Spez. Wärme von Aluminium

Hallo,
mir gegenüber hat kürzlich jemand behauptet, Aluminium hätte eine unglaublich hohe spez. Wärme, das wisse kaum jemand. Muß ich zugeben, wußte ich auch nicht, wenn´s denn stimmt. Das hätte mir in der Vergangenheit mal sehr geholfen.

Ich finde in all meinen Büchern keine Tabelle, in der mal zumindest alle Metalle in einem Satz aufgelistet sind, so daß man sie vergleichen kann.

Kennt jemand eine solche Auflistung?
Danke für Tips Antal

Hallo,
mir gegenüber hat kürzlich jemand behauptet, Aluminium hätte
eine unglaublich hohe spez. Wärme, das wisse kaum jemand. Muß
ich zugeben, wußte ich auch nicht, wenn´s denn stimmt. Das
hätte mir in der Vergangenheit mal sehr geholfen.
Ich finde in all meinen Büchern keine Tabelle, in der mal
zumindest alle Metalle in einem Satz aufgelistet sind, so daß
man sie vergleichen kann.
Kennt jemand eine solche Auflistung?

Jepp, nicht nur ich, sondern auch Wikipedia. Und noch toller: Google findet mit der Sucheingabe „spezifische Wärmekapazität“ sofort Wikipedia und dortselbst bereits im ersten Absatz der Link auf die tabelle… *ggg*:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_spezifischen_…

Grinsegruß
Bernd

Hallo

Aluminium hat eine spezifische Wärme von 896 J / (kg K).

Eine Tabelle findest Du z.B. in Kittel: Einführung in die Festkörperphysik. Und den ganzen Hintergrund dazu. Jedenfalls was den Elektronenanteil der spezifischen Wärme angeht.

Gruß

Peter

Meine Tabelle steht im Tabellenbuch. Da ist auch die spez. Wärmekapazität aufgelistet. Aluminium hat 0,94kJ/kg*K. Habs mal verglichen und es stimmt wirklich.
Wasser ist sehr hoch: ca. 4,2kJ/kg*K
In der Nähe liegt Beryllium 1,02 und Beton 0,88 und Gips 1,09 und Magnesium 1,04 und Ziegel 0,9. Die anderen gebräuchlichen sind etwas tiefer. Eisen z. B. 0,47 Stahl ca. 0,5.

http://mecanique.org/tabellen/physik.html [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die anderen waren wieder schneller…
Ahhh… zu langsam…
grrrrrr

Rückfrage
Hallo,

mir gegenüber hat kürzlich jemand behauptet, Aluminium hätte
eine unglaublich hohe spez. Wärme,

So „unglaublich“ groß ist der Unterschied zu anderen
Stoffen keinesfalls.

das wisse kaum jemand.

Für Ing. und Techniker ist dieser Sachverhalt eher schon
Allgemeinwissen. Beim Einsatz von Kühlkörpern ist die rel.
hohe Wärmekap. eine eine nette Eigenschaft.

Muß ich zugeben, wußte ich auch nicht, wenn´s denn stimmt.
Das hätte mir in der Vergangenheit mal sehr geholfen.

In wie weit sollte das für techn. Lösungen wichtig sein ???

Die spezifische Wärme bezieht sich ja auf die Masse.
Es gibt da bei der techn. Nutzung einige Aspekte:

1. max. Wärmekap. bezogen auf die Masse: 
 Da ist z.B. ein Gefäß mit Wasser allemal besser als 
 ein massiver Alu-Klotz.
2. Max. Kapazität bezogen auf das Volumen:
 Auch da gibt es eine Menge Alternativen, mit besseren 
 Werten (z.B. Kupfer, Stahl, Topf mit Wasser) 


    
    Nun kann man sich noch eine Reihe anderer Randbedingungen 
    dazu denken: z.B. Max. Wärmekap. bei min. Masse und min. 
    Volumen. Da wären auch andere Stoffe deutlich besser:
    z.B. Wasser. 
    Wenn es dann noch mit mechanischer Festigkeit gepaart sein 
    soll, wäre z.B. Magnesium deutlich im Vorteil.
    Gruß Uwi

Hallo,
mir gegenüber hat kürzlich jemand behauptet, Aluminium hätte
eine unglaublich hohe spez. Wärme, das wisse kaum jemand. Muß
ich zugeben, wußte ich auch nicht, wenn´s denn stimmt. Das
hätte mir in der Vergangenheit mal sehr geholfen.

Vielleicht meinte er auch die hohe Wärmeleitfähigkeit, die laut wikipedia bei den gängigen Stoffen nur von Kupfer übertroffen wird. (Überrascht nicht: Die Wärmeleitfähigkeit korreliert meist mit der elektrischen Leitfähigkeit). Übrigens ist die Wärmeleitfähigktei von Diamant noch gut zehnmal besser als die von Alu! Das überrascht mich jetzt. (Trotzdem wird vermutlich niemand auf die Idee kommen, „Kühldiamanten“ einzsuetzen :wink: )

Michael

Doch, Kühldiamanten gibt es.
Hallo Michael,

(Trotzdem wird
vermutlich niemand auf die Idee kommen, „Kühldiamanten“
einzsuetzen :wink: )

in der Tat werden Diamanten oft (Regelanwendung???) eingesetzt um Wut von Frauen auf Fehlverhalten von Männern abzukühlen. :smile:
Ob das aber an der Wärmeleitfähigkeit direkt liegt wage ich auch mal zu bezweifeln, allerdings soll ein Diamant ja auch sehr schnell das Herz einer Frau schmelzen lassen, wie es von besten Freunden ja auch zu erwarten ist, oder?

Ciao, Holger

Diamant zur Kühlung
Hallo,

Vielleicht meinte er auch die hohe Wärmeleitfähigkeit, die
laut wikipedia bei den gängigen Stoffen nur von Kupfer
übertroffen wird.

Nö, besser sind auch Gold, Silber und natürlich Diamant.

http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeleitkoeffizie…

(Überrascht nicht: Die Wärmeleitfähigkeit
korreliert meist mit der elektrischen Leitfähigkeit).

ist die Wärmeleitfähigktei von Diamant noch gut zehnmal besser
als die von Alu! Das überrascht mich jetzt. (Trotzdem wird
vermutlich niemand auf die Idee kommen, „Kühldiamanten“
einzsuetzen :wink: )

Allemal ist man auf diese Idee schon gekommen.
Diamant wurde in der Mikroelektronik schon als Träger von
Hochleistungs-ICs benutzt, wegen der optimalen Wärme-
ableitung.
Gruß Uwi

Dank an alle u zusätzliche Erklärung
Also, jetzt eine generelle Replik auf alle Antworten. Und: Entschuldigung, daß es so lange gedauert hat; bin eben zu sehr beschäftigt.

1.: An Michael: Den Unterschied zwischen Wärme“leitfähigkeit“ und Wärme“kapazität“ kenne ich sehr wohl :smile:))

2.: Folgende Aufgabenstellung, stark vereinfacht, war gegeben: Eine Elektronikschaltung wird in ein (natürlich möglichst gut) wärmeisolierendes Gehäuse eingebracht, denn sie, die Elektronik, soll nachher durch sehr heiße Umgebung fahren (> 200° C) und dort möglichst lange aushalten (sagen wir mal: 1 Stunde, oder zwei?).

3.: Zulässig ist eine Einbettung/Ummantelung der Elektronik mit einem geeigneten Material, das gewissermaßen als Wärmesumpf dient.

4.: Als erstes sucht man natürlich nach einem Material mit möglichst hoher Wärme“kapazität“. Dieser Ansatz ist insofern per se schon etwas mangelhaft, als sich ja die Wärmekapazität auf das Gewicht/Masse des Materials bezieht, und wir wegen der natürlich begrenzten räumlichen Möglichkeiten eigentlich eine besonders hohe Kapazität, aber bezogen auf das VOLUMEN benötigen würden.

  1. Nur am Rande sei bemerkt, daß sich Metalle fast durchweg schlecht „anlassen“, weil sie nur aufwendig bearbeitet und an die Gestaltung der Elektronik angepaßt werden können, viel „tote Luft“ lassen. Außerdem besteht bei Elektronik immer die Gefahr des Kurzschlusses genau über diesen Wärmesumpf. Ungut. Daß Diamant wegen der schlechteren Bearbeitbarkeit auch ausfällt, muß nicht erwähnt werden.

6.: Aus demselben Grund ist Wasser, so schön es sich grundsätzlich anhört, „schlechter geeignet“. Zudem kommt: Wie will man es fassen?

7.: Zurück zur Aufgabenstellung: Da mal schnell in Google oder Wikipedia nachzusehen liegt auf der Hand. Was kommt raus: Eine Auflistung von vielleicht 7 oder 9 Metallen. Das sehe ich als mehr als schwach an angesichts dessen, daß wir über 100 Elemente haben!!! Und auch angesichts dessen, daß ich ja nicht Wert lege auf ein pures Element, mir wäre alles recht gewesen, wenn’s nur ordentlich viel Wärme speichern kann: Also Gips, Beton, ich spinne mal vor mich hin: Butter, Schinkenspeck, Hundesch…ße. Völlig egal, nur feste speichern muß es können.

Also, langer rede kurzer Sinn: Wikipedia, Google und Konsorten, inklusive aller Physikbücher ergibt nichts.

8.: Ein guter Tip war der von Peter: der Kittel ist eben immer sein Geld wert.

9.: Und ein noch besserer Tip war der von Elmar mit seiner geradezu phantastischen „Tabelle“. Sowas hab ich schon seit langem gesucht. Und während meines Studiums selber zusammengetragen, all das Zeugs, das man parat haben muß: Boltzmannkonstante und Lagrange Zahl und und und. Danke Dir Elmar. Das war hilfreich.

Allen, die sich den Kopf zerbrochen haben, vielen Dank Antal

Hallo, schau noch mal bitte zu : „Dank an alle“

Antal

Hallo Peter, schau noch mal bitte zu : „Dank an alle“

Antal

Hallo Elmar, schau noch mal bitte zu : „Dank an alle“

Antal

Hallo Michael, schau noch mal bitte zu : „Dank an alle“

Antal