Hi 
Hallo
!
Mag ja sein, dass ich nicht so ganz im richtigen Brett bin,
aber nachdem es um die Spice Girls geht, verspreche ich mir
hier mehr Erfolg, als im Literatur Brett.
Lange Vorrede, aber jetzt komme ich doch noch zum Punkt:
Mein Kumpel wünscht sich zum Geburtstag die wohl gerade
erschienene Geri Halliwell Autobiographie.
Ich hab jetzt schon einige Seiten durchforstet, aber nichts
gefunden. Kennt irgendjemand den genauen Titel?
Den kenne ich seit ich folgende Seite gefunden habe: http://giga.de/dbout/reporter1/fullstories/nr8761.html. Falls die Seite nicht klappt: das Buch heißt „If only“
Hier kannst Du das Buch aus den USA kommen lassen, das müsste bis Weihnachten noch zu schaffen sein, wenn’s Dir den Aufwand und die Knete wert ist und Dein Freund gut Englisch kann: http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0385334753/qi…
Und einen Artikel aus der Berliner Zeitung habe ich auch noch für Dich:
_Geri ist wieder da. Unter Freunden populärer Unterhaltungsmusik mag ihr Wiederauftauchen aus der Rumpelkiste der Branche eher gemischte Gefühle auslösen, die Titelseiten der britischen Boulevardpresse aber haben ihr Urteil gesprochen: Geri Halliwell, vormalig Ginger Spice und als das rotblonde Busenwunder der Britpop-Band Spice Girls ein schlicht unvergessliches Element der jüngeren Musikgeschichte, ist wieder Gesprächsthema - für den Augenblick mindestens. Zunächst einmal geht es um Musik. Geri hat ihre dritte Single als Single eingespielt, ein Stückchen mit dem prophetischen Titel „Lift Me Up“ (Heb’ mich hoch). 140 000 mal ist das Lied in der ersten Woche nach seinem Erscheinen verkauft worden - damit ist Geri die Nummer eins in den britischen Charts. Emma Burton, die unter dem Alias „Baby Spice“ der geschrumpften Mädeltruppe treu geblieben ist, wurde durch ihre Ex-Kollegin auf Platz 2 der Hitparade abgedrängelt. Das hat die Szene-Kenner überrascht. Wie hat Geri das geschafft?
An musikalischer Qualität oder künstlerischem Talent muss es nicht zwangsläufig liegen. Wahrscheinlich sogar eher überhaupt nicht. Es gibt nur äußerst wenige seriöse Musikkritiker, die die „Spice Girls“ auf der Talent-Skala im oberen oder wenigstens im mittleren Bereich einordnen. Und dann noch ausgerechnet Geri Halliwell? Bei Gott, hat sie nicht sogar selbst eingeräumt, dass sie weder stimmlich noch tänzerisch über Talent verfügt?
Aber daran zeigt sich eben, dass es nur vordergründig um Musik geht. Denn Geri kann etwas ganz anderes gut, was in der Branche aber auch viel wichtiger ist: sich in Szene setzen. Geri hat zum Beispiel einen neuen Freund. Sein Name ist Chris Evans, er ist so rotblond wie sie selbst und in Großbritannien etwa, was Harald Schmidt in Deutschland ist. Chris Evans moderiert eine Pop-Sendung („TFI“) und ist allmorgendlich im Radio zu hören, auf einem Sender, den sich der junge Mann im vergangenen Jahr der Einfachheit halber gekauft hat.
So wie Geri nicht singen können muss, steht Evans dafür, dass Mann nicht besonders gut aussehen muss, um bei allerhand Kolleginnen aus dem Showgeschäft landen zu können. Nicht Schönheit hilft, zeigt sein abwechslungsreiches Privatleben, sondern ein guter PR-Berater. Der heißt Matthew Freud und ist, wie schön, ein Enkelsohn von Siegmund. Noch schöner (und passend) freilich ist, dass Matthew Freud auch Geri Halliwell berät. Chris und Geri konnten also nach dem Aufblühen ihrer jungen Liebe den gleichen PR-Agenten mit geeigneter Bekanntmachung beauftragen. Eher unwahrscheinlich, dass es so war, wie böse Miesepeter behaupten (und eifersüchtige dazu), dass Freud die Liebe erst zum Aufblühen brachte, indem er sie in Auftrag gab, zum geschäftlichen Nutzen aller Beteiligten. Zum Beispiel um Geris Autobiografie zu vermarkten. Autobiografie. Ganz richtig, eben ist das Wort Autobiografie gefallen: Das gesamte Leben Geri Halliwells, alle 27 Jahre, als Erzählung zwischen zwei Buchdeckeln. Verwunderlich. Noch mehr wundert man sich allerdings, wenn man das Werk (Titel: „If only“, zu deutsch: „Wenn nur“) liest. Es ist wirklich interessant geschrieben (was, mit Verlaub, leise Zweifel an der Autorenschaft weckt). Tatsächlich hat Halliwell auch allerhand erlebt, vor allem schlechte Zeiten. Erkenntnisträchtig ist die Geschichte insofern, als sie beschreibt, wie leer und sinnfrei ihr verzweifeltes Streben ist, endlich berühmt zu werden. Es mag wie ein Widerspruch scheinen, solches in eine Autobiografie zu schreiben, durch die die allgemeine Berühmtheit bekanntlich nicht gemindert wird. Es ist aber eben nie um etwas anderes gegangen: Die „Spice Girls“ sind berühmt dafür, irgendwie berühmt geworden zu sein, und das bleiben sie nun schlimmstenfalls für immer._
Gruß!
Chris