Hallo Kubi,
Daß in der Ecke nicht viel regnet, glaube ich ja gerne. Aber
seit 7000 Jahren nicht?? Das finde ich doch schon ziemlich
heftig. Hast Du dazu irgendwelche Quellen??
Das stand eben so auf dieser Internetseite (Link siehe mein früheres Posting). Ich hab mal nach seriösen Publikationen zum Thema Wetter und Klima im Alten Ägypten gesucht und zwei oder drei Sachen gefunden. Ich habe die Artikel noch nicht einsehen können - falls es dich interessiert, kannst du ja auch versuchen, dir die Artikel zu besorgen.
Klima und Wetter im Alten Ägypten (3.-1.Jahrtausend v.Chr.) (nach hieroglyphischen und ikonographischen Zeugnissen), Projektgruppe terrestrische Paläoklimatologie (mit E. Henfling), in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz 1984 ff.
Das Klima vom Alten Ägypten nach Hieroglyphenaufzeichnungen (mit E.Henfling), in: Klimaforschungsprogramm. Statusseminar 1989, hg.von der Gesellschaft für Struktur- und Umweltforschung, München 1989, 493-495
Atlas of Palaeoclimates and Palaeoenvoronments of the Northern Hemisphere. Late Pleistocene - Holocene, hg.von B.Frenzel, M.Pécsi und A.A.Velichko (mit E.Henfling), Budapest und Stuttgart 1992
Viele Grüße,
Annegret
Hallo,
mal ein bisschen aus meiner Ägyptologie-Nebenfach-Erfahrung: wenn die Sphinx wirklich älter wäre als die Pyramiden, hätten diejenigenm, die das behaupten, ein ernstes Problem, warum die Sphinx ausgerechnet da steht (von der kunsthistorischen Entwicklung, die ja recht klar nachzuzeichnen ist, mal garnicht zu sprechen). Die/der Sphinx ist logisch in den gesamten Komplex eingebunden, der über einen gewissen Zeitraum entstanden ist, so dass also auch das Argument „der Komplex wurde um die Sphinx herum aufgebaut“ nicht greift.
Interessant finde ich die Behauptung, es habe dort lange keine Regenfälle gegeben - auch wenn man es wirklich kaum glauben mag, aber die Sphinx wird vom modernen Kairo nahezu umschlossen, in Steinwurfweite! Und ich möchte mal wetten, dass sich nahezu jeder Kairene an Regen in seiner Stadt erinnern kann. Ich bin wegder Geologe noch Meteorloge, aber ich vermute mal, dass jeder Regenfall in der Wüste zu gewissen „Sturzbächen“ führen kann, wenn der Regen auf ein Steinplateu wie das Pyramidenplataeu von Gizeh fällt - dann fliesst as Wasser aber der Schwerkraft folgend ins Tal und damit genau an der Sphinx vorbei, die ja etwas tiefer steht. Hier finet also eine Potenzierung der Wassermenge statt.
Davon abgesehen gibt es, wenn ich mich recht erinnere, aus pharaonischer Zeit beeindruckende Berichte über stärkste Regenfälle („Unwetterstele“)…
Mein Fazit: kunsthistorische Entwicklung und mythologische Platzierung lassen den Schluss zu, dass die Giseh-Pyramiden (deren Datierung ja wohl unstrittig ist) und die Sphinx in einen zeitlichen Zusammenhang einzuordnen sind.
jr.j m=k hrw nfr
Christian