Servus beieinander,
heut hab ich am Telephon eine sehr scharmante Weise gehört, wie man in einer e-mail-Adresse den „Klammeraffen“ buchstabieren kann: Nämlich als „A Stroodle“ - ich war hinterher von stundenlangem Heißhunger auf Heferinge gequält.
Wer weiß, was das für ein Slang ist (US-yiddish vielleicht)? Und wie es mit der Verbreitung ausschaut, genauer wo und wie man das so verwenden darf, ohne als mehr oder weniger meschugge betrachtet zu werden?
Schöne Grüße
MM
Wer weiß, was das für ein Slang ist (US-yiddish vielleicht)?
Und wie es mit der Verbreitung ausschaut, genauer wo und wie
man das so verwenden darf, ohne als mehr oder weniger
meschugge betrachtet zu werden?
In Israel. Du hast gut geraten.
Gruß
dataf0x
in Ungarn heißt der auch so:
nie gehört und ich hätte es auch nicht verstanden, wenn ein ungar jemals sowas zu mir gesagt hätte. (das andere, in diesem zusammenhang tatsächlich verbreitete wort schreibt man richtig „kukac“ und spricht es auch so aus, also mit einem c hinten dran.)
es spricht außerdem auch einiges dagegen: im ungarischen gibt es einen ganzen haufen lehnwörter aus dem deutschen, und ausnahmslos alle, die im deutschen auf -el ausgehen, gehen im ungarischen auf -li aus (nudel => nudli, pudel => pudli usw.). wenn schon, müßte es also strudli heißen. aber gerade für strudel gibt es „echte“ ungarische wörter.
das ungarische mag außerdem keine anlautenden konsonantenverbindungen, schon gar keine mit drei konsonanten. im laufe der sprachgeschichte werden solche bei lehnwörtern auf die eine oder andere weise aufgelöst. das müßte also schon eine sehr junge übernahme sein (weil weder an- noch auslaut verändert worden sind), und dafür gibt es nicht nur keine notwendigkeit, sondern auch keinen logischen mechanismus.
ungarische suchmaschinen liefern mir beim wort „strudel“ in erster linie deutsche rezepte oder speisekarten, in verbindung mit „kukac“ oder „@“ in der regel gar nix. auf anderen seiten zum thema @ steht bei ungarisch auch nix außer kukac.
fazit: nein.
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Hi,
da hat dann wohl wieder der Eine vom Anderen - wie es in den Zeiten des Internet so Brauch ist - fröhlich abgeschrieben, ohne sich der Quellen zu vergewissern. So genau wollte ich es zwar nicht wissen, trotzdem Dank für die Aufklärung.
Gruß Ralf
da hat dann wohl wieder der Eine vom Anderen - wie es in den
Zeiten des Internet so Brauch ist - fröhlich abgeschrieben,
ohne sich der Quellen zu vergewissern.
wird wohl so sein, wobei mir das bisher woanders wirklich noch nicht begegnet ist, also wüßte ich nicht, von dem er hätte abschrieben sollen. ich tippe eher darauf, daß irgendwo hebrew und hungarian zu nah beieinander standen…
So genau wollte ich es
zwar nicht wissen, trotzdem Dank für die Aufklärung.
so genau hab ich es auch nur erklärt, damit es nicht heißt „nur weil du es nicht kennst, kann es trotzdem sein“. und ich wollte ein bißchen angeben 