulen)evtl. noch Widerstände, keine Angst, da sind keine IC drin :smile: z.B. siehe hier ein paar solcher Filter, es gibt sie auch fürs Audioeingangssignal:

http://www.caraudio24.de/Zubehoer/Entstoermaterial::…

Der Filter wird einfach in Reihe zur Plusader angeschlossen und gegen Masse, er hat 3 Anschlüsse. Der Entstörfilter für die Gleichstromversorgung(was du vielleicht brauchst) hat die Aufgabe Hoch-und Niederfrequente Störsignale herauszufiltern, so dass eine reine Gleichspannung auch bei Last entsteht. Man kann so einen selbst zusammenbasteln, aber damit er richtig funktioniert müssen die Bauteile richtig berechnet sein, und die max. Amplitude des Brummsignals mit einbezogen werden, was ich net weiß(Formeln sand nicht meine Stärke) und weil sie e relativ billig sind hab ich mir einen gekauft.

PS: Was kann kaputt gehen, wenn die Spannung zu hoch ist? Für
den Strom gibt es zum Glück Sicherungen, aber die für die
Spannung…?

In der Endstufe könnte das interne Netzteil beschädigt werden und zwar die Schalttransistoren, Vorwiderstände, oder die Ansteuerung dieser Transistoren. Es ist Bauarten abhängig, ob und wieviel Volt über der Nennspannung es verkraftet, d.h wie weit der Regelbereich für das einwandfreie funktionieren ausgelegt ist. Dieses Netzteil ist ja auch getaktet, wodurch selbst noch viel höhere Überspannungen erzeugt werden können, die den Schalttransistoren gefährlich werden.

mfg
itaka