Ich denke, dass mein RAM-Riegel nicht mehr korrekt
funktioniert.(Bei der Installation verschiedenster Programme,
z.B. AntiVir, Acrobat Reader, Office bricht das Setup ab und
zeigt dauernd Fehler an wie .cab-Datei defekt, corrupted file
etc. … Außerdem brechen Programme ab, z.B. Internet
Explorer.
Es ist nach meiner Erfahrung höchst ungewöhnlich, dass Speichermodule mit der Zeit kaputt gehen. Entweder sie funktionieren schon beim Kauf nicht richtig oder sie funktionieren immer.
Deshalb hätte ich schon so meine Zweifel, dass die Probleme am Speicher liegen. Eher würde ich vermuten, dass der Speichercontroller oder die Spannungswandler deines Billigboards den Geist aufgibt, so dass der Speicher gleich mit korrupten Daten gefüttert wird oder aber nicht mehr ausreichend Spannung bekommt.
Windows XP wurde gerade neu installiert, weshalb ich
diese Programme nun dringend neu aufspielen müsste) Werde aber
noch mit memtest überprüfen, ob dies wirklich am RAM liegt.
Das ist ein guter Anfang, sagt dir auch nicht, ob es am Speicher defekt ist. Wenn er zu wenig Spannung bekommt oder der Controller im mainboardchipsatz die Daten vermüllt, zeigt memtest auch Speicherfehler an. Vielleicht besteht die Möglichkeit, das Speichermodul mal in einem anderen PC zu testen?
Nun zu meinen Fragen:
- Habe ein AsRock K7VT4+ -Mainboard, welches DDR PC2100,
PC2700 und PC3200 unterstützt(laut Handbuch). Sind die
DDR-Speicher mit höherer Frequenz(also DDR 3200) schneller auf
demselben Mainboard oder was sind da die Unterschiede?
Höher getaktete Speichermodule sind schon schneller. Aber vor allem benötigte man sie für die letzten Sockel A - CPUs (alle Athlon XP ab 2500+), da diese mit höheren FSB-Takten betrieben wurden und der Speichertakt mindestens dem FSB-Takt der CPU entsprechen muss, damit der prozessor mit voller Geschwindigkeit laufen kann. Ein Athlon XP 3200+ mit FSB400 läuft demzufolge nur mit DDR400/PC3200-Speicher korrekt und ein Athlon XP 2500+ mit FSB333 braucht mindestens DDR333/PC2700-RAM. Höher getakteter Speicher ist immer von Vorteil, niedriger getakteter Speicher führt dazu, dass der Prozessor nicht mit voller Taktrate läuft.
Außerdem habe ich auf eBay etwas von High-/ bzw. Low-Density
gelesen? Kann mir da jemand was zu sagen, da dazu nichts in
meinem Handbuch steht.
Ich kenne diese Begriffe nur von Floppy-Disketten. Da beschieben sie die Datendichte, mit der eine Diskette beschrieben wurde, auf HD-Disketten ging mehr drauf.
In der Artikel-Beschreibung stand was,
dass wenn das Board kein High-Density unterstützt, der
Speicherriegel evtl. nur mit 512 MB laufen würde. Dies hört
sich für mich relativ suspekt an… Weiß da jemand Bescheid?
Es ist hiermit wahrscheinlich gemeint, dass dein Mainboard auf jeder Speicherbank nur eine maximale Menge an Arbeitsspeicher verwalten kann. Das hängt vom verbauten Chipsatz ab. Eine Speicherbank entspricht einer Seite eines Speichermoduls. Wenn dein Mainboard jetzt z.B. auf jeder Speicherbank nur 512 MB verwalten kann und du verwendest einen 1024 MB - Speicherriegel, der auf beiden Seiten (enspricht Speicherbank 1 und 2) mit je 512 MB bestückt ist, wird dein Mainboard auch 1024 MB Arbeitsspeicher erkennen (also die maximal adressierbare Menge von 512 MB pro Speicherbank). Verwendest du ein Speichermodul, bei dem die gesamten 1024 MB auf einer Seite aufgelötet sind (entspricht Speicherbank 1), erkennt dein Board nur 512 MB davon, weil es eben auf der einzelnen Speicherbank nicht mehr als diese 512 MB adressieren kann.
- Hat jemand noch andere Erklärungsversuche für die
auftretenden Probleme?
Mainboard, CPU, Festplatte, evtl. Netzteil…
LG Jesse