Hallo zusammen,
ich erwäge, meinen Diesel demnächst mit Speiseöl zu fahren. Ich konnte im Internet bisher nichts Nachteiliges in Erfahrungen bringen (außer den lösbaren Problemen beim Kaltstart). Auch der KFZ-Meister meines Vertrauens hat mir zugeraten.
Nun meine Frage. Wer kann mir eine Bezugsquelle für billiges Speiseöl in handhabbaren Liefermengen im Raum Köln/Bonn nennen ? Das beste Angebot, das ich gefunden habe, war 60 Cent pro Liter bei einer Abnahme von 1000 Litern. So eine große Menge kann ich nicht lagern, 100 bis 200 Liter wäre das Maß, mit dem ich umgehen könnte.
Bin für Tips und Hinweise dankbar.
Gruß
Nordlicht
Moinsen,
schau mal unter http://www.rerorust.de/ , da gibts neben ner Menge Tips auch eine Lieferantenverzeichnis.
Gruß
Markus
Im Supermarkt bekommst du alles Litergenau 
mfg Tim
Hallo!
Man kann sich im manchen Betrieben gebrauchte Tankpaletten für eine kleine Spende besorgen.
Das ist eigentlich eine gute umd platzsparende Lösung.
Getankt wird dann mit einer Handpumpe.
Aber trotzdem eine Warnung:
Das Pflanzenöl ist bei normalen Temp. „dicker“ als Diesel.
Normalerweise sollte das auf 60° vorgewärmt werden.
Ich würde da schon zu einer professionellen Umrüstung mit Kraftstoffvorwärmung raten.
Der MB Vito meines Freundes hatte nach einem Jahr Pflanzenölbetrieb einen Motorschaden, da ist ein Teil an der Steuerkettentrieb kaputtgegangen,welches die Einspritzpumpe antreibt.
Bei den VW- TDI- Motoren ist die Verbindung des Zahnriemenantriebsrades zur Kurbelwelle sehr schwach ausgelegt,
da hätte ich auch Bedenken.
Grüße, Steffen!
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Aber trotzdem eine Warnung:
Das Pflanzenöl ist bei normalen Temp. „dicker“ als Diesel.
Normalerweise sollte das auf 60° vorgewärmt werden.
Ich würde da schon zu einer professionellen Umrüstung mit
Kraftstoffvorwärmung raten.
Das habe ich vor. Der Preis des erhältlichen alternativen Kraftstoffes bestimmt die Renatbilität. Wenn ich vom Aldi Preis ausgehe (79 Cent pro Liter), dauert es mir zulange, bis sich die Umrüstkosten amortisieren. Bei den von mir ermittelten 60 Cent pro Liter geht es gerade so, aber wo bleibe ich in einem Einfamilienhaus mit einem 1000 Liter Tank ?
Bei den VW- TDI- Motoren ist die Verbindung des
Zahnriemenantriebsrades zur Kurbelwelle sehr schwach
ausgelegt,
Weiß Du Näheres zu Opel Fahrzeugen ( 2.2 Liter TDI Maschine ) ?
Im Supermarkt bekommst du alles Litergenau 
Hallo Tim
selbst zu Aldi Preisen, amortisiert es sich nicht schnell genug, deswegen suche ich eine preisewertere Quelle.
Gruß
Nordlicht
Hallo Steffen,
geht das zusammen? Pöl und Direkteinspritzer-Diesel. Braucht man nicht einen Vorkammer resp. Wirbelkammermotor?
Wer weiss es definitiv?
Schöne Feiertage
Bernd
Hallo Bernd!
geht das zusammen? Pöl und Direkteinspritzer-Diesel.
Bei Erfüllung einiger Voraussetzungen vertragen auch TDIs den PÖL-Betrieb. Man braucht 2 Tanks. Bis der Motor Betriebstemperatur hat, wird mit Diesel gefahren. Dann ist das Kühlwasser warm genug, um das Pflanzenöl vorzuheizen, damit dessen Viskosität sinkt. Die Umschaltung vom Diesel- auf den Pöl-Tank (oder gar auf festes Fett, Palmin o. ä.) kann automatisch erfolgen.
Ein paar Schönheitsfehler hat die Sache: Beim Kaltstart befindet sich von der vorangegangenen Pöl-Fahrt noch Pflanzenöl im Kraftstoffstrang bis hin zur Einspritzpumpe. Deshalb sollte man kurz vor dem Abstellen des Motors auf Dieselbetrieb umschalten, damit man beim nächsten Kaltstart keine Probleme mit der hohen Viskosität des Pöls in der Einspritzpumpe bekommt. Nicht nur die Einspritzpumpe könnte bei unsachgemäßer Bedienung der Umschaltung von einem Tank auf den anderen Zicken machen, sondern auch der Motor selbst. Pöl hat einen deutlich höheren Siedepunkt als Diesel. Ins Motoröl gelangtes Pflanzenöl verdampft nicht, sondern setzt die Schmierfähigkeit des Öls herab. Ölwechselintervalle sollten deshalb kürzer gewählt werden als beim Betrieb mit Diesel.
Außerdem: Bei Schäden an Motor oder Einspritzpumpe kann man auf keinerlei Kulanz des Herstellers hoffen.
Nach meiner Einschätzung ist für den wirklich praxistauglichen Betrieb mit Pöl ein bißchen mehr Automatisierung erforderlich als bisher üblich. So halte ich mindestens eine Warnung für nützlich, wenn der Motor ausgeschaltet wird, ohne daß zuvor auf den Dieseltank umgeschaltet wurde und der gesamte Kraftstoffstrang mit Diesel gefüllt ist.
Primitivlösungen, bei denen man im gewöhnlichen Alltagsbetrieb alle möglichen Sachen beachten und manuell umschalten muß, halte ich für untauglich. Betankung aus Aldi-Literflaschen und kleinen Kanistern wird dem Benutzer auch sehr bald auf den Keks gehen. Man muß die Möglichkeit haben, sich eine kleine und nicht zu primitive Pöl-Tankstelle einzurichten, die mindestens für die Anlieferung von Fässern geeignet ist.
Für den Mietshausbewohner mit Laternenparkplatz kommt vorhersehbar keine praxistaugliche Lösung zustande. Für Dieselfahrzeuge, die täglich nur über kurze Strecken bewegt werden und nur im Abstand mehrerer Wochen an die Zapfsäule müssen, lohnt sich der Aufwand nicht. Er lohnt sich auch nicht für Leute, die oft weit weg von zu Hause tanken müssen. Und schließlich kommt Pöl nicht für Fahrzeuge in Frage, für die noch die Sachmängelhaftung oder Garantie des Herstellers gilt.
Gruß
Wolfgang