Sprachen europäischer Länder, vereinigt Euch!?

Kann es sein, daß die Sprachen Europas großteils ineinander übergehen? Derart zusammenwachsen, daß ein Europäisch entsteht? In dreißig Jahren oder in hundert?

Vielleicht beginnend als Amtssprache, weiter als schulisches Pflichtfach, dann als Umgangssprache, letztlich als einzig verbleibende Sprache.

Und extrem: Muttersprache als Fremdsprache, als Geschichte oder als „Heimatkunde“.

Ich leide bei dem Gedanken, daß die deutsche Sprache den Bach runtergehen könnte.

Die Franzosen werden ihre Schrotflinten durchladen, die Briten kippen Gülle in die Downing Street, und die Italiener streiken sowieso.

Gruß!
Tino

Moin,

Kann es sein, daß die Sprachen Europas großteils ineinander
übergehen? Derart zusammenwachsen, daß ein Europäisch
entsteht? In dreißig Jahren oder in hundert?

Kann ich mir nicht vorstellen. Eher schon wird in fünfzig Jahren überall Ozeanisch, äh, Englisch gesprochen.

Ich leide bei dem Gedanken, daß die deutsche Sprache den Bach
runtergehen könnte.

Die geht seit zweitausend Jahren den Bach runter.

Thorsten

Kann es sein, daß die Sprachen Europas großteils ineinander
übergehen? Derart zusammenwachsen, daß ein Europäisch
entsteht? In dreißig Jahren oder in hundert?

Vielleicht beginnend als Amtssprache, weiter als schulisches
Pflichtfach, dann als Umgangssprache, letztlich als einzig
verbleibende Sprache.

Und extrem: Muttersprache als Fremdsprache, als Geschichte
oder als „Heimatkunde“.

Westfälisch oder friesisch Platt gibt´s weder in Geschichte noch in Heimatkunde.

Ich leide bei dem Gedanken, daß die deutsche Sprache den Bach
runtergehen könnte.

In Büttenreden oder ähnlichen Anlässen wird sie noch ein Weilchen überleben…

Die Franzosen werden ihre Schrotflinten durchladen, die Briten
kippen Gülle in die Downing Street, und die Italiener streiken
sowieso.

Und wem wird´s was nützen?
Allein das Geld bzw. der Geldverkehr wird Marschrichtung und -tempo vorgeben.

Gruß!
Tino

Gruß
Pat

unwahrscheinlich…

Kann es sein, daß die Sprachen Europas großteils ineinander
übergehen? Derart zusammenwachsen, daß ein Europäisch
entsteht? In dreißig Jahren oder in hundert?

Finde ich - anscheinend im Gegensatz zu meinen Vorrednern - eine
recht gewagte These. Natürlich besteht zwischen den euopäischen
Sprachen ein gewisser Austausch, was zusammen mit den ähnlichen
Wurzeln dazu führt, dass viele Wörter identisch/ähnlich sind,
jedoch sind das vor allem Wörter aus dem Lateinischen bzw.
solche, die auf Grund der Wurzeln in den verschiedenen Sprachen
ohnehin schon naheliegend sind.

In jedem Fall existiert dieser Austausch doch schon seit
Jahrtausenden, da werden sich die Sprachen nicht von Heute auf
Morgen verlieren…

Ich bin auch strikt gegen ein „europäisch“, da es nicht der
„europäischen“ Kultur entspricht. Wir leben nun mal in einer in
jeder Beziehung heterogenen Welt, das wird auch die
Globalisierung nicht grundlegend ändern können. Das darf sie aber
auch nicht wollen! Ist ja nicht so, als sollte am deutschen Wesen
mal wieder die Welt genesen…

(Suchen/Ersetzen: „deutschen“ durch amerikanischen,
französischen, spanischen, chinesischen, latzeburgischen,
*ergänzen Sie hier das Nationalitätenadjektiv ihrer Wahl*)

Wenn die Globalisierung auf Kulturverlust abzielen würde, würde
auch ich sie ablehnen. Kulturen gehen aber nur verlohren, wenn
ihre Vertreter es zulassen (müssen/wollen/…)

Und für mich wäre ein Sprachverlust auch ein Kulturverlust…

Eigentlich wollte ich meinen Artikel mit „Schwachfug“
überschreiben, aber das fand ich dann doch nicht allzu nett.
Jedenfalls glaube ich nicht, dass eine kulturelle Matschepampe in
Europa oder der Welt irgendjemandem gelegen käme bzw. dass das
jemals möglich wäre, jedenfalls, wenn ich meine bisherigen
Erfahrungen mit europäischer Kultur betrachte.

Gruß,
Stefan :smile: