Sprechblockade konkreter_beschrieben

hi

vielen dank für die ratschläge in den vorangegangenen artikeln.

nun, meine freundin hatte sich mittlerweile dafür entschieden zum arzt zu gehen, damit sie was gegen die schmerzen und verkrampfungen bekommt. die medis haben auch recht gut gewirkt.

nur, die sprache ist immer noch nicht da. [für diejenigen, die es noch nicht wissen, sie hatte letzte woche am dienstag einen heftigen schock (ursache bekannt) und kann seitdem nicht mehr sprechen und hat verkrampfungen]

jetzt ist es so, dass sie ab und zu mal was sagen konnte… heute sogar 2 sätze… aber sie sagte nur was wenn sie irgendwie überaschend gefragt wurde… das heisst, wenn sie selbst was sagen will von ihr aus, dann gehts nicht! und dann kommt wirklich nichts.kein pieps.

vorerst warten wir ab, ob es sich bessert. sie möchte zur zeit auch nicht zu einem psychiater oder psychologen.

kennt jemand einen solchen fall, wo man ein paar tage nach einem schock nicht mehr sprechen konnte? kennt jemand einen fall wo man nach einem schock überhaupt niemehr reden konnte?

bin für jeden hinweis und rat dankbar, vorallem für tips wie ich ihr helfen kann.

konkret
Hi

da du von Fachleuten bisher noch keine Antwort hast, gebe ich dir wenigsten einen Eindruck meinerseits:

nun, meine freundin hatte sich mittlerweile dafür entschieden zum arzt zu gehen

nachdem du hier bei deinem Notruf mehrfach den Hinweis bekommen hast „DRINGEND“ und „SOFORT“, sogar mit fachkundiger Begründung, hört sich „mittlerweile entschlossen“ etwas - ähm - komisch an.

Wenn du nicht ernst nimmst, was man dir hier sagt, was genau wills du dann von diesem Brett?

damit sie was gegen die schmerzen und verkrampfungen bekommt. die medis haben auch recht gut gewirkt.

nur, die sprache ist immer noch nicht da.

Da verschlägst einem doch etwas die Sprache! DAS nennst du dann „die medis haben gut gewirkt“??

Wenn du uns schon auf dem Laufenden hältst und offensichtlich weiteren Rat hier suchst: Was hat dieser Arzt (was für eine Art von Arzt) denn zu dem Ausfall des Sprechvermögens gesagt? Hat er eine Diagnose gemacht? Eine Erklärung abgegeben? Hat er sie nicht unverzüglich z.B. zu einem Neurologen geschickt mit dem Hinweis „DRINGEND“? War der Arzt nicht doch vielleicht eher ein Apotheker, bei dem sie sich ein x-beliebiges Schmerzmittel holte?

vorerst warten wir ab, ob es sich bessert. sie möchte zur zeit
auch nicht zu einem psychiater oder psychologen.

„möchte zur Zeit nicht“. Wenn sie ihr Sprechvermögen derartig wenig wichtig nimmt, dann kann euch hier auch niemand weiterhelfen.
„vorerst warten wir ab …“ Klasse. Das Haus brennt. Keine Sorge, das Feuer geht irgendwann von alleine aus …

Wenn der „Arzt“ nichts weiter unternommen hat, als ein Schmerzmittel zu verschreiben, dann geht sie (möglichst gestern) zu einem Facharzt für Neurologie oder in die Ambulanz eines psychiatrischen Krankenhauses. Und wenn du was für sie tun willst, dann gehst du mit, damit jemand sagen kann, was los ist, falls sie selbst nicht kann

  • damit endlich klargestellt wird, was körperlich los ist. Und wenn es dann keinen körperlichen Befund gibt, dann mag sie noch 25 Jahre warten, ehe sie Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufnimmt. Sprechen ist ja nicht so wichtig im Leben(?) und wenn man das plötzlich nicht mehr kann - was solls(?)

Und? Schon unterwegs?

Metapher

helfen…
…kannst du ihr indem du Metapher’s Ratschläge befolgst.

LG
Siân

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Hallo,

Metapher hat recht. Deine Freundin muß zum Arzt.

Ihr Anfall von neulich und der jetzige Ausfall ihres Sprachvermögens könnte auf eine Schädigung in ihrem Gehirn (z.B. durch eine Blutung) zurückzuführen sein. Diese Schädigung kann diejenigen Gebiete im Gehirn betreffen, die mit dem Sprachvermögen zu tun haben. Deshalb sollte eine CT oder Kernspintomographie (tut alles nicht weh) gemacht werden, um festzustellen, ob der Zustand Deiner Freundin organische Ursachen hat. Das ist auf jeden Fall notwendig.

nur, die sprache ist immer noch nicht da. [für diejenigen, die
es noch nicht wissen, sie hatte letzte woche am dienstag einen
heftigen schock (ursache bekannt) und kann seitdem nicht mehr
sprechen und hat verkrampfungen]

Mir ist die Ursache nicht bekannt, aber selbst wenn es sich um ein nicht medizinisches Ereignis gehandelt haben sollte, dann muß trotzdem organ-medizinisch abgeklärt werden, ob bei Deiner Freundin medizinisch alles o.k. ist.

jetzt ist es so, dass sie ab und zu mal was sagen konnte…
heute sogar 2 sätze… aber sie sagte nur was wenn sie
irgendwie überaschend gefragt wurde… das heisst, wenn sie
selbst was sagen will von ihr aus, dann gehts nicht! und dann
kommt wirklich nichts.kein pieps.

Hm. Das „wenn sie … überraschend gefragt wurde“ könnte auf eine dissoziative Störung (alter Begriff: Hysterie) hinweisen, aber vorher MUSS eine organ-medizinische Untersuchung stattfinden, sonst DARF nach allen Regeln der Kunst keine andere Störung diagnostiziert werden.

vorerst warten wir ab, ob es sich bessert. sie möchte zur zeit
auch nicht zu einem psychiater oder psychologen.

Krankenhaus!

kennt jemand einen solchen fall, wo man ein paar tage nach
einem schock nicht mehr sprechen konnte? kennt jemand einen
fall wo man nach einem schock überhaupt niemehr reden konnte?

Ja! Viele Schädigungen des Gehirns (Schlaganfall, Blutungen, Vergiftungen, Meningitis, Enzephalitis) können solche Ausfälle nachsichziehen. Diese können auch permanent fortbestehen!

Also: Ab ins Krankenhaus!

Gruß,

Oliver Walter

und nochmal: Ab ins Krankenhaus!
Hi,

nun, meine freundin hatte sich mittlerweile dafür entschieden
zum arzt zu gehen, damit sie was gegen die schmerzen und
verkrampfungen bekommt. die medis haben auch recht gut
gewirkt.

Du hast sie einfach so da sitzen lassen in der Nacht?
Hast Du die Beiträge hier gelesen?

vorerst warten wir ab, ob es sich bessert. sie möchte zur zeit
auch nicht zu einem psychiater oder psychologen.

Mir an Deiner Stelle wäre das egal, ob sie will oder nicht.
Deine Freundin ist in Gefahr, selbst Lebensgefahr ist zumindest nicht ausgeschlossen.

bin für jeden hinweis und rat dankbar, vorallem für tips wie
ich ihr helfen kann.

Und ich fühl mich fast ein wenig verarscht von Dir.
Mein Rat bleibt derselbe: Ab ins Krankenhaus, aber SCHNELLSTENS! HEUTE! JETZT!

Gruß,

Malte.

der arzt ist ein allgemeinpraktiker. er schliesst eine störung des nervensystems aus. auch hirnblutung, schliesst er aus.

  • der schock wurde anhand einer berührung (!) ausgelöst.

  • sie war zu keinem punkt bewusstlos

  • ich war während 5 tagen, 24 stunden rund um die uhr(!) bei ihr und habe sie keinesfalls einfach so liegenlassen.

  • sie nimmt ihre stimmer mehr als ernst. aber da sie berührungsängste hat, wird sie niemand so schnell anfassen können. zwingen würde ihr einen noch grösseren schock versetzen.

  • bin kein arzt, aber kann eine hirnblutung eine woche lang andauern ohne irgendwelche anzeichen?

  • ich nehem das board ernst. aber ich lese kritisch, da jeder hier eine antwort schreiben kann. (man möge mich bitte verstehen)

  • ihr geht es psychisch besser, seit sie medis gegen die krämpfe nimmt. da sich ihre muskulatur somit entspannt hat, konnte sie gestern abend mehrere sätze sagen (mehr aber noch nicht)

  • sie und auch alle rundherum bei ihr, sehen keinen anlass für eine psychische klinik. (ich selbst wäre auch schon lange gegangen, aber sie ist nicht ich, sie hatte auch sehr schlimme erfahrungen mit anitdepressiva. sie bekam diese medi, weil man vor 3 jahren nicht herausgefunden hat wieso sie migräne hat, daher hat sie auch wenig vertrauen mehr in ärzte.)

ich hoffe irgendjemand versteht mich. ich versuche euch ja auch zu verstehen.

Aus eigener Erfahrung
Hallo,

Ich bin kein Fachmann, habe jedoch mit meinem Bruder etwas ähnliches erlebt.

Die Ärtze haben ihm zwei Jahre lang gegen Migräne Medikamente gegeben. Diese haben auch sehr gut gewirkt. Alle dachten er hätte wirklich Migräne. Gegen die plötzliche Sehschwäche bekam er eine Brille. Hat auch geholfen.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er mindestens zwei Hirnblutungen hatte und zwar im Bereich des Sehzentrums(?). Desshalb auch die Sehschwäche.

Was ich damit sagen will: eine Hirnblutung hält zwar nicht tagelang an, ist das Blut aber ausgetreten, hilft nur noch eine Operation, damit Deine Bekannte wieder sprechen kann. Zum Psychiater zu gehen hilft da wenig.
Und: Geht zum Spezialisten. Ein allgemeiner Doktor? Na ja, also ich habe kein grosses Vertrauen mehr, wenns um Aussergewöhnliches geht.

Gruss
Andi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

okay, das leuchtet ein.

ich habe jetzt mit einem langjährig erfahrenen neurologen kontakt aufgenommen. schauen was er jetzt dazu meint.

aber wenn es eine neurologische sache ist, dann hätte sie doch nicht sprechen können? vorallem hätte sich ihre sprachfähigkeit doch nicht verbessert mit der zeit (innerhalb von 5 tagen), oder verstehe ich da was falsch?

sie hat auch sonst überhaupt keine störungen. auch keine massiven kopfschmerzen. die, die sie hatte waren aufgrund der hohen muskelanspannungen bei den verkrampfungen.

sie hat auch sonst überhaupt keine störungen.

sach mal,

willst du für dich erklärungen oder deiner freundin helfen?

weiter unten hast du leise zweifel angemeldet, aber in diesem falle
kann ich dir nur raten, die hinweise von metapher und oliver
ernstzunehmen.
beide sind kompetent, ich bin es hier nicht.
aber wenn du etwas tun kannst (und du hast danach gefragt), dann
versuche es zumindest.
ich kann nicht beurteilen, wie ernst diese sache ist. so, wie du sie
schilderst, ist handeln geboten.

also los.

f.

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ich tue und mache alles was ich kann. ich habe akuten schlafmangel, weil ich mich nach lösungen umsehe. aber man muss verstehen, dass ich sie NICHT zwingen kann. da sie mündig und voll handlungsfähig ist. auch ihre familie ist der meinung, dass es nicht bedrohlich ist.

ich versuche aber alles, damit sie zum arzt geht. zwingen würde nicht helfen. man kann nur jemandem helfen, der sich auch selbst helfen lassen will. ich bin dran sie zu überzeugen.

aber in meinen augen, ist die situation auch nicht bedrohlich. ich sehe nicht in ihren kopf hinein klar. aber äusserlich sieht alles so aus, als ob es besser wird.

wie gesagt, ich warte auf die antwort des neurologen. aber falls jemand genau auch einen solchen fall kennt, dann wäre ich dankbar. ich wende mich an dieses forum, in der hoffnung so jemanden zu finden. andere meinungen berücksichtige ich selbstverständlich auch. aber wenn ich sie mit horrorszenarien überzeugen würde, dann würde sie nur noch mehr abblocken. und wie gesagt, ich kann nicht zwingen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ein letztes Mal…
Was genau hast Du an

LEBENSGEFÄHRLICH

nicht verstanden?

kopfschüttelnd und völlig verständnislos darüber, wie hier das Leben eines Menschen auf’s Spiel gesetzt wird,

Malte.
(Rettungsassistent und mit Hirnblutungen ein wenig erfahren).

Hi Modoni,

ich tue und mache alles was ich kann. ich habe akuten
schlafmangel, weil ich mich nach lösungen umsehe. aber man
muss verstehen, dass ich sie NICHT zwingen kann. da sie mündig
und voll handlungsfähig ist. auch ihre familie ist der
meinung, dass es nicht bedrohlich ist.

Es ist gut, dass deine Freundin jemanden hat, der sich um sie sorgt.

Nur das hier verstehe ich nicht:

aber in meinen augen, ist die situation auch nicht bedrohlich.

Sie hat durch eine Berührung einen Krampfanfall und kann nicht mehr sprechen, obwohl sie es will?

Was bitte, wäre denn in deinen Augen dann bedrohlich?

Äussere Wunden, die bluten oder eitern, die kann man verbinden und einschätzen, ob es schlimmer aussieht oder nicht. Bei Schocks, Krampfanfällen etc. kann man als Laie keine äusserlichen Verletzungen festmachen das heisst doch aber nicht, dass es nicht bedrohlich ist. Im Gegenteil! Lass einen Experten an sie ran.

Und wenn sie es nicht will, mach ihr klar, wie wichtig das ist und unterstütze ihr Verhalten (Ablehnung des Krankenhausbesuches)nicht noch durch dein Verhalten, denn letztlich hilfst du ihr so nicht weiter.

wie gesagt, ich warte auf die antwort des neurologen. aber
falls jemand genau auch einen solchen fall kennt, dann wäre
ich dankbar.

Wir können und wollen hier keine Ferndiagnosen stellen. Das ist einfach zu gefährlich. Was machst du denn, wenn jemand sagt „hey, kenn ich, hatte XYZ auch, wir sind damals direkt ins Krankenhaus“. Packst du sie dann endlich ins Auto und fährst mit ihr hin?

aber wenn ich sie mit horrorszenarien
überzeugen würde, dann würde sie nur noch mehr abblocken. und
wie gesagt, ich kann nicht zwingen.

Darum geht es auch nicht. Aber du bist nah dran und kannst deiner Sorge Ausdruck verleihen… und wenn sie nur dir zuliebe ins Krankenhaus geht.

sie hat auch sonst überhaupt keine störungen.

Woher weisst du das… weil du sie nicht siehst? Die Ursache für die krämpfe und die Sprachblockade siehst du auch nicht, und doch sind sie da.

Tu deiner Freundin und dir und uns allen den Gefallen und schlepp sie in ein Krankenhaus. Ich hab jahrelang in der Pflege gearbeitet und einfach zu viele Menschen erlebt, die dachten, es sei schon nichts wildes und dann mit dauernden Schäden leben mussten.

Gruß
Xelya

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die antworten hier im forum haben mich dazugebracht mehrere neurologen zu kontaktieren. (telefon und email)

sie meinten, dass es wahrscheinlich kein notfall sei. wenn sie eine hirnblutung hätte, dann könnte sie nicht umherspringen und auch nicht normale antworten geben (schriftlich). klar könnnen sie keine genauen diagnosen geben am telefon, aber so wies aussehe solle ich mir keine sorgen machen um die hirnblutung.

jetzt ist es für dennoch schwierig eine meinung zu bilden, denn ich weiss, dass es hier auch ein paar kompetente leute hat.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

mal anders betrachtet
hallo modoni,

nehmen wir mal einen augenblick an, es seien zahnschmerzen. da würde doch jeder
zum zahnarzt mit gehen. oder ein wehes knie. kein problem: sportarzt oder
orthopäde.
was ist so schwierig daran, bei krämpfen und einer sprechblockade - genau wie bei
zahnschmerzen oder dem wehen knie - erst mal die physiologische seite von einem
arzt abklären zu lassen? von einem facharzt (wie es der zahnarzt oder orthopäde
nun mal ist). und der facharzt für das „problem“ deiner freundin, ist der
neurologe. (ein psychiater ist übrigens ein spezieller facharzt, der neurologisch
und psychologisch geschult wurde.)
was sagt der zahnarzt, wenn ich ihm das problem meiner freundin am telefon oder
in einem gespräch erkläre? wahrscheinlich irgendwas wie: „na, dann bringen sie
ihre freundin mal vorbei - ich kann keine ferndiagnose stellen!“

also: ab zum neurologen in die praxis. lass du dir einen notfalltermin geben und
sag ihr, dass noch ein termin (das würde ich gar nicht näher spezifizieren) frei
gewesen sei.
wenn der neurologe nichts physisches gefunden hat, ist immer noch zeit, sich um
die psyche zu kümmern.

ich sehe nicht in ihren kopf hinein klar. aber äusserlich
sieht alles so aus, als ob es besser wird.

so ein zahnschmerz lässt auch hin und wieder mal nach, schmerzt nicht ständig
gleich stark. und was passiert, wenn du das löchlein nicht behandeln lässt, das
weißt du sicherlich…

andere meinungen berücksichtige ich selbstverständlich auch.
aber wenn ich sie mit horrorszenarien überzeugen würde, dann
würde sie nur noch mehr abblocken.

es hat hier keiner behauptet, dass du sie mit horrorszenarien überzeugen sollst.
du hast nicht gefragt: „gebt mir bitte tipps, wie ich meine freundin davon
überzeugen kann, dass sie zum arzt geht, sie will nämlich nicht, obwohl sie …
hat.“ die leute zeigen dir nur auf, was passieren bzw. was vorliegen KANN. und
dass eile ratsam wäre.
ein simpler zahnschmerz kann auch auf einen tumor hinweisen, der den kiefer
zerfrisst. oder eben nur ein kleines kariesloch sein - das weiß letztlich nur der
arzt nach der untersuchung.

falls jemand genau auch einen solchen fall kennt, wäre
ich dankbar. ich wende mich an dieses forum, in der hoffnung
so jemanden zu finden.

du solltest dir mal genau überlegen, was du davon erwartest. und deine
erwartungen sehr genau überdenken!

ich tue und mache alles was ich kann. ich habe akuten
schlafmangel, weil ich mich nach lösungen umsehe. aber man
muss verstehen, dass ich sie NICHT zwingen kann. da sie mündig
und voll handlungsfähig ist.

o.k. was ist die alternative? dann gibt es eigentlich letztlich nur noch eine
möglichkeit: behebe deinen schlafmangel. hör auf, dich zu kümmern und kehre zu
DEINEM normalen leben zurück. und was mit deiner freundin passiert, wirst du dann
ignorieren müssen, wenn du nicht selbst dran kaputt gehen willst - auch wenn es
weh tut. (du übernimmst gerade sehr viel verantwortung bzw. du nimmst ihr auch
verantwortung ab!)
man kann nicht jedem helfen - da hast du leider recht.

auch ihre familie ist der meinung, dass es nicht bedrohlich ist.
aber in meinen augen, ist die situation auch nicht bedrohlich.

tritt doch mal einen schritt zurück von deiner position (die zwei sätze sind
nämlich ziemlich unglaublich, wenn du sie nochmal genauer liest!).
ich will mal folgendes konstruieren: du willst ein altes haus kaufen, hast aber
leider keine ahnung von statik und hausbau (es ist nur ein beispiel!). gehst du
dann auch in das haus, schaust dir alles an und sagst: „ach, das stürzt schon
nicht ein“? und deine familie sagt auch: „das sieht super aus von außen! das
stürzt bestimmt nicht ein!“ das reicht dir?
mir würde das nicht reichen. denn ich habe von häusern keine ahnung. und meine
familie leider auch nicht.

neurologische und psychologische erkrankungen sind krankheiten wie schnupfen,
husten, zahnschmerzen usw. auch! und krankheiten können behinderungen hervorrufen
und zum tode führen, wenn sie nicht behandelt werden. also: handelt entsprechend!
oder: lass sie eben in ruhe. (und dich damit auch.)

gruß
tobias

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Hi,

sie meinten, dass es wahrscheinlich kein notfall sei.

Lies das noch mal und beachte das von mir fett hervorgehobene Wort. Selbst wenn es kein Notfall ist…wollt ihr denn keine Gewissheit haben?

jetzt ist es für dennoch schwierig eine meinung zu bilden,
denn ich weiss, dass es hier auch ein paar kompetente leute
hat.

Ist es denn deine Aufgabe und liegt es in deiner Kompetenz, sich dazu eine Meinung zu bilden?

Ich schätze deine Sorge um deine Freundin und vor diesem Hintergrund kann ich das Ganze noch weniger verstehen.

Noch etwas… es wird bei einem Krankenhausbesuch wohl niemand deine Freundin packen und sie in eine psychiatrische Klinik sperren, aus der sie nicht mehr rauskann.

Gruß
Xelya

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Ich bin dran sie zu überzeugen, dass eine CT das beste im moment wäre. danach, wenn einen blutung ausgeschlossen ist, werde ich alles geben um sie davon zu überzeugen, bei einem psychiater ihre psychose behandeln zu lassen. aber ich bin der überzeugung, dass wenn ich extremen druck auf sie aussübe, dass sie dann total abblocken wird. auch die 2 ärzte sagten mir, dass man sie nicht zwingen kann.nich möglich. aber sie halten es für sehr unwahrscheinlich.

ich bin zur zeit sehr hin und hergerissen von den verschiedenen meinungnen und alle meinen ihr leben sei nur in meiner hand, das ich für alles verantwortlich wäre. ich gebe mir doch so extrem mühe sie zu überzeugen. auch die eltern habe ich über alles informiert.

und wenn 2 (!) ärzte unabhängig voneinander sagen es wäre wahrscheinlich kein notfall, dann ist das doch auch ein gutes argument oder nich?

ich wäre schon lange selbst ins krankenhaus gegangen. aber ich kann sie nicht zwingen. das kann niemand.

ich versuche sie nur mit allen mitteln zu überzeugen. so möchte ich einen weiteren schock verhindern.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

danach, wenn einen blutung ausgeschlossen ist,

werde ich alles geben um sie davon zu überzeugen, bei einem
psychiater ihre psychose behandeln zu lassen.

Wer hat denn die Diagnose gestellt, dass deine Freundin unter einer Psychose leidet!!!

auch die 2 ärzte sagten

mir, dass man sie nicht zwingen kann.nich möglich.

Was gibt sie denn als Grund an, nicht zu einem Facharzt gehen zu wollen ? Was wiegt so schwer, dass sie u.U. lieber bereit ist, schwere Schäden in Kauf zu nehmen, statt sich gründlich untersuchen zu lassen? Kannst du das in Erfahrung bringen?

ich bin zur zeit sehr hin und hergerissen von den
verschiedenen meinungnen und alle meinen ihr leben sei nur in
meiner hand, das ich für alles verantwortlich wäre. ich gebe
mir doch so extrem mühe sie zu überzeugen. auch die eltern
habe ich über alles informiert.

Wohnt deine Freundin noch bei ihren Eltern?
Hast du sie zum Besuch beim Hausarzt begleitet? Wie hat sie da kommuniziert, auch mit Zetteln?

ich versuche sie nur mit allen mitteln zu überzeugen. so
möchte ich einen weiteren schock verhindern.

Wovor hat deine Freundin Angst, zum Facharzt zu gehen?

Gruss
Marion

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Hi,

was soll eigentlich das Getüdel mit „…ich kann sie nicht zwingen“…ist das nur ne Ausrede? Wenn es meinem Mann derart schlecht ginge, dann würde ich ihn packen und ins nächste KH oder zum. zu einem Facharzt düsen, ohne wenn und aber.
Hier geht es nicht um eine Sucht, die nur erfolgversprechend ist, wenn der Betreffende bereit ist sich helfen zu lassen, sondern um einen durchaus ernstzunehmenden Gesundheitszustand bei dem zum. die physiologische Seite abgeklärt werden muß und das muß auch sie begreifen…und wenn es mein Partner wäre der sich derart stur stellt, dann würde ich mir persönlich überlegen, ob ich geschriebene Zettel anstelle von Sprache überhaupt noch entgegen nehmen würde…ich hätte viel zuviel Angst, daß mein Partner etwas Schlimmes hat und könnte mir durchaus vorstellen so zu reagieren um ihm und mir die „Überzeugungsarbeit“ leichter zu machen…so hart das auch klingen mag.

Gruß
Maja

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Moin Maja,

Wenn es meinem Mann derart

schlecht ginge, dann würde ich ihn packen und ins nächste KH
oder zum. zu einem Facharzt düsen, ohne wenn und aber.

Klingt ja alles schön und gut und ist vermutlich auch richtig, aber hast du vielleicht auch einen realistischen, praktischen Tipp auf Lager, wie man das anstellen soll, wenn sich die betroffene Person mit Händen und Füßen dagegen wehrt?

Gruss
Marion

Hilfe zur Entscheidung
Hi Marion,

ein praktischer Tipp, oder zum. was ich machen würde steht schon da…moment ich versuchs mal zu erklären…und mutmaße jetzt mal…
Möglicherweise ist die Frau so dermassen verängstigt, daß sie selbst zu einer Entscheidung, die eine Veränderung ihrer Situation zur Folge hat, gar nicht mehr fähig ist…so will und kann sie an ihrer Situation nichts ändern…alles soll so bleiben und sie will in Ruhe gelassen werden…aber nicht weil sie das wirklich will, sondern weil sie Angst davor hat, was passieren könnte, wenn sie sich zugunsten eines Arztbesuches entscheidet. Die Folgen die sich daraus ergeben sind für sie dann nicht berechenbar und erhöhen die Angst.
Wenn ich ihr die Entscheidung nicht abnehmen will, kann ich zum. versuchen ihr diese ein wenig leichter zu machen. Da man sie nicht zwingen mag, würde ich versuchen sie in diesem Falle ganz in Ruhe lassen und zwar ganz. (Bis auf Anwesenheit)
Damit sie sieht, wie sehr auch diese neuerliche Situation eine Veränderung für sie darstellt, deren Auswirkungen sie auch nicht berechnen kann.

Aber mal davon abgesehen…
Evtl. würde es ihr auch helfen, wenn ein Arzt die anstehende Behandlung ganz genau minutiös am Phone mit ihr durchspricht, zuhören kann sie ja und ihr die Option offen läßt, die Untersuchung jederzeit abbrechen zu können…weiß nicht ob das geht, aber versuchen würde ich es.

Gruß
Maja