Sparbuch reproduzieren?

Hallo,liebe Kenner der Finanzen!
Bitte sagt mir doch,ob es möglich ist,ein bereits aufgelöstes sparbuch bei einer bank wieder zu finden und es wiederherzustellen,um zurückliegende kontobewegungen nachzuvollziehen.
Geht das?
Vielen dank für einen tip!
Anne

HI Anne,

klar ist das möglich, sofern die Bank die Daten noch hat (also, wenn das Buch von Deiner Uroma 1916 aufgelöst wurde, bist Du n bisschen spät dran. Aber auch hier sollte die Aufbewahrungspflicht von 30 Jahren gelten - schlagt mich tot, wenns nur 10 sind)
Die Bank wird die Daten aber nur an berechtigte Personen, also dem alten Inhaber oder dessen Rechtsnachfolger bekannt geben und für den Vorgang nen spürbaren Geldbetrag verlangen, was damit zusammenhängt, dass bei vielen Banken nach Erlöschen des Kontos die Daten aus dem PC-Datenbestand auf Mikrofilm oder Bildarchive wandern und da erst wieder manuell rausgesucht werden müssen, was natürlich Arbeitszeit kostet.

Viel Erfolg

Uwe

Hallo Anne,
ein klares ja. Vorab bitte die Gebühren abwägen.
Viele Grüße
Oliver

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

–> Manuell geführte Mikrofilm / Bildarchive??? In welchem Zeitalter leben DIESE Banken??? Mikrofiche ist ja durchaus bei Banken üblich, aufgrund der Vorteile, aber die Banken, die in ihren Archiven keine fleissigen Roboter am hin und her huschen haben, haben irgendwas verpennt …Und nein, ich meine nicht „Roboter“ im Sinne der humanoiden ROboter, ich red von kleinen Greifarmen, wie bei ner jukebox, kombiniert mit ner einfachen DB und optimiert mit diversen goodies wie Scanner im Archiv sollte es kein Problem sein, aus einer beliebigen Filiale via DFÜ (oder moderner mit vpn oder Standleitung) innerhalb von 30 Minuten bis auf die Eingabe in das Terminal bei der Filiale vollkommen automatisiert auf sämtliche Daten im Archiv zuzugreifen.

Sagt mir wenn ich mich irre, aber ist es nicht seit einigen Jahrzehnten (naja, sagen wir seit zweien) sowieso üblich, parallel zu dem „analogen“ Archiv sowieso ein digitalisiertes genau für diese Fällevorzuhalten??

jm2ct

N8 /me

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Banken, die in
ihren Archiven keine fleissigen Roboter am hin und her huschen
haben, haben irgendwas verpennt

Wieso soll eine Bank für Sachen, die Sie Ihren Kunden sowieso schon einmal schriftlich ausgehändigt hat (obiges Beispiel SParbuch, oder auch Kontoauszüge) eine immense kostenintensive Technik vorhalten ?

ich red von kleinen
Greifarmen, wie bei ner jukebox, kombiniert mit ner einfachen
DB und optimiert mit diversen goodies wie Scanner im Archiv
sollte es kein Problem sein, aus einer beliebigen Filiale via
DFÜ (oder moderner mit vpn oder Standleitung) innerhalb von 30
Minuten bis auf die Eingabe in das Terminal bei der Filiale
vollkommen automatisiert auf sämtliche Daten im Archiv
zuzugreifen.

Tatsache ist, dass im Bankengeschäft vieles manuell läuft, nahezu jede Buchung (zumindest im Kundengeschäft) erfordert einen Beleg zwecks Beweisgründen. Alles zu digitalisieren wäre erstens teuer, und zweitens arbeitsintensiv. Und das für ne vergleichbar kurze Zeit für die es eine Bank aufbewahren muss ?
Nicht alles was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll, und vor allem auch kostentechnisch tragbar.

Sagt mir wenn ich mich irre, aber ist es nicht seit einigen
Jahrzehnten (naja, sagen wir seit zweien) sowieso üblich,
parallel zu dem „analogen“ Archiv sowieso ein digitalisiertes
genau für diese Fällevorzuhalten??

Ich denke vor 2 Jahrzehnten hatten noch nicht mal komplett alle Bankfilielen ein computergestütztes Buchungssystem. Und wenn, dann ganz frisch.
Digitalisierung hält m.E. immer mehr Einzug ins Bankengeschäft. So halte ich es z.B. für sinnvoll, dass Unterschriften per Bildschirm angezeigt werden können.
Aber die Vorstellung, die Du hast wird wohl ein Wunschtraum bleiben.
Was meinst Du, was Dich dann als Kunde eine Serviceleistung wie z.B. eine Belegkopie oder eine Duplikatsbescheinigung kosten würde ? Der Kunde hätte Sie dann zwar in 10 Minuten vorliegen, aber ob man auch den Preis bezahlen könnte oder wollte, bezweifle ich.

Gruß Stephan

Hallo Ulmo,

ganz klar eine Vorstellung von dir, die an den Realitäten vorbei geht. Auch wenn es technisch machbar wäre, ist es eine Kostenfrage so was zu betreiben. Die Kontoführungsgebühren wären nicht mehr bezahlbar.

Aufgrund des geringen nachzuforschenden Datenmengen wäre der Einsatz solcher Maschinen hochgradig unrentabel.

Allerdings - da gebe ich dir recht - sind seit ein paar Jahren (bei den meisten Banken die ich kenne so ab 1999/2000) die meisten Daten elektronisch abrufbar. Mit entsprechenden Ladezeiten aus den Archivservern der Rechenzentrale.
Ein Sparbuch ist hierbei weit weniger problematisch als ein Girokonto weil es ein „Sparjahreskonto“ als Übersicht gibt, während Griokonten i.d.R. monatlich archiviert werden.

Die Daten zuvor gibt es auf Mikrofichen und dann setzt sich eben mal ein Mitarbeiter ein paar Minuten hin. Wir ja wohl auch meist je nach Aufwand abgerechnet.

Gruß Ivo