bedenklich!
nun, da bin ich wieder…
ja, unübersehbar 
und ich lese deine neue Zustandsbeschreibung (danke!) mit einer Menge neuer Fragen:
der patientin geht es nach wie vor sehr schlecht.
Hier stellt sich mir die Frage, welcher speziellen Art von christlichem Glaubensbekenntnis ihr anhängt, in welchem es nicht das Selbstverständlichste ist, daß einem Menschen mit einer so schweren Störung und so schwerem Leiden auf allen bekannten und bewährten Wegen geholfen werden darf?
sie wurde vom arzt fü einen monat mindestens krankgeschrieben.
Inzwischen hast du uns allen, die dir sagten, was aus Sicherheitsgründen dringend getan werden muß, mitgeteilt, daß sie von einem Allgemeinmediziner, der in seiner Praxis gar nicht die Möglichkeit hat, die (medizinisch) dringend nötigen Untersuchungen zu machen, Medikamente verschrieben bekommt. Und daß diese Arzt es nicht für nötig gehalten hat, diese dringend nötigen Untersuchungen machen zu lassen.
heute morgen ging sie aber wieder zur arbeit. das heisst sie
versuchte es und ging am mittag wieder nach hause.
(kleinkinderzieherin =>praktikum)
Seid ihr euch alle im Klaren darüber, mit welchen Institutionen die junge Frau heftigen Ärger bekommt, wenn sie krankgeschrieben ist und trotzdem ihre Arbeit aufnimmt?
Und welcher Art ist diese Arbeit, wenn sie Kleinkinderzieherin ist, aber zur Zeit unfähig ist zu sprechen?
letzte woche waren wir wieder beim dok und der erhöhte die
medikamente zu dafalgan, mydocalm (das sie bald absetzen kann)
und lexotanil, kommt jetzt neu brufen und temesta dazu…
dazu gleich etwas.
ihr geht es psychisch sehr schlecht, da sie angst hat, dass
die sprache nicht mehr kommen wird. die krämpfe sind aber weg
jetzt.
das ist eine seltsame Darstellung und ich nehme an, daß es nicht allein deine eigene ist: Ihr geht es nicht nur schlecht, weil sie Angst hat, die Sprachfähigkeit nicht wiederzubekommen. Vielmehr geht es ihr schlecht, weil sie die Sprache nicht hat. Und das hat eine Ursache! Vor allem dann, wenn der Sprachverlust keine medizinische Ursache hat, ist das ein allerdeutlichstes Signal dafür, daß es ihr schlecht geht - aus Gründen, die in eurer Familie nicht zur Sprache gebracht werden können!
Und auch der Sprachverlust ist nicht das Leiden der jungen Frau, sondern das Leiden, das zur Sprache gebracht werden möchte, macht sich in der panischen Reaktion auf körperliche Berührung kund! Das Drama der von dir skizzierten jungen Frau liegt darin, das irgendetwas sie daran hindert, dem Bedürfnis nachzugehen, genau das zur Sprache zu bringen …
informationen haben wir im gesamten von 4 neurologen und einem
psychiater eingeholt. ( alle am telefon oder mail )
Es kräuseln sich einem die Fußnägel - ein menschliches Drama sondergleichen und das wird per Telefon und Mail abgehandelt. Und wieviele dieser virtuellen Dialoge davon hat die junge Frau höchstpersönlich(!) geführt, ohne daß irgendjemand sonst aus der Familie von den Inhalten der Gespräche weiß???
und alle sagen, dass eine behandlung bei einem psychiater oder
psychologen nur in frage kommt wenn es ihr schlechter geht.
Nocheinmal klipp und klar gesagt: Eine solche Aussage von einem Psychiater oder Neurologen _auf Grund eines Telefongesprächs mit irgendeiner dritten Person _ ist nicht nur in höchstem Maße unmoralisch sondern es ist ein ärztliches Mißverhalten ersten Ranges und müßte demensprechend geahndet werden.
Diese Ärzte haben keinerlei Möglichkeit, auf diesem Wege zu einem fachgerechten Urteil zu kommen, wie schlecht es der Frau geht!! Schon allein deshalb nicht, weil die Personen, die mit den Ärzten kommuniziert haben, selbst kein Urteilsvermögen darüber haben, was eigentlich los ist.
aber nach wie vor weigert sie sich.
Sie hat triftige Gründe , sich zu weigern. Und sie wird durch die Familie darin unterstützt. Ob wissentlich oder unwissentlich, darüber ist hier kein Urteil möglich. Aber - wie ich schon sagte - es gibt hinreichend Erfahrungswerte über solche Zusammenhänge … umso erstaunlicher, daß die von euch fernkontaktierten Ärzte darüber nicht informiert sind.
mal sehen wie es sich entwickelt.
Das läßt sich an fünf Fingern abzählen - auch wenn das jetzt eine „ferndiagnostische“ völlig unwissenschaftliche Voraussage ist.
nun zu deiner frage metapher. die eltern hatten sehr hilflos
reagiert. aber irgendwie auch verständnissvoll, fast sogar
schon gelassen. sie machen sich sehr viele sorgen etc.
Beim besten Willen und unter Heranziehen aller Erfahrung: Ich bekomme
- hilfos
- verständnisvoll
- gelassen
- sehr viele Sorgen
nicht unter einen Hut, erst recht nicht unter einen, der auf irgendeine noch so seltsame Variante christlichen Bekenntnisses paßt.
dieses verhalten liegt auch daran dass wir alle
christen sind und auch schon schlechte erfahrungen gemacht
haben, wenn ärzte leute mit medikamenten vollpumpen. daher
diese zurückhaltung.
Du meinst damit die Zurückhaltung eurer Familie, die ein gegenwärtiges „vollpumpen“ mit Dafalgan, Mydocalm, Lexotanil, Brufen und Temesta zur Folge hat?? und das ohne jede kompetente Diagnose??
Ich sag es dir nochmal: weder in der
- Verhaltenstherapie
- Psychoanalyse
- Traumapsychotherapie (das in diesem Fall empfehlenswerteste)
wird die junge Frau mit Medikamenten „vollgepumpt“, noch wird sie dort berührt, vor allem nicht gegen ihren Willen!
und… nein sie liest nicht mit.
Schade, ich hatte es insgeheim gehofft …
Grüße
Metapher