nachdem mich das schon eine ganze Weile beschäftigt mal eine Frage:
Wenn man „gerne“ im Krankenhaus ist, hocherfreut reagiert wenn es heisst „Sie müssen leider ein paar Tage ins Krankenhaus“ - das ist doch nicht normal, oder?
Jeder den ich kenne, ächzt wenn er in eine Klinik muss.
Ich freue mich.
Ich fühle mich da geborgen, umsorgt und gut aufgehoben. Egal ob ich da bin wegen einer OP oder Geburt oder Diabetes - ich finde es schön da…
Ich kann das nicht erklären, aber normal ist das doch nicht, oder? Momentan ist mein Zucker nicht ok und ich hoffe fast, in die Klinik eingewiesen zu werden. Weia. *vornkopphau*
Jeder den ich kenne, ächzt wenn er in eine Klinik muss.
Ich freue mich.
Eine Sorge weniger im Leben und mehr noch: Ein Anlass mehr zur
Freude. Ich beneide dich.
Problematisch waere es erst dann, wenn du nur im Krankenhaus
gluecklich sein koenntest.
Die meisten hassen Mathematik. Ich nicht, ich mag sie. Die Frage, ob
ich normal sei, beantworte ich freudestrahlend mit NEIN.
Oder habe ich einen Nachteil deswegen?
tiefenpsychologisch gesehen gibt es eine gewisse übereinstimmung mit dem „im-krankenhaus-liegen“ und dem „bei-mama-im-arm-liegen“.
ist es so, dass ein mensch sich diesen zustand später wieder herbeiwünscht, hat er vielleicht nicht genug von der absoluten vollversorgung der mutter bekommen: essen, trinken, sicherheit, geborgenheit, unversehrtheit, wärme -das alles gibts auf krankenschein im krankenhaus!
zu grunde liegt der depressive grundkonflikt, bei dem das vertrauen in die sicherheit des nahen objektes (mama = erste umwelterfahrung) erschüttert ist. folge: man sehnt sich nach dem, was man nicht (ausreichend) bekommen hat.
es gibt sogar menschen, bei denen das zu regelrechter angst führt, die sofort beim betreten einer arztpraxis oder eines krankenhauses verschwindet.
diese menschen spinnen nicht, sie sind behandlungsbedürftig angstkrank.
vielleicht bist du so eine art vorstufe davon (wie wahrscheinlich millionen anderer).
nachdem mich das schon eine ganze Weile beschäftigt mal eine
Frage:
Wenn man „gerne“ im Krankenhaus ist, hocherfreut reagiert wenn
es heisst „Sie müssen leider ein paar Tage ins Krankenhaus“ -
das ist doch nicht normal, oder?
Jeder den ich kenne, ächzt wenn er in eine Klinik muss.
Ich freue mich.
Ich fühle mich da geborgen, umsorgt und gut aufgehoben. Egal
ob ich da bin wegen einer OP oder Geburt oder Diabetes - ich
finde es schön da…
Ich kann das nicht erklären, aber normal ist das doch nicht,
oder? Momentan ist mein Zucker nicht ok und ich hoffe fast, in
die Klinik eingewiesen zu werden. Weia. *vornkopphau*
Also ich würde erstmal sagen: ja!
Das hängt aber mit meinen panischen Ängsten vor allem, was irgendwie nach Arzt „riecht“ zusammen. Mir fällt es manchmal schon schwer, jemanden im Krankenhaus zu besuchen…nun gut, durch sehr häufige Besuche da in den letzten Monaten ist das etwas besser geworden, aber normalerweise war immer ich der der drin lag…
Aber ich habe Deine Vika mal gelesen: Kann es sein, daß Dir zuhause alles irgendwie zuviel wird. Du hast alleine die Verantwortung für die Kinder und den Hund und den Haushalt (und vielleicht noch einen Beruf). Da isses doch mal schön, abschalten zu können und „andere für sich arbeiten zu lassen“ oder meiner Meinung nach genausowichtig: Anderen die Verantwortung zu überlassen.
Das ist nur meine Laienmeinung und ich habe auch keine psychologische Ausbildung.
Aber wie wäre es denn, wenn Du Dir anderweits mal was Gutes tun läßt?
Ein Wellness-Urlaub ohne Kinder vielleicht?
Ansonsten würde ich befürchten, daß Du Dich irgendwann in Krankeheiten flüchtest, um Deinem Alltag zu entkommen.
Das ist doch gar nicht so verrückt.
Man ist gezwungen zum Faulenzen, man darf gar nichts machen. Nur rumliegen, lesen, essen am Bett, man muss nicht zur Arbeit, nicht sauber machen, keine windeln wechseln, Hausaufgaben kontrollieren, essen kochen… Wie Urlaub, nur ohne schlechtes Gewissen - man hat es sich ja nicht freiwillig ausgesucht, man muss ja.
Und wenn ich richtig kapiert habe, bist Du Diabetiker und wahrscheinlich öfters im Krankenhaus. da hat sich der Schrecken längst verloren.
Wenn andere jammern und stöhnen, wird die Angst wohl eine grosse Rolle spielen.
wenn Dein Krankenhaus in der Nähe modern und sauber ist und Du eventuell Einzel- bzw. Doppelzimmer bekommst, dann ist da purer Luxus.
Du würdest so nicht sprechen, wenn Du z.B. in England krank würdest.
Da gibt es fast ausschließlich noch Stationen, mit 20 Leuten in einem Schlafsaal etc.
Als Zahnbehandlung noch kostenlos war für mich, bin ich auch gern zum Zahnarzt gegangen.
Das bisschen Schmerz nahm ich gern in Kauf um ein paar schöne Brüste an mich gepresst zu bekommen. Einen Doppelpack gabs mal als ich kurze Zeit eine vollbusige Zahnärztin hatte. *schwelg in Erinnerungen*
Jeder den ich kenne, ächzt wenn er in eine Klinik muss.
Ich freue mich.
ich kann das verstehen, mir ging es auch immer so. Kann daran liegen, dass einem da alles abgenommen wird - du musst dich um nix kümmern, die tragen dir den Ar… nach und machen dich (im besten Fall) nebenbei noch gesund.
Ich kann es auch nicht genau erklären, aber obwohl ich beim letzten längeren Aufenthalt im Krankenhaus (der seinerzeit sechs Wochen dauerte) ziemlich große Schmerzen hatte und vorwiegend bewegungsunfähig im Bett lag, war es eine gute Zeit - hat vielleicht was damit zu tun, dass jeder um einen rumwuselt und sich kümmert???
ich glaube nicht, daß Du spinnst. Ich glaube nur, Du willst einfach mal für nichts und niemanden zuständig und verantwortlich sein müssen.
Ich kenne das Gefühl, seit ich selber Familie habe. Mein Mann war in der Zeit einmal im KH (nix Ernstes), und ich ertappte mich bei dem Gedanken „Der hat’s gut, muß sich um nichts kümmern“…
Ich glaube, so eine leise „Sehnsucht“ nach Krankenhaus zeugt davon, daß Du gerne mal alles hinter Dir lassen würdest, alle Verantwortung abgeben und es Dir selber nicht so gut eingestehen kannst. Wenn Du es könntest, dann könntest Du ja beherzt ja sagen zum Cluburlaub ohne Kinder. Nee, das willst Du ja eigentlich gar nicht.
Aber im Krankenhaus, da hat man ja einen „Grund“ und „darf“ mal alles die anderen entscheiden lassen… schon schön.
Also, solange es nur so ein leises Verlangen ist, finde ich nichts unnormales dabei. Dumm wird’s nur, wenn Du Dich außerhalb eines KH nicht mehr sicher fühlen kannst. Aber so schlimm scheint’s bei Dir nicht zu sein.
Versuche es - wenn’s geht - mit 'ner Woche Urlaub oder wenigstens einem Wellness-Tag ganz ohne Kinder und Hund. Wirst sehen, für den Anfang tut das genau so gut wie Krankenhaus.
Ok, danke… ihr habt mir die Sorge genommen, eine totale Vollmeise zu haben.
Ich denke es ist eine Mischung aus allem, sozusagen ein Ersatz für Wellness Urlaub, einfach umsorgt werden, sich um nichts kümmern zu müssen… ihr habt recht.
Ich habe auch keine Angst ausserhalb einer Klinik und will da rein um mich sicher zu fühlen… ich bin nur gerne da und lass mich „verhätscheln“.
Gut zu wissen, dass das relativ normal ist!!
ich habe mir mal die Antworten hier mehr oder weniger alle durchgelesen/überflogen. Es sprechen Dinge pro und contra.
Es gibt allerdings auch eine sehr extreme Variante dieser Krankenhausbesucher, was dann schon ziemlich krankhaft ist. Es nennt sich das „Münchhausensyndrom“ (auch im DSM IV aufgeführt).
Diese Leute erfinden dann lebhafte Beschwerden, um einen Aufenthalt im Krankenhaus zu erlangen. Meistens sind es akute Krankheitsbeschwerden, zu denen plausible und dramatische Vorgeschichten erzählt werden. Sie lügen hinsichtlich des Namens und der Biographie. Diese Beschwerden sind so gestaltet, dass der Arzt ohne zeitraubende Untersuchungen keine Klarheit gewinnt.
Diese Leute scheuen sich auch nicht vor schmerzhaften diagnostischen Eingriffen und verlassen heimlich das Krankenhaus. Einzelne Personen haben so teilweise bis zu 100 Krankenhäuser aufgesucht. Die führen dann auch ein Leben ohne menschliche Bindungen mit einem angepaßten Leben an diese Institutionen.
Das klingt ja auch erstmal alles nicht so dramatisch, sollen die Leute machen was sie wollen, denkt man und belasten damit die Krankenkassen.
Leider, muss man dazu sagen, gibt es noch die Münchhausen-Variante der Angehörigen, bei der die Eltern ihre Kinder mit Krankheiten zum Arzt bringen, welche sie ihnen selbst willkürlich zugefügt haben (künstliche Blutbeimengungen in den Urin, Versetzungs des Harns mit Traubenzucker, um Zuckerkrankheit vorzutäuschen, Hervorrufen von neurologischen Symptomen durch Gabe von Psychopharmaka).
Von daher, immer auch an die Schattenseiten denken.
weiß jetzt zwar nicht, was du von mir möchtest oder ob du mein Geschriebens ins Lächerliche ziehen willst, um hier ein paar Lacher zu ernten, aber nicht wenige Kinder sind durch sowas umgekommen oder haben lebenslange Schäden davongetragen, weil die Eltern psychisch labil waren/sind.
Bevor Du also sinnlos irgendeinen „Witz“ machst, denkt mal bitte darüber nach und informiere dich vorher, ehe du irgendwas von dir gibst oder gehe ins Witze- oder Plauderbrett.
Da gibt es so ein Geschäft… nennt sich glaub ich „Buchhandlung“, falls du mit dem Begriff „Bibliothek“ nichts anfangen kannst.
Und diese „Buuuuchhandlung“ ist unterteilt nach bestimmten „Themengebieten“ und dann gehst du mal in diese Abteilung und guckst dir mal ein paar medizinische Krankheitsbücher an, speziell fürs Studium geschrieben. Falls du nicht fündig wirst, kannst du auch eine Fachverkäuferin fragen (das sind die, mit den Namensschildern).
Und wenn du das gemacht hast, können wir uns gerne nochmal über diese Thematik weiterunterhalten.
Oder wenn du ganz viel Zeit hast, machst du mal ein Praktikum in einer Pychiatrie. Und wenn du DAS alles hinter dir hast, reden wir über weitere Gruselgeschichten, okay?
levi
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kann das sein, dass Du leicht zu negativen Übertreibungen neigst?
Das war die Kernaussage meines Beitrags zu Deinem ersten Beitrag. Diese Kernaussage hast Du ja nun gut mit Deiner Folgeantwort beantwortet.
Weiterhin wollte ich ausdrücken, dass ich Deine Aussage durchaus interessant fand und keineswegs ohne Hand und Fuß, was genauso für Deine Antwort zu meinem Beitrag gilt.
Ich freue mich schon jetzt auf weitere Beiträge von Dir, die auf die vorhandenen extremen Negative eingeht.