Hallo Deutschsprachler 
Müsste es nicht richtigerweise „Speisenkarten“ heißen ?
Auf dem „Fressbrettl“ steht weder nur eine Speise darauf noch ist sie selbst zum Verzehr bestimmt.
Gruß
HM 
Hallo Deutschsprachler 
Müsste es nicht richtigerweise „Speisenkarten“ heißen ?
Auf dem „Fressbrettl“ steht weder nur eine Speise darauf noch ist sie selbst zum Verzehr bestimmt.
Gruß
HM 
Na ja,
genaugenommen ists nur eine Karte (wenns denn eine Karte ist),
praktischerweise wird diese geknickt.
Restaurants verwenden eher eine ganze Blattsammlung (wo nicht
nur Blattsalate zum Verzehr angepriesen werden). Im Zuge der
allgemeinen Toleranz kann das aber als „eine Karte“ durchgehen.
Zumal die sprachliche Unterscheidung, wenn es mehr als eine Karte(n)
gibt, schwierig wird.
Mit Speise n hast Du recht, aber da hat sich schon Karl Valentin
(Semmel n knödel) äußerst intensiv mit herumgeschlagen…
Mahlzeit!
Gerald
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Hallo.
Müsste es nicht richtigerweise „Speisenkarten“ heißen ?
Semmel n knödel n wurden ja schon erwähnt.
Enthält Kirschkuchen nur eine Kirsche? Im Hundekuchen ist nicht mal einer, geschweige denn mehrere Hunde. Kinderteller? Nimmt an der Bischofskonferenz nur einer teil? Muss man, um eine Suppenschüssel richtig zu füllen, einen Mischvorgang vorschalten? Zwiebelfisch http://www.spiegel.de/kultur/0,1518,k-4050,00.html
Gruß kw
SprachÄSTHETIK spielt ja auch ne Rolle
Schon, Herr Meyer, aber Speisenkarte klingt irgendwie holprig, oder? Es gibt einfach Worte, die besser klingen, wenn man sie etwas verändert. Freud hat z.B. seine erste Wortwahl „Narzißismus“ nicht gefallen, weil sie so holrig klingt, und er verzichtete dann auf ein „is“ und nannte es „Narzißmus“. Seinen Vornamen hat er übrigens auch von Si(e)gismund in Sigmund geändert.
Gruss, Branden
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Im Gegensatz zu „Speiseeis“, „Speisefarbe“, „Speisepilz“, (hier bezeichnet der erste Teil des Kompositums den Verwendungszweck) müßte es wirklich in Analogie zum „Thesenpapier“ „Speisenkarte“ heißen. (denn sie ist kein Eßpapier!) Die Sprache ist jedoch ein lebendes Gebilde und tendiert immer zur Vereinfachung und Verkürzung. Deshalb heißt es auch „Speise-“ und nicht „Speisen“-Gaststätte. Hier bezeichnet der erste Teil den Unterschied zur Gaststätte, in der hauptsächlich getrunken wird (regional „Trinkhalle“).
Für die Beziehungen zwischen den einzelnen Teilen von Komposita gibt es scheinbar keine feststehende Regel. Beispiel: Ausländerfeindlichkeit / Ausländerkriminalität. Sehe ich das richtig?
Carmen
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Hundkuchen
Im Hundekuchen ist
nicht mal einer, geschweige denn mehrere Hunde.
(In Asien schon)
Hi littlefool,
Essenskarte eher nicht; da müssen wir ein wenig bohren, wo das „s“ herkäme. Vom Genitiv wohl nicht - Karte des Essens - da stellen sich mir die Federn auf. Ein Fugen-S wird es auch nicht sein, siehe dazu etwas weiter unten die Essensmarken.
Speisenkarte aus Karte (Liste, Verzeichnis) der Speisen, das kommt schon hin. Auf den meisten Karten steht’s auch so.
Gruß Ralf
aber da hat sich schon Karl
Valentin
(Semmel n knödel) äußerst intensiv mit herumgeschlagen…
Karl Valentin sagte „Semmel n knödel n“, er
argumentierte ja auch: „Du kannst niemals aus einer Semmel mnehrere Knödeln
machen“ …
Gruß
Bolo2L
Hallo littlefool,
au, eher nicht: Das klingt mir so nach Rationierung (Lebensmittelkarte mit
-marken), oder zumindest nach Kantinenbons …
Gruß
Bolo2L
Hi Bolo,
„Du kannst niemals aus einer Semmel
mehrere Knödeln
machen“
hm, da wäre ich mir bei einigen Wirten gar nicht sooooooo sicher 
Gandalf
Hi Gandalf,
„Du kannst niemals aus einer Semmel
mehrere Knödeln
machen“hm, da wäre ich mir bei einigen Wirten gar nicht sooooooo
sicher
Das läse sich dann auf der Karte der lederbehosten, tümelnden Seppel-Gastronomie
so: Semmelknöderl
und wäre etwa tischtennisballgroß …
Gruß
Bolo
Ja, recht hast, war ein Flüchtigkeitsfehler meinerseits 
Gruß
Gerald
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