Spezifität bei Transaktionskosten?

Hallo!

Ich muss gerade für eine Prüfung aus dem Bereich Informationsmanagement lernen. In meinem Buch steht, dass die Spezifität die Haupeinflußgröße für die Transaktionskosten sind. Weiter steht da, daß effiziente Koordinationsformen von der Spezifität der zu erstellenden Leistung abhängen. Das verstehe ich nicht. Kann mir jemand erklären, was mit Spezifität überhaupt gemeint ist und wo der Zusammenhang mit der Koordinationsform besteht?

Rudolf Maleri: Gundlagen der Dienstleistungsproduktion, 4. Auflage, Springer Verlag oder mal unter MALERI im Internet suchen, da gibt es eine Menge

Hallo Sandra!

Wenn’s nicht zu spät ist…: „Der Späzifitätsgrad einer Transaktion ist um so höher, je größer der Wertverlust ist, der entsteht, wenn die zur Aufgabenerfüllung erforderlichen Ressourcen nicht in der angestrebten Verwendung eingesetzt, sondern ihrer nächstbesten Verwendung zugeführt werden. Dabei kann sich die Spezifität auf das erforderliche Know-how, auf die zu tätigenden Investitionen, auf Standort- und Logistkanforderungen, auf besondere Geheimhaltungs- und Sicherungsbedürfnisse und / oder auf anderweitige Verfahrensbesondereheiten beziehen“ (S. 43, Die grenzlose Unternehmung, A. Picot)…und „Spezifität der Aufgabe wird erst in Verbindung mit Opportunismus zum Problem“.

Ein einfaches Beispiel wäre: Du bist Kfz-Hersteller und ein Kunde verlangt ein nur auf sein Auto verwendbares Lenksystem zu liefern. In diesem Geschäft mußt Du enorme Vorinvestition tätigen…aber wenn er hinterher das System plötzlich nicht haben bzw. nicht bezahlen will, hast Du ein Problem! Und wo? Spezifität!

Generell gibt es: Für Leistungen geringer Spezifität sind Märkte effizient, für Leistungen hohen Spezifizätsgrades sind hierarchische Koordinationsformen eher effizienter…Denk noch mal nach, warum NASA oder ESA entstanden sind…

Das o.g. Buch und „The Nature of the Firm“ v. Oliver E. Williamson sind gute Literaturen.

Gruß

Michael