Speiseöl

Ich hab in letzter Zeit immer öfter gehört, dass man seinen alten Diesel auch mit Speiseöl betreiben kann.
Jetzt wollte ich wissen, ob das wirklich funktioniert, oder ob es da Probleme wie Leistungsverlust oder Verharzung gibt.

Mein Dank sei mit Euch!
cu
Snoot

Also ich würde davon abraten. das geht wohl nur mit dem Elsbett-Motor, o.ä… Im gegensatz zu speiseöl(oder Rapsöl, im prinzip ähnlich) ist Biodiesel ja „umgeestert“, und selbst dann besteht noch die gefahr des aufquellens von dichtungen, schläuchen…
aber vielleicht weiss jemand mehr

Martin

Hi zusammen,

soweit ich weiß, raten sogar alle namhaften Hersteller davon ab, mit Biodiesel OHNE vorherige Umstellung darauf zu fahren. Mercedes hat, glaube ich, davon sogar ganz abgeraten.
Der Biodiesel muß wohl die Dichtungen auflösen, wie Du ja richtig sagtest. Leistungverluste sind mir jedoch nicht bekannt.

Bis denn dann,

Felix
240 TD, 5/84, 329.500 km

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Hallo
Also meint Ihr zwischen Biodiesel und Speiseöl gibts kaum unterschiede.
Das man für Biodiesel seinen Motor umrüsten muss, weil ätzend wirkt wusste ich.
Aber ich habs mir nochmal durch den Kopf gehen lassen und da viel mir ein das Speiseöl ja Steuerhinterziehung währe.
(Das ist eine Sauerrei einen mit Gesetzen zu Dieselkauf zu zwingen)
Ich werd also weiter die teure Brühe fahren, aber trotzdem vieln Dank!
cu
Snoot

Hi Michael,

tja, das geht wohl nicht anders … SCHNIEF !
Da hilft nur eins, sparsam fahren.
Weiß eiegntlich irgendjemand von Euch eine rationale Begründung dafür, daß DIeselautos so stark besteuert sind ? Liegt doch wohl kaum an den Emissionen, oder ? Benziner sind genauso giftig und umweltschädigend !

Bis denn dann,

Felix
240 TD, 329.500 km, 8 l/100km

Leider liegt es doch an den Emissionen und zwar an denen, die der Benziner nicht hat: Partikel, also Ruß. An den Rußpartikeln lagern sich nämlich kurzkettige Kohlenwasserstoffverbindungen an, die krebserregend wirken können. Die Betonung liegt auf „können“, da es meines Wissens keine wirklich gesicherten Erkenntnisse gibt, dass dem tatsächlich so ist. Nur eben hat die Bundesregierung einfach auf die Möglichkeit der Gefährdung hin die Möglichkeit ergriffen, das Staatssäckel zu bereichern. Ansonsten sind Diesel-Motoren sauberer als Benziner, besonders bei dem immer wichtiger werdenden CO2.

Noch ein Wort zu Speiseöl und Bio-Diesel. Reines Pflanzenöl hat gänzlich andere Verbrennungseigenschaften als Diesel und kann daher nur in Motoren mit ganz speziell darauf abgestimmten Brennverfahren verfeuert werden (->Elsbett-Motor, MAN M-Motor). Erst durch die Veresterung (-> RME, Biodiesel) verbrennt Pflanzenöl ähnlich wie Dieselkraftstoff. Damit gibt es aber halt die bekannten Probleme mit den quellenden Dichtungen.

Markus
Citroen XM 2.1 Turbo D, 1750km, 7.0l/100km

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Biodiesel
Kleine ergänzung,

soweit ich weiß, raten sogar alle
namhaften Hersteller davon ab, mit
Biodiesel OHNE vorherige Umstellung
darauf zu fahren. Mercedes hat, glaube
ich, davon sogar ganz abgeraten.

Stimmt nur teilweise, es gibt irgendwo eine Liste der freigaben für die einzelnen Hersteller, Motoren, ab fgst.-Nr…mit den entspr. Einschränkungen (zuerst Dichtungen wechseln, nach Umstellung den Dieselfilter wechseln, weil Biodiesel ablagerungen löst, usw.). generell sind die Hersteller natürlich zurückhaltend, weil ganz genau weiss es halt keiner. Und bevor jemnad mit kaputtem Motor Schadenserstaz haben will.
Aber noch zwei Punkte:

  • Biodiesel ist meist etwas günstiger als normaler Diesel.
  • Ein Motor, der mit biodiesel gefahren wird, riecht wie eine Friteuse aus dem Auspuff
  • Biodiesel ist im Prinzip CO2-neutral, d.h. es wird nur soviel CO2 frei, wie die Pflanze beim wachsen bindet. Aber um den Dieselbedarf in D zudecken, reicht die Anbaufläche wohl nicht.
  • In anderen Ländern wird biodiesel dem normalen Diesel beigemischt und das tut.

Aber eigentlich hat das alles nix mehr mit der ursprünglichen Frage zu tun…

Martin

früher mal: Golf D
5 l/100km

Aber ich habs mir nochmal durch den Kopf
gehen lassen und da viel mir ein das
Speiseöl ja Steuerhinterziehung währe.

Eben nicht!! Auf Diesel wird Mineraloelsteuer erhoben. Heizoel wird diesbezueglich beguenstigt. Wenn Du beguenstigtes Heizoel zweckentfremdet als Diesel einsetzt, begehst Du Steuerhinterziehung!
Anders liegt der Fall bei Speiseoel: Speiseoel ist nicht „mineralischen“ Ursprungs und unterliegt damit nicht der Mineraloelsteuer. Der Unterschied zwischen Heizoel und Speiseoel liegt damit im mieralischen Ursprung des Heizoels.

(Angabe ohne Gewaehr)

Gruss, Niels