Hallo liebe Filmgemeinde,
habe mir heute das hochgelobte Machwerk des Herrn Emmerichs im Kino reigezogen (hat irgendwer eine negative Kritik in der Fachpresse gelesen?) und war schwerst enttäuscht. Ich habe auch sonst niemand jubelnd aus dem Kino kommen sehen…
Der Film war über große Strecken des Films einfach nur Langweilig.
Außerdem handelt es ich bei dem Film um das ausgelutschte „typisch Emmerich“ Konzept das schon in Gozilla u.a. Filmen von Ihm verwendet wurde.
Da wird der Film als Kritik in Sachen Klimaschutz angepriesen, obwohl die Haupthandlung eigentlich heißt: In vermurkster Vater-Sohn-Beziehung macht sich Vater heldenhaft auf um den Sohn aus der Gefahr zu retten.
Wie immer ein Spezialist, der es mit der Gefahr ohne Probleme aufnehmen kann, während die Familie in Gefahr heldenhaft und selbstlos überlebt.
Dazuhin verzettelt sich der Film in völlig sinnlosen Nebenhandlungssträngen die den Film in die Länge ziehen, aber leider kein bischen interessanter machen und mit dem eigentlichen Thema nur wenig zu tun haben.
So ist die (natürlich geschiedene… hatten wir das nicht schon in ID??) Frau eine hoch in der Karrieere stehende Ärztin, die so sackrisch doof heldenhaft bei einem krebskranken Kind zurück bleibt während die Stadt geräumt wird… natürlich werden die beiden von einem aus dem Nichts auftauchenden Krankenwagen gerettet.
Irgendwann wird der Film so langweilig, dass Emmerich sogar - völlig unpassend - ein Jagdszende mit Wölfen einfügt, damit man wenigstens Wach bleibt. Die Umsetzung hiervon ist ebenfalls mäßig, von der Überflüssigkeit ganz zu scheigen.
Weitere gibt es en masse…
Dann ist der Film noch voll von kleinen Fehlern wie z.B. eisbehangenen Kronleuchtern, von denen aufgrund des hohen Gewichts eigentlich nicht einer mehr hängen dürfte…
Klar dass auch der „Hoch-Lebe-Amerika“ Patriotismus nicht fehlen darf.
Was sich unter anderem in der Rettung hunderter Menschen die auf die Dächer stürmen um am Schluss gerettet zu werden manifestiert. Die haben alle über 100 Grad Minus problemlos überlebt.
Ich will nicht unterschlagen, dass ich mich so ca. 5 Minuten auch ganz gut amüsiert habe (interessant gemachter Wassereinbruch in NY den man allerdings schon aus dem Trailer kennt, illegal nach Mexiko einreisende Amerikaner *g*) - das ist aber bei der Filmläge nicht wirklich befriedigend.
Für mich eindeutig: „Kino meiden - Geld anderswo verkonsumieren“
enttäuschte Grüße Ivo
