Sprachveränderung

Hallo zusammen,

ich hatte ja vor knapp einer Woche schon eine Umfrage hier gestartet, zwar nicht nur hier, sondern auch in der Schule verteilt und ausfüllen lassen. Mit den Ergebnissen lässt sich wohl was anfangen!=)

Nun habe ich eine allgemeine Frage noch dazu an euch!
Was haltet ihr von dem sogenanntem „Sprachverfall“?
Seht ihr das nicht so kritisch oder sollte man auf jedenfall versuchen diesen zu unterbinden? Und inwiefern würdet ihr diesen noch dulden?

Bin auf eure Antworten gespannt… (=

Hallo1

Nun habe ich eine allgemeine Frage noch dazu an euch!

Für wahr, sehr allgemein.

Was haltet ihr von dem sogenanntem „Sprachverfall“?

Da habe ich eine zweigeteilte Meinung:

  1. Es gibt ihn.
  2. Es gibt ihn nicht.

Die Sprache verändert sich - laufend, und das seit Jahrtausenden. Manche Änderungen machen die Sprache ausdrucksstärker, reicher, verständlicher usw. Manche Änderungen machen die Sprache ausdruckssschwächer, ärmer, unverständlicher usw. Änderungen der ersten Kategorie finde ich gut, Änderungen der zweiten Kategorie schlecht.

Einen Sprachverfall im Sinne von „Früher war alles besser!“ sehe ich nicht. Das wird zwar gerne von (Pseudo-)Sprachkritikern pauschal behauptet, ist aber ebenso pauschal falsch. Ich halte aber auch nichts von der „Die Sprache ändert sich halt, da kann man nichts machen“-Haltung, mit der oft jede Kritik an Sprachveränderungen und am Sprachverhalten niedergebügelt wird.

Ja: Es gibt einige neue Entwicklungen, die man in der heutigen Sprache kritisieren kann. Sprachkritik ist auch Gesellschaftskritik, denn in der Sprache äußert sich die Gesellschaft. Und nein: Sprache war früher nicht generell besser. Der Ausdruck „Verfall“ impliziert das, deswegen finde ich ihn falsch.

Seht ihr das nicht so kritisch

Ja.

oder sollte man auf jedenfall
versuchen diesen zu unterbinden?

Auch das.

Gruß,
Max

Nun habe ich eine allgemeine Frage noch dazu an euch!
Was haltet ihr von dem sogenanntem „Sprachverfall“?

Halte ich für Humbug bzw. maßlose Übertreibung. Die deutsche Sprache verfällt nicht. Aber Leute, die sich nur auf bestimmte Abarten des Deutschen beziehen, behaupten das sehr gerne. Fakt ist, dass wir uns untereinander heute genauso gut/schlecht verstehen können, wie die Leute damals — oder sogar noch besser, denn heutzutagen sprechen viel mehr Menschen einen Standard (Hochdeutsch) als damals, als unsere Sprache noch nicht standardisiert wurde. Es hat schon immer viele Stile gegeben, und wenn man da grad den rauspickt, der sich am weitesten in eine bestimmte Richtung entwickelt hat und den mit einem vergleicht, der vor 50 bis 100 Jahren als vornehm galt, ist das kein signifikanter Vergleich.

Naja, verändern tut sich das Deutsche natürlich schon, so wie jede lebendige Sprache, aber nicht zum Schlechten (wie gesagt, die Kommunikation leidet nicht unter dem Genitivverlust oder dem Umbau von weil-Sätzen oder Elativen wie „einzigstes“) — dass viele das nicht mögen, hat eher mit Konservativität der Menschen zu tun.

Was Bastian Sick und ähnlich ahnungslose Konsorten als „Sprachverfall“ bezeichnen, nennt der Sprachwissenschafter einfach „Sprachwandel“. Sprachen können zwar aussterben und das passiert auch (zu) häufig, aber das sieht ganz anders aus.

Seht ihr das nicht so kritisch oder sollte man auf jedenfall
versuchen diesen zu unterbinden? Und inwiefern würdet ihr
diesen noch dulden?

Da ich nicht an „Sprachverfall“ glaube, sehe ich nicht, was man da unterbinden sollte oder könnte. Dem Volk vorschreiben, was es zu sagen hat, finde ich nicht gut und denke, das würde auch nichts bringen bzw. gar nicht funktionieren.

Grüße,

  • André

Es wäre hilfreich …
… wenn Du den Link zu Deiner Frage

ich hatte ja vor knapp einer Woche schon eine Umfrage hier
gestartet, …

hier unterbringen würdest. Das erspart überflüssiges Nachdenken und Tastaturgehacke, weil bestimmte Ideen vllt. schon bedacht und gehackt wurden :wink:

Pit

Hallo,

Ich hätte dazu eine etwas anders formulierte Frage :

Offenbar gibt es Entwicklungen in Richtung auf die Vereinfachung einer Sprache. So verschwinden z. B. bei manchen deutschen Dialekten, beim Englischen und Niederländischen Endungen und Deklinationen. Andererseits muss sich ja die Differenzierung irgendwann und irgendwie herausgebildet haben.

Es muss folglich Phasen geben, in denne die Sprache komplexer wird und solche, in denen sie einfacher wird.

Kann man solche Phasen - in die eine und in die andere Richtung - irgendwelchen anderen historischen Phasen/ Entwicklungen/ Ereignissen/ Ursachen zuordnen ?

MfG
Klaus

Hallo,

bitte sehr:
/t/umfrage-fuer-meine-facharbeit/5054530

Viele Grüße
Kati

Aha!

Da frage ich mich nun, warum nicht die Fragestellerin meine Frage beantwortet hat …

Pit

Moin,

einen allgemeinen Sprachverfall sehe ich ebenfalls nicht.
Aber manchmal frage ich mich ob einige Deiner Altersgenossen überhaupt noch fähig sind, sich schriftlich angemessen auszudrücken.

w-w-w ist z.B. kein Chatroom, sondern ein Informations- und Wissensforum. Aber viele Jugendliche formulieren ihre Fragen so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, d.h. sie benutzen für die schriftliche Kommunikation den Wortschatz und die Strukturen der gesprochenen Sprache, und offensichtliche Rechtschreibfehler werden gar nicht erst korrigiert. Das geht manchmal sogar so weit dass man eine Frage mehrmals lesen muss um zu verstehen, was der Fragesteller überhaupt will.

Ist das nun Unfähigkeit oder Nachlässigkeit ???

Grüße
Pit

Ist das nun Unfähigkeit oder Nachlässigkeit ???

Eine Mischung aus beidem, denke ich, aber eher Nachlässigkeit. Viele haben eine schlechte Rechtschreibung, aber hinzu kommt sicherlich auch die Einstellung, dass man im Internet ruhig schreiben kann, wie man möchte, man würde ja eh verstanden.
Ich teile diese Einstellung nicht, kann sie aber irgendwo doch nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen. Diese Leute denken einfach, dass es ausreicht, zu schreiben wie sie reden.

Viele Grüße,

  • André

Hm, warum wohl? Weil heureka schneller war, denke ich mal… oder?

Gruß,

  • André o_O

Joa…tut mir Leid! Hoffe du kannst mir das verzeihen. :wink:
lg, die vivi (=

Hallo,
ich bedanke mich herzlichst für eure Antworten!
Die haben mir mit einem Gedankenschubs gut weitergeholfen!
Am Montag nun meine Facharbeit abgeben und dann habe ich
eine Sorge weniger…(=

—> Dankeschööön!!

Lieben Gruß, die vivi =)