hallo, bin selbst schon mehrmals monatelang mit nem grossen
rucksack als begleitung rumgetravelt…bei der dokumentation der
reise mit hilfe einer digicam und camcorder ist mir allerdings
aufgefallen, dass man die coolsten sachen immer verpasst, da man
nicht schnell genug den gewünschten moment einfangen kann.
ich studiere produkt design und möchte genau für solche reisen bzw.
solche situationen ein produkt entwerfen, das ziel sollte sein
innerhalb einer sekunde ein foto machen zu können (inklusive aus der
tasche holen, einschalten, etc.)
möchte auf diesem weg anregungen bekommen…habt ihr das gleiche
problem?..wie sollte eurer meinung nach die schnappschuss-kamera
aussehen? irgendwelche zusätzlichen wünsche? tipps und tricks? etc.?
oder vielleicht gibts auch schon was ähnliches?
Da gibt es keine Patentlösung. Ich habe meine (analoge mechanische) Spiegelreflexkamera immer dabei, weil ich darauf keinesfalls verzichten will. Für einen schnellen Schnappschuss kann man nur zusätzlich eine Kompaktkamera mitnehmen, die man so in die Tasche einstecken kann (ob analog und digital ist eine persönliche Sache).
Da ist mir der restliche Text etwas verschwunden:wink:
Aus der Sicht eines Hobbyfotografen sage ich dir noch Folgendes:
Du musst nichts Neues erfinden, weil es keine Eier legende Wollmilchsau gibt. Das gilt auch für die Fotografie. Es gibt eine so große Auswahl an Kameras, dass für jeden was dabei ist und wer sich mit Fotografie beschäftigt, wird sich das mitnehmen, was er selbst für bestimmte Zwecke benutzen möchte.
Wer sich ohnehin nicht mit Fotografie beschäftigt, der wählt einfach eine vollautomatische Kompaktkamera - davon gibt es aber inflationär genug.
die Digis haben einen ziemlichen Nachteil, die Batterien sind schnell leer.
Man kann natürlich einen oder mehrere (Sätze) Akkus mitschleppen, aber dann kommt schnell das Argument der Grammknauser ‚Und das Gewicht?!‘
Ich nehme zum Wandern eine gute alte analoge SLR mit, die notfalls auch ohne Batterie auskommt (Minolta SLR 101) und auch bei - 15 °C klaglos ihren Dienst tut.
Ich nehme zum Wandern eine gute alte analoge SLR mit, die
notfalls auch ohne Batterie auskommt (Minolta SLR 101) und
auch bei - 15 °C klaglos ihren Dienst tut.
Stimmt und das vergessen viele Leute in der Digitalhysterie (ich hab nichts gegen Digitalfotografie, aber etwas gegen diese marketingmäßig gepushte Hysterie). Meine gute alte Canon F1N ist mein unverwüstlicher Begleiter. Ich möchte nicht bei -15° im Karakorum Gebirge irgendwo meinen Kameraakku aufladen versuchen müssen. Daher sag ich ja: es gibt nicht die eine richtige Kamera (die Eier legende Wollmilchsau). Es kommt abgesehen vom persönlichen Geschmack darauf an wofür man eine Kamera verwenden möchte.
Der Nachteil dieser Kameras ist halt das Gewicht und das ist bei Rucksackreisen durchaus ein Problem. Ich hab mir extra für Rucksackreisen ein Universalzoom (Tamron Adaptall 28-200) gekauft und lasse meine Fixbrennweiten und das ganze Zubehör dann zu Hause. Die Kamera packe ich in einer eigenen kleinen Fototasche oben in den Rucksack. Das hat sich eigentlich bei meinen Rucksackreisen recht gut bewährt.
ich habe beim Kauf meiner Kamera extra darauf geachtet, dass ich SCHNELL fotografieren kann, habe die Kameras also alle ausprobiert. Es wurde dann nicht diejenige für EUR 350,- sondern ein Modell für EUR 199,-, denn die war schneller und unkomplizierter. Bislang habe ich es noch nicht bereut.
Wie muss die ideale Kamera aussehen?
Es darf nichts abbrechen können, und es darf auch nicht stören, wenn mal ein Brösel drankommt.
Alle Knöpfe müssen schön groß und gut zu bedienen sein - nicht so ein Fuzzelzeug wie bei neuen Handys.
Die Kamera darf nicht allzu teuer sein. Dann bleibt mehr Geld für die Reise selbst, und man zieht auch nicht so viele Diebe an.
Ansonsten finde ich es eher störend, wenn jemand im Urlaub dauernd nur am Knipsen ist. Wenn man was versäumt hat, dann erzählt man halt davon.
soll es mehr eine Designstudie/Experiment/Vision in Richtung „wir machen uns mal frei von allen Konventionen und technisch Machbarem“ werden, oder geht es eher um die bekannten Kameraformen an denen man durch die ein oder andere kleinere Innovation eine bessere Schnappschusstauglichkeit erziehlt?
Für ersteres könnte man ja z.B. mal an eine modulare Kamera denken, deren Optik man an der Sonnenbrille oder einem Stirnband befestigt, und deren Display man in eine Sonnenbrille einspiegelt, während die Zentraleinheit geschützt in einer Tasche verschwindet. Beim Griff an einen klassischen Zoomring am Objektiv schaltet sich das Ding automatisch ein und blendet das Kamerabild in die Brille ein. Auslöser dann ebenfalls an der Optik. Vorteil: Die Optik ist immer schon grob da, wo der Blick ist, man hat eine Einhandbedienung und muss kein Gerät erst groß auspacken/einschalten. Durch entsprechendes Gehäusedesign könnte man die Komponenten auch ohne Kabel direkt zusammen stecken und hätte dann eine „normale“ Kamera (mit 2. Display dann in der Zentraleinheit, an die man dann die Optik direkt ansteckt)
Oder wie wäre es mit einem Aufnahmeverfahren, bei dem beim Griff an die Optik sofort im Dauerbetrieb ausgelöst wird und man dann hinterher verwirft, was nichts geworden ist?
Bzgl. eher kleinerer Verbesserungen könnte ich mir eine innovative Kameratasche vorstellen, die die Kamera „einrollt“ und relativ hoch vor der Brust getragen wird. Also eine Art Stoffbahn, die man unten am Gehäuse festmacht und dann um die Kamera wickelt. Beim Lösen des Verschlusses rollt sich die Kamera dank Schwerkraft nach unten aus und wird dabei automatisch eingeschaltet. Sie hängt dann kopfüber mit Optik zum Träger vor der Brust und muss nur noch mit einem Handgriff zum Auge geführt werden.
Gruß vom Wiz
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bei der dokumentation
der
reise mit hilfe einer digicam und camcorder ist mir allerdings
aufgefallen, dass man die coolsten sachen immer verpasst, da
man
nicht schnell genug den gewünschten moment einfangen kann.
Da fällt mir noch ein, dass das eher ein typisches Problem von Digitalkameras ist, die eine sehr lange Auslöseverzögerung haben.