eine Frage der Form 
zu „Spindel“ das Meyers Konversationslexikon:
„Spindel, i. d. Verkleinerung Spindelchen, ein Wort, welches für Spille üblich ist, und so wie dieses sowohl d. Begriff der langen dünnen Spitze, als auch der Bewegung um seine Achse hat. – 1. Mit dem herrschenden Begriffe der langen dünnen Spitze ist die Spindel in vielen Fällen ein langer dünner, entweder an einem oder an beiden Enden zugespitzter Körper, von welcher Art die Spindel ist, deren man sich noch in einigen Gegenden, besonders Ober=Deutschlands, zum Spinnen bedient, welche ein spitz zulaufendes Hölzchen ist, das man zwischen den Fingern der rechten Hand herumdreht. Man gebraucht dieses Werkzeug um Flachs darauf zu spinnen, damit es einen feinen Faden erhält, so wie man fast alle feine Garne zu Spitzen und Zwirne auf dieser Spindel spinnt. Dieses Werkzeug ist ein gedreheter Stock, der anstatt des Rockens dient, woran der Flachs gewickelt wird, welcher gesponnen werden soll, unten ist ein Brettchen, welches auf kurzen Füßen ruht, befestiget, worauf die Spinnerin die Füße stellt, und damit den Wocken festhält. Mit der linken Hand zieht sie den Faden aus dem Flachse, welchen sie an die Spindel anlegt, und indem sie mit der rechten Hand die Spille umdreht, so dreht sie zugleich den aufgezogenen Faden, und nachdem derselbe so lang ausgezogen worden, als die Spinnerin mit der rechten Hand reichen kann, so wickelt sie den fertigen Faden auf die Spille, welche unten an dem einen Ende eine runde Scheibe hat, woran sich der aufgewickelte und gesponnene Faden anlegt, und die Spinnerin wickelt den gesponnenen Faden kegelförmig auf, und wenn die Spille voll ist, so zieht sie das Ganze leicht von der Spindel, und spinnt solche von neuem voll. Mit einer bewunderungswürdigen Geschwindigkeit wird der Faden mit der Spindel gesponnen, und dieses so fein als auf keinem Trittrade;“
Mir geht es um die Form. Was seht ihr vor euch, wenn ihr „Spindel“ hört: den „spindeldürren“, graden, zugespitzten Stab oder diese Katzenpupillenform zwischen kreisrund und ganz schmal: in der Mitte etwas breiter, bauchig halt, an beiden Enden spitz zulaufend? Ich nehme an, der Fachausdruck für letztere Form ist „lentikular“, also linsenförmig? Ich quäle mich grade mit der Übersetzung von etwas Unübersetzbarem und probiere herum. Sorry, wenn ich euch auf die Nerven falle…
Danke!
Eva