Sparbirne an Bewegungsmelder immer an?

Hallo!

Kann mir mal jemand erklären wie das folgende möglich ist:

ich habe soeben eine Birne gegen eine 11 Watt Sparbirne von Ikea ausgetauscht. Sie leuchtet auch ganz gut, aber wenn ich den Bewegungsmelder auf „aus“ stelle, geht sie nicht aus, sie fängt nur leicht an zu flackern… Heisst dass jetzt, dass der Bewegungsmelder in Stufe aus noch leicht Strom an die Birne durchlässt?

Die normale Birne war ganz normal aus in Stellung aus! (Komischer Satz :smile: )

Hallo Fragewurm,

ich habe soeben eine Birne gegen eine 11 Watt Sparbirne von
Ikea ausgetauscht. Sie leuchtet auch ganz gut, aber wenn ich
den Bewegungsmelder auf „aus“ stelle, geht sie nicht aus, sie
fängt nur leicht an zu flackern… Heisst dass jetzt, dass der
Bewegungsmelder in Stufe aus noch leicht Strom an die Birne
durchlässt?

Die normale Birne war ganz normal aus in Stellung aus!

Ist relativ einfach zu erklären:

Es gibt dabei zwei Möglichkeiten:

  1. Der Bewegungsmelder ist ein Typ welcher die Versorgungsspannung über die Last bezieht. Dadurch fliesst immer ein kleiner Strom durch das Leuchtmittel. Dies hat den Vorteil, dass der Bewegungsmelder wie ein normaler Schalter einfach zwischen Netz und Last geschaltet werden kann, andernfalls würde man noch einen dritten Draht (N-Leiter) benötigen.
    Bei Glühlampen spielt dieser kleine Strom keine Rolle, einer Sparlampe löst dieser aber dieses flackern aus.

  2. Die Schutzschaltung über dem elektronischen Lastschalter lässt einen kleinen Strom durch die Sparlampe fliessen.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Keine Sparlampe verwenden. Bei einem Bewegungsmelder ist der Spareffekt unter Umständen sowieso nicht so gross.
  2. Einen Widerstand parallel zur Last einbauen lassen. Auch dies verringert den Spareffekt.
  3. Einen Bewegungsmelder einbauen, welcher mit Sparlampen zusammen funktioniert.

MfG Peter(TOO)

Hallo!

Kann mir mal jemand erklären wie das folgende möglich ist:

ich habe soeben eine Birne gegen eine 11 Watt Sparbirne von
Ikea ausgetauscht. Sie leuchtet auch ganz gut, aber wenn ich
den Bewegungsmelder auf „aus“ stelle, geht sie nicht aus, sie
fängt nur leicht an zu flackern… Heisst dass jetzt, dass der
Bewegungsmelder in Stufe aus noch leicht Strom an die Birne
durchlässt?

Die normale Birne war ganz normal aus in Stellung aus!
(Komischer Satz :smile:

Hallo Marco
Zum betreiben von Bewegungsmeldern mit kleinen induktiven Lasten wie z.B. Relais, Energiesparlampen oder auch Leuchtstofflampen gibt es RC Löschglieder , die verhindern dass der BW zu takten (wiedereinschalten) beginnt.
Zu finden bei www.Busch-Jaeger.de
Gruß schwubbi1877

Hallo Marco,

Das Problem das Du schilderst, ist darin zu begründen, dass bei schwach induktiven Leistungen (wie eine Sparlampe) beim Ausschalten sich eine Selbstinduktion einstellt. Diese ist gerademal so gross, dass sich die Induktionslast gegenüber der Sparlampe wie ein Schwigkreis verhält. Das ist dann auch das Flackern das zunächst mal verwunderlich ist. Wenn Du einen Bewegungsmelder mit einem mitgeführten Neutralleiter verwendet hast, reicht es vollkommen aus wenn Du eine Freilaufdiode parallel zum Schaltrelais auf den Neutralleiter führst.
Allerdings halte ich den Eisatz einer Sparlampe in Verbindung mit einem Bewegungsmelder für vergebene Liebesmühe. Der Spareffekt ist kaum spürbar. Da müsstest Du schon eine große Anzahl an BM´s haben um dort eine Sparleistung zu erzielen.

Gruß Michael

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Hallo,

Das Problem das Du schilderst, ist darin zu begründen, dass
bei schwach induktiven Leistungen (wie eine Sparlampe) beim
Ausschalten sich eine Selbstinduktion einstellt. Diese ist
gerademal so gross, dass sich die Induktionslast gegenüber der
Sparlampe wie ein Schwigkreis verhält.

Kannst Du mir grad noch erklären, wo der Kondensator von diesem ‚Schwingkreis‘ wohl sein könnte? Und wie groß wohl Induktivität und Kondensator so ungefähr sein müssten, dass man da ein Flackern sehen kann?
Gruß
loderunner

Das Problem das Du schilderst, ist darin zu begründen, dass
bei schwach induktiven Leistungen (wie eine Sparlampe) beim
Ausschalten sich eine Selbstinduktion einstellt.

Eine Sparlampe ist i.d.R. so aufgebaut, dass ein Gleichrichter einen Kondensator auflädt, aus dem sich dann die Elektronik bedient.
Eine Selbstinduktion würde bedeuten, dass es zu einer hohen Spannung beim Abschalten kommt.

Diese ist
gerademal so gross, dass sich die Induktionslast gegenüber der
Sparlampe wie ein Schwigkreis verhält.

Ich denke die Sparlampe sei selber die Induktionslast?
Zu einem Schwingkreis gehören zwei: C und L.

Das ist dann auch das
Flackern das zunächst mal verwunderlich ist. Wenn Du einen
Bewegungsmelder mit einem mitgeführten Neutralleiter verwendet
hast, reicht es vollkommen aus wenn Du eine Freilaufdiode
parallel zum Schaltrelais auf den Neutralleiter führst.

Bei Wechselspannung!?!?! Bist Du narrisch?

Allerdings halte ich den Eisatz einer Sparlampe in Verbindung
mit einem Bewegungsmelder für vergebene Liebesmühe. Der
Spareffekt ist kaum spürbar. Da müsstest Du schon eine große
Anzahl an BM´s haben um dort eine Sparleistung zu erzielen.

Kommt auf den Einsatzzweck an. Natürlich ist es nicht sehr sinnvoll, eine Sparlampe, die erst nach ein oder zwei Minuten volles Licht bringt, an einem BWM zu hängen, der nach 1,5min ausschaltet.
Spezielle schnell startende ESL sind aber O.K.

Hi Marco,

wie man dir schon erklärt hat, gibt es Erklärungen für das von dir beobachtete Verhalten.

Grundsätzlich aber ist es „Un-Sinn“, an einen Bewegungsmelder eine Stromsparbirne zu hängen.
1.) Der Bewegungsmelder braucht sowieso dauernd etwas Strom, um auf Bewegungen überwachen zu können (z.B. 1/2 bis 5 Watt), während die Stromsparbirne bei Betrieb auch nicht mehr als 5 bis 15 Watt braucht.
2.) Die Stromsparbirnen brauchen alle eine gewisse Zeit bis sie volle Helligkeit haben.
3.) Die meisten Stromsparbirnen nehmen das andauernde Ein/Aus durch einen Bewegungsmelder übel (verkürzte Lebensdauer).

Gruß
BT

Moin,

2.) Die Stromsparbirnen brauchen alle eine gewisse Zeit bis
sie volle Helligkeit haben.
3.) Die meisten Stromsparbirnen nehmen das andauernde Ein/Aus
durch einen Bewegungsmelder übel (verkürzte Lebensdauer).

Dieses Gerücht ist scheinbar unausrottbar, seufz.
Das traf wohl zu, als die Energiesparlampen noch so gross wie Marmeladengläser waren (also vor ca. 20 Jahren). Für moderne Energiesparlampen von Markenherstellern trifft das definitiv nicht mehr zu.

Gruss Jakob

2.) Die Stromsparbirnen brauchen alle eine gewisse Zeit bis
sie volle Helligkeit haben.
3.) Die meisten Stromsparbirnen nehmen das andauernde Ein/Aus
durch einen Bewegungsmelder übel (verkürzte Lebensdauer).

Das traf wohl zu, als die Energiesparlampen noch so gross wie
Marmeladengläser waren (also vor ca. 20 Jahren). Für moderne
Energiesparlampen von Markenherstellern trifft das definitiv
nicht mehr zu.

Anmerkung 2 trifft - gerade im Außenbereich bei Kälte - weiterhin zu.

Moin,

Anmerkung 2 trifft - gerade im Außenbereich bei Kälte -
weiterhin zu.

Ich weiss ja nicht was Du da so verwendest. Ich habe im Aussenbereich die Duluxstar von Osram. Die startet auch bei starker Kälte hervorragend und erreicht sehr schnell den max. Lichtstrom. Daher schrieb ich ja auch „Markenware“. Da hat sich gerade in der letzten Zeit einiges getan.
Vorher hatte ich noch die alten Philips PL-T drin. Die starteten bei Kälte tatsächlich nicht so schnell.

Gruss Jakob

Hallo Jakob,

du gibst ja selber zu, dass sie ihre maximale Helligkeit „sehr schnell“ erreicht.
Sehr schnell ist aber ein Zeitraum, der dem menschlichen Auge durchaus auch mal lang vorkommen kann.

Die automatische „Hochregelung“ einer Stromsparbirne ist in vielen Einsatzfällen sogar angenehm - wenn man von einem dunklen Raum in einen ebensolchen geht, und dort dann das Licht anmacht. Dann kann sich das Auge in den paar Sekunden besser an die Helligkeit anpassen.

Wer die Stromsparbirne aber braucht, um schnell mal was hell beleuchtet zu sehen, und schon von einer gewissen höheren Grundhelligkeit ausgehend viel mehr Licht braucht, den stört das „Hochregeln“ eventuell schon.

Das gilt für Leuchtstoffröhren mit konventionellen Vorschaltgeräten noch mehr - das Geblitze bis zur Zündung und das Geflackere bis zu einer stabilen Lichtabgabe ist ja furchtbar.

Dass die Stromsparbirnen das schnell hintereinander ein- und ausschalten übel nehmen, habe ich immer wieder bemerken müssen.
Dabei setzte ich sowohl Billigst-Teile vom Wühltisch als auch Markenprodukte ein.

Und da sollte man doch davon ausgehen können, dass eine Marken-Stromsparbirne ihren 5 bis 10 mal höheren Preis durch eine entsprechend längere Lebensdauer wettmacht, aber -nix is.

Lediglich die Lichtfarbe - das abgestrahlte Spektrum - der Markenteile ist meist besser.
Gruß
BT

Moin,

du gibst ja selber zu, dass sie ihre maximale Helligkeit „sehr
schnell“ erreicht.
Sehr schnell ist aber ein Zeitraum, der dem menschlichen Auge
durchaus auch mal lang vorkommen kann.

Ich hatte es letztens hier schon erklärt. Selbst wenn eine Energiesparlampe am Anfang „nur“ 70% ihres max. Lichtstroms erreicht ist das schon deutlich mehr als bei einer herkömmlichen Glühlampe.

Die automatische „Hochregelung“ einer Stromsparbirne ist in
vielen Einsatzfällen sogar angenehm - wenn man von einem
dunklen Raum in einen ebensolchen geht, und dort dann das
Licht anmacht. Dann kann sich das Auge in den paar Sekunden
besser an die Helligkeit anpassen.

Wie gesagt, die von mir verwendeten Energiesparlampen erreichen äusserst schnell ihr Lichtstrommaximum.

Wer die Stromsparbirne aber braucht, um schnell mal was hell
beleuchtet zu sehen, und schon von einer gewissen höheren
Grundhelligkeit ausgehend viel mehr Licht braucht, den stört
das „Hochregeln“ eventuell schon.

Siehe oben.

Das gilt für Leuchtstoffröhren mit konventionellen
Vorschaltgeräten noch mehr - das Geblitze bis zur Zündung und
das Geflackere bis zu einer stabilen Lichtabgabe ist
ja furchtbar.

Das ist ja auch nicht Stand der Technik. Die Dinger verschwinden von Tag zu Tag mehr. VVG verkaufe ich nur noch in Ausnahmefällen. Sind wirklich nicht mehr gefragt und es lohnt auch nicht mehr seit EVG so billig geworden sind.

Dass die Stromsparbirnen das schnell hintereinander ein- und
ausschalten übel nehmen, habe ich immer wieder bemerken
müssen.
Dabei setzte ich sowohl Billigst-Teile vom Wühltisch als auch
Markenprodukte ein.

Dann nimmst Du die falschen :wink:
Probier mal die Facility von Osram.

Und da sollte man doch davon ausgehen können, dass eine
Marken-Stromsparbirne ihren 5 bis 10 mal höheren Preis durch
eine entsprechend längere Lebensdauer wettmacht, aber -nix is.

Nicht nur durch die Lebensdauer, auch durch den Energieverbrauch.
Das ist eigentlich der Sinn der Energiespar lampen.

Lediglich die Lichtfarbe - das abgestrahlte Spektrum - der
Markenteile ist meist besser.

Leider stelle ich immer wieder fest, wie vorurteilsbehaftet die Energiesparlampen sind. Lange Anlaufzeiten, nicht Schaltfest, zu kurze Lebensdauer. Alles leider unwahr, zumindest bei modernen Markenlampen.
Ich mach das nun schon über 10 Jahre und habe die Entwicklung der Energiesparlampen mitverfolgt (und verfolge sie natürlich immernoch).
Zwischenzeitlich gibt es von verschiedenen Herstellern spezielle Lösungen für (fast) jeden Anwendungsbereich. Ob Schaltfest, Temperaturfest, dimmbar, mit Lichtsensor oder Solarbetrieb, da gibts bald keine Lücke mehr.
Aber es ist schon Kurios: Die LED werden hochgelobt und die Energiesparlampen werden schlechtgeredet. Dabei ist es in der Praxis genau umgekehrt :wink:
Ich habe Energiesparlampen auch hier im Aussenbereich, und hier (mitten im Wald) brauche ich vernünftige Beleuchtung. Innerhalb der letzten 12 Jahre habe ich sie jetzt einmal tauschen müssen.
Letztlich erhalte ich ja auch von meinen Kunden ein Feedback. Die klassischen Allgebrauchslampen verkaufe ich kaum noch.

Gruss Jakob

Ich hatte es letztens hier schon erklärt. Selbst wenn eine
Energiesparlampe am Anfang „nur“ 70% ihres max. Lichtstroms
erreicht ist das schon deutlich mehr als bei einer
herkömmlichen Glühlampe.

Das prüfe ich heute Abend mal.
Rein gefühlsmäßig würde ich bei den mir bekannten ESL von 10-20% beim Kaltstart ausgehen.
Aber wie gesagt, ich habe gerade ne Dulux EL in den Kühlschrank gepackt (8° C), ich werde berichten.

Aber wie gesagt, ich habe gerade ne Dulux EL in den
Kühlschrank gepackt (8° C), ich werde berichten.

Das Ergebnis ist erwartungsgemäß.
In dem Raum, den ich mittels dieser einen Lampe beleuchtete, war direkt nach dem Einschalten (etwa 5s) eine Beleuchtungsstärke von 3lux zu messen. Nach 30s immerhin schon 25lux, nach 2min 75lux und die Endhelligkeit von 83lux waren nach 2:30min erreicht.

Ich werde bei Gelegenheit die „Facility“ Dinger mal testen und berichten.

Hallo!
Jetzt will ich mal (nachdem ich hier alle Postings gelesen habe!) hier auch meinen Senf dazugeben.
Unter Umständen gibt es eine ganz einfache Lösung: Es könnte durchaus sein, dass der Bewegungsmelder (BW) so angeschlossen wurde, dass der Nulleiter über das Relais geschaltet wird. Das hat zur Folge, dass an der Lampe immer die Phase ansteht. Bei einer Leuchtstofflampe reicht unter Umständen schon ein minimaler Kriechstrom aus, um das Gas in der Lampe zum (extrem leichten, nur im Dunklem zu sehenden) leuchten zu bringen. Also: einfach mal am BW Phase mit N vertauschen. Ich Wette, dass das Flackern dann verschwindet.

Gruß Andreas