Spiegelreflex als neues hobby

welche „manuelle“ spiegelreflexkamera eigenet sich besonders gut für Anfänger?

ps: ich dachte an eine minolta X-700 … schmerzgrenze preislich gesehen wäre so 150 € …bzw. unwesentlich mehr

Hi Susanne,

Glückwunsch zu deinem Entschluss ! Leider sind die heutigen Möglichkeiten für uns manuelle Fokussierer bzw. Zeitautomatiknutzer nicht sehr gut, da alle Welt auf die Bodies mit den vielen Knöpfchen, 8-fach kompensierten hochdifferenzialen Hyperbelichtungsautomatikausgleichkameraprogrammen steht und sich dann ein 100 Euro Objetkiv davorschraubt. Demzufolge ist die Zeit, in der eine Kamera ein ordentliches Metallgehäuse hatte und die Objektive sich nicht schon vom Anschauen verstellten so langsam vorbei, und ich trauere ihr nach. So, nun zu deiner Frage: mit 150 Euro kannst du da nicht viel reissen, du wirst kaum den Body für eine X 700 in halbwegs anständigem Zustand bekommen. Wenn doch, ist das sicherlich eine gute Investition - wenngleich ich mit meiner X700 nicht so zufrieden war (mechanische Probleme). Ich bin dann auf eine X300 umgestiegen - und sehr zufrieden ! Das wäre auch eine Möglichkeit für dich. Die X 300 hat halt keine Programmautomatik (wer braucht sowas !?), keinen Abblendhebel und keine Belichtungskorrektur um plusminus 2 Stufen, aber das kann man durch Korrektur mit der Blende bzw. der Zeit auch ausgleichen. Ansonsten eine durchaus solide, einfache Konstruktion, die auch keine „schlechteren“ Bilder macht als andere. Das wäre mein Tip: X 300 bzw. ganze Ausstattung bei Ebay bzw. dem Händler deines geringsten Misstrauens. Übrigens: du kannst dein Geld kaum besser investieren als in ein gutes Objektiv, denn das Objektiv ist dein Handwerkszeug und durch das Objektiv enstehen deine Bilder ! Bewerte den Body nicht so hoch, lass ihn andere als Statussymbol mit sich herumtragen. Sei schlauer und kaufe dir die höchstwertigen Objektive, die du dir leisten kannst ! Eigentlich würde ich jetzt gerne noch eine Lanze für die Festbrennweiten an Stelle der Zooms brechen, aber ich verkneife es mir :wink: Weiss ja auch garnicht, was du mit der Kamera vorhast.
Also, mach dich mal auf die Socken und stöbere mal bei den Händlern nach gebrauchten Kameras. Viel
Spass wünscht

Peter

moin,

dazu muss ich jetzt aber etwas sagen

Programmautomatik (wer braucht sowas !?)

gute einstellung!

keinen Abblendhebel

sehr ärgerlich (wie die tiefenschärfe kontrolieren?)

und keine Belichtungskorrektur um plusminus 2 Stufen, aber das
kann man durch Korrektur mit der Blende bzw. der Zeit auch
ausgleichen.

belichtungskorrektur ist bei der richtingen messung (spot oder mittelbetont) oft nicht nötig

meine empfehlung ist sich nicht eine kamera für „anfänger“ kaufen sondern in ein system etwas mehr geld investiren um nicht sich später eine „fortgeschrittenen“ kamera zu kaufen. von minolta muss ich persönlich abratten weil es ein sterbendes system ist (ich gebe der dynax-reihe noch 2 jahre). mein tipp wäre eine FM2 von nikon mit 50mm objektiv (f 1:1.8) für den anfang.

FM2: ca. 300 EUR
50mm: ca. 50-75 EUR
alles zustand A und wenn nicht von anfangan defekt ist die FM2 vererbbar.

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Die Kamera spielt keine Rolle. Wichtig ist, was der Fotograf damit für Fotos machen möchte. Es kommt also auf die Ausstattung an und dann sucht man sich die Kamera aus, die einem gut in der Hand liegt und mit der man zurechtkommt. Die Fotos macht nicht die Kamera, sondern der, der sie bedient. Scharfe Bilder machen alle, ob Minolta, Nikon, Canon usw.
Das Objektiv ist sehr wichtig. Was nützt die schönste aller Kameras, wenn ich dann ein Tamron oder dergleichen davorschraube.

Gruß,
Robert.

PS: Auf meine Abblendtaste möchte ich nicht verzichten.

moin,

Wichtig ist, was der Fotograf damit für Fotos machen möchte.

das ist wahr eine tolle ausrüstung macht keine tolle bilder aber es handelt sich bei meiner aussage um eine empfehlung (ich habe die x-700 gesehen) und die FM2 ist eben eine kamera aus dieser kategorie nur viel besser.

… muß es eine „NEUE“ sein ?
wenn nicht fotomagazin kaufen (enthält liste aller flohmärkte, kannst natürlich auch am kiosk reinschaun und wieder hinstellen :wink:)und den nächsten flohmarkt besuchen. oder die grossen händler abklappern. geht per internet.
ein sehr gutes preis leistungs erhältnis hat z.b. die bessa von voigtländer. und was das schönste daran ist - es gibt wechselobjektive satt von den unterschiedlichsten herstellern. und die auch gebraucht. du merkst sicher ich stehe auf gebraucht.
ich habe für meine nikon ein AF 1,4/50 mm , das roch noch nach neu, zum halben preis ergattert. (und auf den fotos steht kein hinweis: achtung mit gebrauchter optik aufgenommen!)
ich denke um alle kameras mal in der hand gehabt zu haben sind flohmärkte eine gute sache. viel erfolg

rewe

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Ich habe mir vor kurzem 2 Spiegelreflexkameras ersteigert: Die eine ist eine Cosina, die andere eine Zenith. Die bessere ist natürlich die Cosina, obschon die Zenith auch gute Bilder macht. Nun aber zum Wesentlichen: Die Cosina erstand ich für Eur 35, die Zenith für Eur 20. Ich habe die Aufnahmen mit meiner Minolta AF7000 verglichen. Kein Unterschied, jedenfalls nicht sichtbar.

Tach,

Programmautomatik (wer braucht sowas !?)

gute einstellung!

Stimmt!

keinen Abblendhebel

sehr ärgerlich (wie die tiefenschärfe kontrolieren?)

in den nunmehr 20 Jahren, in denen ich Photographiere, hab ich diesen Hebel ziemlich exakt nullmal benutzt und mithin nie vermißt, obwohl meine Kamera einen solchen hat. Aber das ist wie immer Geschmacksache.

von minolta muss ich persönlich abratten weil es ein
sterbendes system ist (ich gebe der dynax-reihe noch 2 jahre).

da hört man wieder den Propheten! :wink:
Woher willst Du denn das so genau wissen?
Die X700 sollte schon vor über zehn jahren eingestellt werden und wird heute noch produziert. Immer vorsichtig mit Prognosen, die betreffen nämlich die Zukunft!

mein tipp wäre eine FM2 von nikon mit 50mm objektiv (f 1:1.8)
für den anfang.

Das ist Geschmacksache. Ich hab einige Minoltagehäuse und kann sowas nur empfehlen - meine Meinung!

Gandalf

moin,

in den nunmehr 20 Jahren, in denen ich Photographiere, hab ich
diesen Hebel ziemlich exakt nullmal benutzt und mithin nie
vermißt, obwohl meine Kamera einen solchen hat. Aber das ist
wie immer Geschmacksache.

das du nie abblendest mag zwar geschmackssache sein ist aber spätest wenn man mit schärfeebenen arbeitet unerlässlich. oder bist du so ein profi der perfekt jeden schärfebereich bei jeder blende bei allen seien objektiven kennt?

da hört man wieder den Propheten! :wink:
Woher willst Du denn das so genau wissen?

minolta hat ihre entwicklungen im bereich der analogen fotografie sogut wie eingestellt, sie konzentrieren sich auf andere geschäftsfelder (digital, drucker,…) ausserdem haben sie keine konkurenzfähige gehäuse:
dynax9 aus edelstahl!! wer schleppt das denn wenn man keine azubis hat? die anderen mit plastegehäusen die anfangen zuquitschen wenn man sie in die hand nimmt.
das af system ist dem von canon und dem von nikon erstrecht unterlegen (AF-S??)
vielleicht sollte ich noch dazusagen das ich nicht denke das sie den namen dynax einstellen sondern die dynax-reihe wird endgültig in den bereich von der eos-300 bzw. f60 abrutschen wenn die produktion der dynax-9 bzw. dynax-7 sich nicht mal mehr aus prestigegründen lohnt.

Das ist Geschmacksache. Ich hab einige Minoltagehäuse und kann
sowas nur empfehlen - meine Meinung!

das mag zwar auch geschmackssache sein aber minolta macht eben keine konkurenzfähige gehäuse und ich würde auch nichts kritisieren wenn du canon vorschlagen würdest (ausser denn verschieden bajonetsystemen). als weiteres weiss ich leider nichts über die qualität der minoltaobjektive aber die von nikon sind die besten auf dem kleinbildmarkt.

linus

Hi linus,

das du nie abblendest mag zwar geschmackssache sein ist aber
spätest wenn man mit schärfeebenen arbeitet unerlässlich. oder
bist du so ein profi der perfekt jeden schärfebereich bei
jeder blende bei allen seien objektiven kennt?

Bei einer Spiegelreflexkamera ist es ein ziemliches Rumraten, wenn man die Abblendtaste drückt, was denn nun noch scharf ist und was nicht mehr. Selbst dann wenn man wie ich eine hellere Sucherscheibe ohne Schnittindikator und Mikroprismenring eingebaut hat. Mit diesem Brimbor ist das Zentrum eh völlig schwarz und da will ich mal einen sehen, der mir da was von Schärfenabschätzung erzählt!
Bei meiner Großbildkamera ist die Sachlage völlig anders. Das Format ist deutlich größer, dank des Einstelltuchs ist da Umgebungslicht weitestgehend weg und jetzt kann ich die Schärfenteife richtig gut beurteilen.
Wer so was bei KB kann ist in meinen Augen ein Zauberer (oder ein Angeber) (wovon gibt es mehr?! :wink: )

Gandalf

moin gandalf,

Wer so was bei KB kann ist in meinen Augen ein Zauberer (oder
ein Angeber) (wovon gibt es mehr?! :wink: )

das hat nichts mit angeben oder zauberei zutun du solltest vielleicht dir mal eine anständige kb mit anständigem objektiv krallen und du wirst feststellen, das das sehr gut geht. natürlich wirst auch mit der hellsten scheibe bei blende 22 nichts genaues erkennen aber darunter geht doch vieles und du solltest dir eine augenmuschel zulegen da hat man auch kein umgebungslicht.

linus

p.s. was für eine kb hast du? oder besser gefragt von wann ist die? in denn letzten jahren hat sich da sehr viel getan. meine f801 ist mit dem selben objektiv genauso duster wie meine f100 mit 3 (!) blenden mehr.

hi Linus,

in Deinem anderen Artikel weiter oben hab ich deine P:S:-Frage beantwortet.

Aber zum Abschätzen der Schärfe.
Ich hab mir in meine Kameras speziell helle Sucherscheiben einbauen lassen, weil, wie schon erwähnt Schnittindikator und Mikroprismenrin ab spätestens Blende 5,6 schwarz sind, was Du sicher auch schon festgestellt hast.
Wenn ich mal die Schärfentiefe abschätzen(!) muß, nehme ich diese komischen Markierungen auf dem Objektiv zuhilfe und damit bin ich bisher wesentlich besser gefahren als mit diesem ominösen Abblendhebel.
Allerdings sollte Dir auch bekannt sein, daß die Schärfentiefe auch davon abhängt, wie groß Du hinterher vergrößerst. Die Formel für die Schärfentiefe enthält bekanntermaßen ja keine Brennweite, sondern nur den Abbildungsmaßstab!

Gandalf

derdamitdiedikussionbeendet

moin gandalf,

in Deinem anderen Artikel weiter oben hab ich deine P:S:-Frage
beantwortet.

häh wo? du sagst nur alte minolta

Aber zum Abschätzen der Schärfe.
Ich hab mir in meine Kameras speziell helle Sucherscheiben
einbauen lassen,

einbauen lassen? das klingt nicht gut sowas sollte doch zum wechseln sein

weil, wie schon erwähnt Schnittindikator und
Mikroprismenrin ab spätestens Blende 5,6 schwarz sind, was Du
sicher auch schon festgestellt hast.

jawohl bei meiner zenit. ich hatte leider nie gelegenheit sowas in einer guten kamera wie der f3 zuerblicken aber meines wissens nach wird sowas schon seit ewigkeiten nicht mehr verbaut.

derdamitdiedikussionbeendet

na gut wenn du nicht mehr magst!

linus

Wenn du wirklich was manuelles willst, wuerde ich mich mal nach ner Olympus der ‚OM‘ Serie umgucken, falls es sowas guenstig in Deutschland gibt.
Gruss, Isabel

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Wenn du wirklich was manuelles willst, wuerde ich mich mal
nach ner Olympus der ‚OM‘ Serie umgucken, falls es sowas
guenstig in Deutschland gibt.
Gruss, Isabel

Hallo Isabel
Keine so gute Idee. Für die OM-1 und OM-2 gibts keine Batterien mehr. Und OM-3 und 4 sind ein bisschen teuer für Anfänger.
Gruss Carsten

??? Hier (in Irland) gibt’s die Batterien problemlos zu kaufen. Und die OM 10 (die eh andere Batterien verwendet) gab’s so fuer unter £150. 2nd hand natuerlich.

Hallo Isabel
Keine so gute Idee. Für die OM-1 und OM-2 gibts keine
Batterien mehr. Und OM-3 und 4 sind ein bisschen teuer für
Anfänger.
Gruss Carsten