Es gab doch so ne Studie bei der rauskam, dass sich in Deutschland die akademische Laufbahn zunehmend nicht mehr lohnt, haben mir Kommilitonen erzählt!
Weiss jemand welche gemeint war? Sie soll irgendwie stark durch die Medien gegangen sein, aber ich hab’s net migekriegt, da ich (nicht mehr) Fernsehn schau oder Radio höre, sondern nur mal was im I-net seh
Ich hab ja garnicht nach Gründen gesucht, mein Studium abzubrechen (lach)
Nachwievor bin ich der Meinung, ein Studium ist (aus verschiedenen Gründne) was wirklich feines
Es ging nur um finanzielle Aspekte für wie viele Akademiker es sich nicht lohnt und so…
Natürlich darf man nichts in Statistiken hineininterpretieren, was sie nicht hergeben, doch ich wollte ja keine seitenlange Analyse schreiben (erst recht nicht, weil ich die Studie (noch) nicht kenne)
Es ging nur um finanzielle Aspekte für wie viele Akademiker es
sich nicht lohnt und so…
Aber: was haben diese Akademiker studiert und welche Qualifikationen
haben diese (studien- oder autodidaktisch bedingt) vorzuweisen ?
Und wo haben diese nach Arbeit gesucht ? Nicht vergessen: http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555…
… auf lange Sicht sollte man seine Bildung auch selbst in die Hand nehmen
Ja es stimmt, ihr habt Recht damit, aber davon sprach ich nicht! Und darum ging es hier tatsächlich nicht! OK, wenn man was mit Mathemaik macht, dann wäre es sicher gut, sich ein paar Programmierkenntnisse anzueignen und ich versuche ja selbst das schreckliche Windows XP gegen Linux zu ersetzen und damit umgehen zu können und damit meinen PC zu verstehen und meinen 7-Finger-Suchadler zu beseitigen, aber als Molekularbiomediziner kommt es v.a. oder eventuellen anderen Studienzielen von mir kommt es erstmal darauf an, dass man das kann, was man im Studium lernen sollte.
Trotzdem höre ich Zusatzvorlesungen aus verschiedenen interessanten Richtungen.
Aber es ging mir einzig und allein darum, was die Studie hergab.
Und dass man mit nem Archäologiestudium nicht gerade sicher fährt ist klar, also ist die Debatte darum nicht so praktisch, jedoch ist das bei Ausbildungen sicher ähnlichlich, dass manches besser ist als anderes.
also mit einem Studium verdient man sicherlich deutlich besser als ohne. Abzüglich natürlich der Zeit der Bescheidenheit und der Studienkosten.
Es gibt durchaus ganz unterschiedliche Amortisationszeiten beim Studium. (Mein Zahnarzt arbeitet z.B. paraktisch NUR für die Steuer und Nebenkosten. Komisch nur, dass er in einem so großen Haus wohnt und so ein großes Auto fährt.) Beim Weinen sind wir alle groß!
Welches Studium sich gerade lohnt, hängt ganz von der momentanen Lage ab. Als ich mein Physikstudium begonnen habe, waren die Jobaussichten super, als ich fertig war, waren sie bescheiden. Ein Lehramtstudium wurde damals als Beruflicher Selbstmord bezeichnet, wurden dann aber gesucht.
Traue keiner Studie und dem Spiegel oder Stern schon zweimal nicht. Seriöser ist die Zeit. Die Hochschulseiten dort sind meist recht gut recherchiert.
Gruß
Peter
Also ich kann jedenfalls nicht klagen.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Von der von Dir angesprochenen Studie habe ich nichts mitbekommen - ich bin Gott sei Dank vom Spiegel verschont …
Richtig ist die Behauptung aber insofern, als daß inzwischen ja jeder weiß: Deutsche Akademiker sind gnadenlos unterbezahlt.
Es gibt da einen schönen Begriff - „akademischer Zins“. Und der liegt hierzulange erschreckend tief. Soll heißen: Das Studium rechnet sich tendenziell immer später (bspw. im Verhältnis zum Arbeiter, der mit 16 die Lehre angefangen hat). Andersherum sind die Akademiker in Deutschland vergleichsweise absolut unterbezahlt - an jeder Ecke. Hervorstechend ist dabei vor allem das teils krasse Ost-West-Gefälle, was darin noch zusätzlich eingebettet ist.
Darüber hinaus ist man inzwischen bekanntlich schon den Studenten auf die Pelle gerückt, was die „freigegebenen Jahre“ in Sachen Sozialversicherungseinzahlung angeht.
Das ist doch alt und dennoch fragwürdig
Hallo Stefan,
schon vor ca. 15 Jahren hat mit ein Freund (Dipl.-Ing. Maschinenbau) gesagt, dass die Einkommensverluste während des Studiums im Vergleich zu einem Facharbeiter nicht aufgeholt werden.
ABER
Abgesehen von den wirlich fähigen Handwerkern (wie z.B. mein Nachbar), die nie arbeitlos werden, darf man aber in Zukunft davon ausgehen, dass Menschen OHNE höherwertige Ausbildung entweder WIRKLICH gut sind, oder arbeitslos.
In diesem Sinne ist die höherwertige Ausbildung die bessere Dauerkarte für das Berufsleben.
ich habe leider keine Quelle, die die Aussagen deiner Kommilitonen untermauern. ABER die Aussage ist mir keineswegs fremd und ich habe gehört, dass sich das Gehalt von Studenten und Azubis hinsichtlich der gesammten beruflichen Laufbahn kaum unterscheidet. Sprich, auf was durch verspäteten Eintritt ins Berufsleben verzichtest wirst du trotz später höherem Gehalt nicht recoupen.
Wenn man sich den Arbeitsmarkt ansieht, dann sehen die Perspektiven für beide Felder ernüchternd aus. Es kommt aber auch auf das Fach an. In „unökonomischeren“ Studiengängen werden oft ganz andere Tätigkeiten nach dem Studium wahrgenommen. Kenne Anglisten, Germanisten, Geographen, Physiker und Soziologen, die nach MA oder Dipl. nichts mehr mit der Materie selbst zutun hatten, sofern es keine Lehrämter waren. Andererseits sind die Stellen für Kaufleute und Juristen auch seltener geworden. Kenne einen Juristen, der der schlechten Zahlungsmoral von Gläubigern heutzutage zuspricht viel Glück mit einer Anwaltskanzlei haben zu müssen.
Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass man bei einem Studium sowieso in erster Linie einem persönlichen Bedürfnis nachkommt. Aus eigener Erfahrung mit einem Lehrberuf vor dem Studium möchte ich dem persönlichen Gewinn durch lesen wirklich interessanter Texte und Kontakt mit smarten Menschen während des Studiums eine hohe Wertigkeit beimessen. Ich war zwar beruflich recht erfolgreich, aber würde mich immer wieder dafür entscheiden zu studieren.
Man hat als Student zwar weniger Geld, aber das ist nicht alles im Leben. Büroalltag ist viel monotoner. Man lernt auch weniger interessante Menschen auf einer so unverkrampften Basis kennen.
So flüchtig, wie ich dich bisher kennengelernt habe, bringst du schon Eifer mit dich persönlich weiterzuentwickeln. Ich glaube deshalb nicht, dass du einen Ausbildungsberuf im Nachinein als die bessere Wahl bezeichnen würdest. Ein Studium ist schon was anderes.
schon vor ca. 15 Jahren hat mit ein Freund (Dipl.-Ing.
Maschinenbau) gesagt, dass die Einkommensverluste während des
Studiums im Vergleich zu einem Facharbeiter nicht aufgeholt
werden.
Auch wenn es stimmt was du sagst und ein „studierter Mensch“ kann die Einkommensverluste im Vergleich zu einem Facharbeiter nicht aufholen, bin ich trotzdem der Meinung, dass der Lebensstandart eines Hochschulabsolventen höher ist, da sein monatliches Gehalt höher ist. Der Facharbeiter mag in seinem Leben vielleicht die gleiche Summe verdienen, dafür arbeitet er aber auch einige Jahre länger, d.h. sein durchschnittlicher Lohn ist geringer.
Auch wenn es stimmt was du sagst und ein „studierter Mensch“
kann die Einkommensverluste im Vergleich zu einem Facharbeiter
nicht aufholen, bin ich trotzdem der Meinung, dass der
Lebensstandart eines Hochschulabsolventen höher ist, da sein
monatliches Gehalt höher ist. Der Facharbeiter mag in seinem
Leben vielleicht die gleiche Summe verdienen, dafür arbeitet
er aber auch einige Jahre länger, d.h. sein durchschnittlicher
Lohn ist geringer.
…wobei aber derjenige, der erst später Geld zu verdienen beginnt, auch erst später längerfristige Finanzierungen (Familie, Wohnung, Auto…) in Angriff nehmen kann, die monatlichen Ausgaben und Rückzahlungen in späteren Jahren daher entsprechend höher sind und es sich so wieder ausgleicht.
Grüße, Peter
stimmt, es ist ein alter hut, meiner mam wäre eine ordentliche ausbildung (=handwerk) damals auch lieber gewesen. hätte ich auf sie gehört wäre mir die promo in physik erSPARt geblieben…
stimt auch, erst heutzutage ist die akad. laufbahn aufgrund der stat. geringeren wahrscheinlichkeit einer arbeitslosigkeit in finanzieller hinsicht ‚erwägenswert‘. die frage ist, wie oft wird der handwerker heute auf seine lebenszeit gerechnet arbeitslos…wer ist ‚der handwerker‘…um im kontext zu bleiben, womöglich x% geselle und 100-x% meister, davon z% besitzer eines betriebs…
wäre die arbeitslosigkeit nicht, bin ich mir sicher, dass das mittlere verdienst des akademikers auf die geringere erwerbsdauer gerechnet nicht den sehr viel früheren einstieg des handwerkers (zb. auch zinseszins-effekt bei altersvorsorge o.ä.) wettmacht.
aber: who cares?
meine entescheidung war ganz sicher nicht im hinblick auf den späteren arbeitsmarkt, wo ich am meisten herausholen kann…wieso auch, welchen sinn hat das, was ist so schön daran im mittel xy tausend euro mehr zu verdienen?
ja, ok, ich bin naiv, manchmal ist das aber auch gut so…
stefan