Sprachreise Frankreich

Hallo,
meine 16-jährige Tochter möchte gerne in den nächsten sommerferien für 3 Wohen nach Frankreich . Wir haben diverse Kataloge für Sprachreisen gewälzt, am liebsten möchte sie in ein Internat (Residence/Global Village und wie sie alle bei „ef“, „ist“ usw. heißen). Hat schon jemand so eine Sprachreise mitgemacht ? Ich finde ja, die Schulen, vor allem die Zimmer sehen alle recht „oll“ aus für das Geld, dass man bezahlt. Dass auf diesen Reisen nicht soooo viel gelernt wird, ist mir klar, der Freizeitwert ist uns genause wichtig. Wäre prima, wenn wir einen Tipp bekämen .
Viele Grüße

Hallo Mone,

wie siehts denn mit dem konkreten Bedarf an Sprachunterricht aus?

Wenn der nicht so dringend im Vordergrund steht, ist das „Sprachbad“ ohne Unterricht, meine ich, fruchtbarer.

Eine Alternative, die mir nicht bloß hinsichtlich Sprache, sondern auch hinsichtlich Kultur, Zusammenkommen mit Gleichaltrigen aus vielen verschiedenen Ländern und einem sinnvollen „Freizeitwert“ in sehr guter Erinnerung ist - ich hab sie, inzwischen ein wenig gealtert, zwischendurch öfter empfohlen und immer positive Rückmeldungen bekommen - ist ein Workcamp in der Provence. Es wird bloß morgens einen halben Tag in einem Denkmalschutzprojekt gearbeitet (man kann dabei auch allerlei Handwerkliches mitkriegen), und die heißen Nachmittage hat man Zeit zum Baden, Reden, Kochen etc. Die Gruppen sind so zusammengestellt, dass das Französische im Vordergrund bleibt und bloß wenige Ausrutscher ins Englische stattfinden.

Weil die Arbeit trotz gemächlichen Tempos halt doch ein bissel Geld für die Gruppenkasse bringt, ist die ganze Geschichte bezahlbar. Allerdings sind die Gruppen betreffend Unterkunft eher auf Erbsen denn auf Rosen gebettet - die Gemeinde, in der das Projekt liegt, stellt z.B. ein Matratzenlager in der Turnhalle zur Verfügung. Fand ich mit siebzehn ganz klasse, übrigens.

Der Sommerhimmel über dem Luberon, das kleine weiße Wölkchen über dem Mt. Ventoux, die Lavendeläcker zwischen Apt und Digne sind nicht bezahlbar.

Näheres hier:

http://www.apare-gec.org/

Schöne Grüße

MM

Superbeitrag
Martin,

Du triffst den Nagel auf den Kopf. Danke für den Link, den kannte ich garnicht. Werde ich weiterempfehlen.

Gruss
Jörg

Hallo und vielen Dank für die superschnelle Antwort.
Ich persönlich finde deinen Vorschlag wirklich prima, meine Tochter hat allerdings andere Vorstellungen. Das „Flanieren und Shoppen“ an der Cote S´Azur sollte schon ein fester Bestandteil der Reise sein :wink:- ist eben ein typisches „Girlie“ . Auch ist ihr eine gute Unterkunft wichtig. Da sie allergisch auf Hausstaubmilben reagiert, kann ich das allerdings nur unterstützen, da muss schon regelmäßig sauber gemacht werden. Und sprachunterricht wäre auch schon nicht schlecht, obwohl, wie gesagt, nicht vorrangig. Werde deinen Vorschlag allerdings beim nächten Elternstammtisch weitergeben, war ganz neu für mich.
Grüße und schönes WE

Servus nochmal,

wie sich „ef“ in den letzten 25 Jahren entwickelt hat, weiß ich nicht, aber dieses Anforderungsprofil klingt ziemlich stark nach dem relativ teuren Veranstalter ef. Als ich mit ef in Oxford war, wars mir in der Gruppe ein wenig unheimlich, weil die geprägt war von Leuten, die „es sich leisten konnten“.

Umso besser war dann der Kontakt mit den Gasteltern, Haushalt eines gestandenen Bluecollars bei Leyland. Da konnte man auch gut die Geheimnisse der Gravey-Küche kennen lernen. Bloß Oxford English wurde dort nicht im eigentlichen Sinn gesprochen. (Aus der Erinnerung ungefähr „Noyce doye tawdoye, isn’t it?“)

Schöne Grüße

MM

Schüleraustausch?
Hallo Mone,

was genau bewegt Euch, in eine Sprachschule zu gehen statt einen Schüleraustausch zu machen? Ich kann nun so gar keine Erfahrungen mit Sprachschulen liefern, dafür aber aus diversen Schüleraustauschen.
Der grosse Vorteil war für mich, dass man wirklich das Alltagsleben von dem Austauschpartner mitgekriegt hat (also normaler Unterricht, Kumpels, Partys) etc. Und klasse fand ich auch den Gegenbesuch, wo man ja auch gelgentlich in der anderen Sprache geplaudert hat. Ausserdem fand ich das die um Welten günstigere Lösung :smile: Naja, und man ist halt in keiner „deutschen“ Gruppe unterwegs sondern wirklich hauptsächlich bei dieser Familie, muss sich also wirklich mit der Sprache durchkämpfen :smile:
Frag mal nach, bei mir wurde diesbezüglich vom Oberschulamt bzw. über die Partnerstadt organisiert. Vielleicht wäre das ja für Euch auch was? Und wegen Sauberkeit kannst Du ja sicher vorab mit den Gasteltern Kontakt aufnehmen und sagen, was für Deine Tochter benötigt wird.

*wink*

Petzi

Hallo

ich war vor 4 Jahren über alliance-francaise in Bordeaux auf einem 4 Wochen Vollkurs ( 5 Tage mit jeweils 8h / Tag, Prüfung & Zeugniss ).
Gewohnt hab ich bei einer Familie mit 2 jugendlichen Kindern in Bordeaux.Die Familie konnte kein Wort Deutsch,die Kinder en paar Brocken Englisch aber der großte Teil musste via Französisch gehen.

Bordeaux selbst war superfein,die Sprachschule war damals zumindest noch fast in der Innenstadt ( neben der Einkaufsstraße *g ).

Von der Atmosphäre her - Top !
Leider geht die Internetseite der Allianze grad nicht,aber such mal vielleicht danach, ebenso nach „BLS Sprachschule“ die sitzen auch in Bordeaux,Lyon und glaub Biarritz.

Gruß

Blue

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

link gefunden :smile:
http://www.alliance-bordeaux.org

Hallo Petzi,

danke für die Antwort. Ist auch eine gute Alternative. Ich werde das mal mit meiner Tochter durchsprechen.

Viele Grüße
Mone

Hallo,

super, danke, guck ich gleich mal…

Grüße
Mone