Hi,
da man auf Deine Fragen ein Antwortbuch schreiben könnte, beschränke ich meine Antworten auf ein paar vereinfachte Erklärungen.
Magnetische Medien wie Floppys und Festplatten zeichnen die Information magnetisch auf, ähnlich wie bei einem Tonband. Feine ferromagnetische Partikel in der Trägerschicht werden durch ein magnetisches Feld des Schreibkopfes ausgerichtet.
Bei Optischen Speichermedien wird die Information durch einen Laserstrahl in einen Farbstoff eingeschrieben. Bei einer CD, wie man sie kaufen kann, passiert dies durch Pressung, aber hier kann man nur lesen. DVDs funktionieren wie CDs
Magneto-optisch kombiniert beide Verfahren. Ein Laser erwärmt eine Stelle, und nur dort kann ein Magnetfeld eine Änderung hervorrufen.
Die Curie Temperatur besagt, ab wann ein Medium seine ferromagnetischen Eigenschaften verliert.
Die Haltbarkeit ist begrenzt durch: Alterung, Oxidation der Farbstoffe bzw. der Kunststoffe und durch thermisches „Kippen“ der magnetischen Ausrichtung mit der Zeit. Dies geht natürlich um so leichter, je feiner die Strukturen sind.
Flashmedien sind Halbleiterbausteine, die Information wird über elektrische Ladungen gespeichert. Aber auch hier gibt es neue Entwicklungen, wo wieder MAgnetismus ins Spiel kommt.
Haltbarkeit ist begrenzt durch Verlust der Ladung mit der Zeit und chemisch-physikalische Effekte in den Schaltkreisen.
Zum Speichern kann man jeden physikalischen Effekt benutzen, wo eine Änderung hervorgerufen wird, die man nachher wieder nachweisen kann. Man will es halt möglichst klein und schnell.
WOllte ich etwas länger lagern, dann würde ich es kühlen und in eine Schutzatmosphäre verpacken.
Persönlich verstehe ich nicht genau, warum immer wieder Aufhebens gemacht wird um eine geringe Haltbarkeit digitaler Medien. Entweder die Information wird gepflegt, d.h. sie wandert immer wieder auf neue Datenträger, oder aber nicht, aber dann braucht sie auch keiner.
Liebe Grüße
Moriarty
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