Hallo ! Folgender Sachverhalt: Ich habe vor 5 Jahren ein Reihenhaus gekauft und die Finanzierung bei jährlicher Sondertilgung auf insgesamt 15 Jahre ausgelegt. Nun zeigt sich aber, dass das Haus mit zwei Kindern langsam zu klein wird. Ich würde daher gerne in spätestens 5 Jahren (keine Vorfälligkeitsentschädigung) dieses Haus verkaufen und ein Einfamilienhaus bauen.
Mir stellt sich nun die Frage was kleverer ist. Den maximalen Betrag weiter bis zum Hausverkauf sondertilgen oder lieber das Geld sparen, so dass man in 5 Jahren eine gewisse finanzielle Basis für das neue Haus hat.
Ich habe die Finanzierung vor 5 Jahren mit ca. 4% abgeschlossen.
Mir stellt sich nun die Frage was kleverer ist. Den maximalen
Betrag weiter bis zum Hausverkauf sondertilgen
Ich würde Sondertilgen, denn beim Verkauf des Hauses bekomst Du das Geld ja wieder zur Verfügung. Durch die Sondertilögung erhöht sich Deine laufende Tilgung weiter, sodaß der Efekt größer ist, asl wenn du das Geld zu Sparzinsen anlegst.
rein rechnerisch würde die Sondertilgung Sinn machen.
Nur ein Aspekt sollte dabei noch berücksichtigt werden:
Dieses Geld steht auch nicht mehr zur Verfügung.
Das heißt, das nun bewohnte Haus muß erst einmal verkauft sein, bevor
man daraus Liquidität bekommt.
Es könnte daher auch vorteilhaft sein, eine gewisse Liquidität zur Verfügung zu halten, falls das mit dem Hausverkauf nicht so problemlos verläuft. Denn sollte sich das verzögern und alle Liquidität wurde zur Tilgung des „alten“ Hauses verwendet, steht für das neue dann keine Liquidität zur Verfügung und es müßte alles finanziert werden.
Das hängt also von vielen Faktoren ab, die es jedoch zu bedenken gibt.
Wenn Geld für eine Sondertilgung vorhanden ist und der Guthabenzins für eine sogenannte sichere Anlage (Pfandbrief, Staatsanleihen der BRD etc.) in Höhe des Sondertilgungsbetrages nach Steuer höher (z.B. 5% p.a.)ist als der Schuldzins für das Hypothekendarlehen (4% p.a.), dann macht eine Sondertilgung wenig Sinn. Man kann das Geld mit einer Differenz von (in diesem Beispiel) 1% p.a. (= Gewinn) besser anlegen.
Derzeitig und wohl auch in den nächsten Jahren ist aber mit einem Bruttozins von ca. 7%p.a. (nach Steuer dann rund 5% p.a.) eher nicht zu rechnen, so dass eine Sondertilgung 4% p.a. netto Zins spart (denn die Schuldzinsen für eine selbstbewohnte Immobilie kann man in Deutschland im Gegensatz zu den USA leider nicht absetzen). Alles unter der Voraussetzung, dass keine Vorfälligkeitsentschädigung und keine sonstigen Kosten (Banken nennen das gern Gebühren) für Sondertilgung zu zahlen sind
Gruß
sebbistier
Hallo,
wie schon angedeutet, wie soll der Uebergang von einem zum anderen Haus ablaufen. Man wird kaum beide gleichzeitig kaufen/verkaufen koennen. Bleibt in der Uebergangszeit im Hotel wohnen oder beide Immobilien gleichzeitig zu haben. Dafuer waere Geld noetig, sondt kommt die Finanzierung mit 100 oder mehr Prozent sehr teuer.
Ausserdem ist zu bedenken, wie die Wertentwicklung von einem Stapel Geld oder einer Immobilie in den Jahren sein duerfte. Was behaelt eher Wert, was kann verlieren und wieviel. Das muss jeder in seiner Gegend und mit seiner Glaskugel betrachten. Und ein paar Modell(be)rechnungen machen.
Gruss Helmut