Sprachkurs für Kinder ab 2 Jahren

Hallo, hat irgendwer Erfahrungen mit Sprachkursen für Kinder ab 2 Jahren? Ich habe da einen Artikel vom Mortimer-Club gelesen und fand das alles sehr interessant. Hat irgendwer sein Kind auch schon so früh an die zweite Sprache herangeführt?

Hallo Stefanie,
unsere beiden Kinder sind zweisprachig (deutsch/französisch) in D aufgewachsen, weil meine Frau Französin ist - aber diese „natürliche“ Zweisprachigkeit interessiert dich wohl weniger.
Ich weiß allerdings, dass es eine Reihe deutsch-französischer Kindergärten gibt - nur glaube ich kaum, dass dort mit den Vorschulkindern schon richtige Sprachkurse durchgeführt werden. Sie werden eher spielerisch an die andere Sprache herangeführt. Ein Beispiel habe ich gefunden:

„Durch Märchen aus beiden Ländern, Kinderlieder, Geschichten und Bilderbücher - wie dem „Kleinen Prinzen“ - sollen in ganz selbstverständlicher Weise fremde Sprache und Kultur vermittelt werden. Kindergartenleiterin Heidi Quéré spricht mit den Kindern deutsch, ihre Kolleginnen Edwige Burkart-Nourrichard und Valérie Goettmann reden französisch. „So werden die Kinder angeregt, auch die jeweils schwächere Sprache zu benutzen“, sagt Köpke. (esf)“
http://www.isoplan.de/aid/index.htm?http://www.isopl…

Klick dich mal durch ein paar Suchergebnisse, da findest Du bestimmt nähere Informationen
http://www.google.de/search?as_q=&num=10&hl=de&btnG=…
Gleich auf der ersten Seite gibt es mehrere Links
http://www.frz-kiga.wtal.de/d_links.htm

Grüße
gargas

Mortimer English
Hi Stefanie,

da kann ich Dir genau Auskunft geben: Ich unterrichte für Mortimer. :smile:

Grundsätzlich kann ein Kind in jedem Alter mit einer Fremdsprache anfangen. Und je früher, desto einfacher geht es.
Lustigerweise ist es tatsächlich so, daß die Minis am allerleichtesten und selbstverständlichsten lernen. In dem Alter ist das Gehirn noch sehr aufnahmefähig, der eigene muttersprachliche Spracherwerb ist noch so nah, daß sie automatisch lernen.

Wichtig ist, daß das Kind wirklich zu Hause oft die CD hört, die es mit dazu gibt, denn der tägliche Hörkontakt mit der Sprache ist wichtiger Teil des Konzeptes.

Natürlich kommt es trotz allem immer auch auf die Lehrerin an. Ich habe bei Mortimer Schulungen sehr tolle, fähige Kolleginnen kennen gelernt … und andere. :wink: Besuche eine Probstunde oder wohne einer Stunde bei, das ist kostenlos und unverbindlich, und entscheide dann.

Die Webseite von Mortimer ist übrigens hier (das ist der Dachverband):
http://www.mortimer-english.de/

Mein Sohn macht mit, seit er 2 1/2 ist, also seit einem Jahr. Mittlerweile läßt er oft englische Wörter in die Sprache einfließen, das ist ihm völlig selbstverständlich. („Guck mal, ein dog!“ oder „Sit down, dann zeige ich Dir das mal“).
Er liebt seinen Kurs und ist untröstlich, wenn er mal nicht kann. Ich würde es immer wieder tun.

Liebe Grüße,
Nike

Liebe Stefanie

Ich würde mich vergewissern dass es Muttersprachler sind. Sonst lernt dein Kind die Sprache nicht richtig.

Die meisten seriösen Anbieter beschäftigen nur Muttersprachler, keine Deutschen die sich innerhalb von ein paar Wochen/Monaten ein dubioses Zertifikat *gekauft = erworben* haben

Liebe Grüße
Siân

Mittlerweile läßt er oft englische Wörter in die Sprache
einfließen, das ist ihm völlig selbstverständlich. („Guck mal,
ein dog!“ oder „Sit down, dann zeige ich Dir das mal“).

siehst du das als vorteil? auch wenn es bei einem 3-jaehrigen niedlich klingt,wuensche ich ihm, dass er es in der schule dann unterscheiden kann.

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hallo:
wer hat denn da ein sternchen verteilt?

kinder in diesem alter (1-3) lernen ihre muttersprache nicht wie wir
eine sprache lernen, zu minsest nicht mit den exakt gleichen motiven.
für sie ist die sprache nicht ziel ihres lernens.
die sprache ist ein mittel um ihre ziele zu erreichen und ihre
primären bedürfnisse zu befriedigen. wenn sie durst haben und in
ihrem umfeld das wort für wasser „wasser“ ist, dann benutzen sie
dieses, wenn es „water“ ist, benutzen sie dieses. dabei ist es nicht
schlimm, wenn sie die sprachen mischen. wichtig ist, dass sie die
fremdsprache in einem klaren umfeld lernen, die selben personen
sprechen immer die selbe sprache, die selben rituale sind immer durch
die gleichen worte begleitet…
sucht mal mit eurer bevorzugten suchmaschiene nach den begriffen:
immersion + sprache.
dort werdet ihr interessante artikel zum thema finden.
(los, eigeninitiative)
für mich ist das die für die kinder natürlichste und sicherste art,
eine fremdsprache zu lernen.

gruß
fabian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Als ich die erste Antwort auf meinen Artikel gelesen habe, war meine erste Reaktion auch, dass ich es nicht gutfinde, wenn meine Tochter zwei Sprachen vermengt und z.B. sagt „Guck da ist ein dog“. Doch ich finde es spricht trotzdem viel dafür und ich werde mich auf jeden Fall weiter erkundigen und auch das Gespräch mit unserer zuständigen Mortimer-Club-Ansprechparternin suchen.

English
Lieber Fabian

Meine Schwester ist Erzieherin und Native Speaker.

Sie arbeitet bei einer seriösen Institution die nur Muttersprachler für immersive learning einstellt.

Mit freundlichen Grüßen
Siân

Hi!

Da würde ich aber sehr genau überprüfen wer da „lehrt“?

Qualifizierte Muttersprachler und Erzieher/innen, oder Deutsche die sich rasch den Schein gekauft/gemacht haben… und vielleicht mal lediglich 3 Monate in England waren.

Mit freundlichen Grüßen
Siân

lieber siam.

das ist ja schön, dann könntest du uns ja vielleicht ein paar
informationen zukommen lassen zum themer immersives lernen.
das deine schwester ihren job gut macht, will ja niemand bezweifeln…
und hat glaube ich auch niemand, oder??

dieser mortimer-unterricht ist ja eine gute sache, nur mit ein paar
stunden die woche wird das sehr teuer, bis die kinder eine zweite
sprache wie ihre muttersprache erlernt haben.
aber die wollen ja auch von was leben ;o)

liebe grüße
fabian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lieber Fabian,

Ich heiße Siân. Mir ging es in diesem Thread lediglich darum dass Qualifizierte Muttersprachler unterrichten sollen.

Ich möchte das Institut bei dem meine Schwester beschäftigt ist nicht nennen.

Hier ist Immersive Learning ganz gut erklärt finde ich. :wink:

http://www.gifil.de/immersivelearning/wasistimmersio…

Ich bin dreisprachig aufgewachsen. Ich habe nie die Sprachen vermischt, da haben meine Eltern stets sehr darauf geachtet.

Manche Kinder können dann weder die eine Sprache noch die andere.

Sicherlich mag man das unbedarfterweise als niedlich empfinden.

Spätestens in der Grundschule kommt dann das böse Erwachen.

Mit freundlichen Grüßen
Siân Taylor