Hallo liebe www’ler,
ich habe eine allgemeine Frage zu Hauptspeichermodulen.
Im meinem PC ist ein 256 MB DDR-Ram-Modul eingebaut. Dies ist
im Bios auf 100Mhz getaktet, entspricht DDR = 200 Mhz.
Ich nehme an, dass Du entweder einen Duron oder einen B-Athlon mit 100er Bustakt drin hast, ansonsten wären 133MHz Speichertakt natürlich wesentlich sinnvoller!
Nun habe ich festgestellt, dass sowohl CL2.0 als auch CL2.5
Module existieren.
Korrekt…
Wer kann mir den Unterschied erklären?
Na ich probier´s mal…
Das „CL“ steht für die sogenannte CAS-Latency (dabei steht CAS für „Column Adress Strobe“).
Stell Dir Deinen Speicherriegel als Matrix bestehend aus lauter Zeilen und Spalten vor (wie ein Excel-Blatt).
An jedem Kreuzungspunkt sitzt eine Speicherzelle, die bei einem Zugriff angesprochen werden muss. Dieser Zugriff wird durch das RAS-Signal eingeleitet (Row Adress Strobe, das heisst die Zeile in der die Speicherzelle sitzt wird angesprochen). Dann gibt´s eine Wartezeit (den RAS-to-CAS-Delay, manchmal auch im BIOS zu finden), bis das Spaltensignal (eben das CAS-Signal aktiviert wird). Nachdem das CAS-Signal angelegt wurde, um die Spalte der Speicherzelle (und damit die exakt gewünschte Speicherzelle) anzusprechen, vergeht noch eine gewisse Zeit, bis die Daten der Speicherzelle an den Pins des Speicherchips anliegen.
Und genau diese Zeit - vom Anlegen des CAS-Signals bis zum „Erscheinen“ der Daten an den Pins - ist die CAS-Latency (CL).
Diese Latenzzeit wird in Takten angegeben, d.h. 2 Takte bei CL2 und 2,5 Takte bei CL2.5. Jetzt kann man sich leicht ausrechnen, dass bei einem 133er Modul mit einer Zugriffszeit von 7,5ns und CL2 15ns vergehen, bei CL2.5 22,5ns…
Diese 25% wirken sich aber relativ wenig auf´s normale Arbeiten aus, da das CAS-Signal nur einen Teil des Speicherzugriffs darstellt.
Zudem wird bei sogenannten Burst-Zugriffen (d.h. Daten werden aus einer hintereinanderfolgenden Reihe von Speicherzellen gelesen) nur einmal das CAS-Signal benötigt (für die „Startzelle“), dadurch reduziert sich der positive Effekt einer kürzeren CAS-Latency noch weiter.
Hat die „Version“ auch Auswirkungen auf die optimale Taktrate wie:
CL2.0 = 100Mhz entsprechend DDR = 200Mhz
CL2.5 = 133Mhz entsprechend DDR = 266Mhz?
Naja…das kann man so nicht sagen. Aber im Prinzip ergibt sich die CL auch aus dem Takt, da eine Speicherzelle eben eine gewisse Zeit braucht, um ihre Daten abzuliefern. Sind das (wie im obigen Beispiel) 15ns, so lässt sich diese Speicherzelle bei 133MHz mit CL2 betreiben, bei 166MHz dagegen nur mit CL2.5. Aber es gibt bei allen Speichertypen sowohl CL2 als auch CL2.5-Varianten).
Allerdings sind CL2-Speicher speziell beim Übertakten sehr interessant, da sich mit CL2-Modulen in der Regel höhere Speichertakt-Raten erzielen lassen…(irgendwann muss man natürlich wieder die CL von 2 auf 2.5 hochsetzen!)
Grüße,
Sven
Gruß zurück…hier wurden Sie geholfen… 
Hoffe ich wenigstens…
Flox