Hallo!
Wahrscheinlich habe ich Tante Guckmal nicht die richtigen Fragen gestellt, jedenfalls bin ich nicht fündig geworden und frage hier:
Die Sprengstoffgürtel von Selbstmordattentätern werden per Funk gezündet, oder?
Es wird für eine Übersetzung von Verlagsseite explizit nachgefragt, deshalb möchte ich mich vergewissern.
Die Sprengstoffgürtel von Selbstmordattentätern werden per
Funk gezündet, oder?
Nö! Funkzünder macht nur Sinn wenn der Zündende weit weg sein will wenns Bumm macht.
Bei einem Sprengstoffgürtel nimmt man einfach einen beliebigen Schalter auf den derjenige drückt. Ist technisch auch deutlich anspruchsloser als einen Funkzünder zu bauen.
Es wird für eine Übersetzung von Verlagsseite explizit
nachgefragt, deshalb möchte ich mich vergewissern.
Vorbildlich! Ich frage mich oft warum viele Übersetzungen von Büchern, Artikeln oder Filmen gar so schlecht sind.
Die Sprengstoffgürtel von Selbstmordattentätern werden per
Funk gezündet, oder?
Nein, grundsätzlich nicht - zumindest kaum bei den 0815 Attentätern in Afghanistan, oder im Irak. In aller regel lösen die Attentäter selbst den Sprengsatz aus oder das ganze funktioniert mit einem Zeitzünder (der dann auch schon das eine oder andere mal zu früh hochgegangen ist). Besonders perfide Initiatoren nutzen zusätzlich Fernzünder, bringen den Attentäter „ins Ziel“ und beobachten ihn solange, bis er den Sprengsatz zur Detonation gebracht hat - tut er das nicht, drückt der Beobachter auf den Knopf.
Es gibt da keine „Regeln“, genausowenig, wie man wohl von einem Ehrenkodex der Selbsmordattentäter sprechen kann.
Bei einem Sprengstoffgürtel nimmt man einfach einen beliebigen
Schalter auf den derjenige drückt.
Hi!
Da braucht’s aber einen Draht, oder? Wenn da steht: „…ohne Kabel verbunden mit einem Schalter…“ ist das doch per Funk, oder hab’ ich da 'n Brett vorm Kopf?
wenn bitte wo steht?
Was für Antworten willst Du denn haben, dass Du die
entscheidenden Informationen verheimlichst?
Hi!
Da gibt es keine entscheidenden Informationen Steht in einem ganz normalen Thriller. Etliche Mudschaheddin wurden aus ihrem Versteck getrieben, haben sich vorher noch Sprengstoff umgeschnallt, den „Knopf“ oben auf dem Turban platziert, weil sie wissen, sie müssen gleich die Hände auf dem Kopf verschränken und haben dann Gelegenheit, die Explosion auszulösen. Dieser Knopf ist „wireless“ mit dem Sprengstoffgürtel verbunden.
Da gibt es keine entscheidenden Informationen Steht in
einem ganz normalen Thriller. Etliche Mudschaheddin wurden aus
ihrem Versteck getrieben, haben sich vorher noch Sprengstoff
umgeschnallt, den „Knopf“ oben auf dem Turban platziert, weil
sie wissen, sie müssen gleich die Hände auf dem Kopf
verschränken und haben dann Gelegenheit, die Explosion
auszulösen. Dieser Knopf ist „wireless“ mit dem
Sprengstoffgürtel verbunden.
Unter „Mudschaheddin“ versteht man eher „Soldaten“ und keine
„Selbstmordattentäter“. Natürlich hindert keiner einen
Selbstmordattentäter daran, sich selbst „Mudschaheddin“
zu nennen. Aber von der Sache her wäre das verwirrend.
Hi!
umgeschnallt, den „Knopf“ oben auf dem Turban platziert, weil
sie wissen, sie müssen gleich die Hände auf dem Kopf
verschränken und haben dann Gelegenheit, die Explosion
auszulösen. Dieser Knopf ist „wireless“ mit dem
Sprengstoffgürtel verbunden.
Das ist ein alter Hut, so etwas Ähnliches wurde schon im 30 jährigen Krieg mit Lunten und Zündschnur gemacht.
Aber es ist unwahrscheinlich, dass die von Dir gemeinten einen Sender am Schalter (Kopf) und einen Empfänger am Sprengstoff ( Körper) eingebaut haben. Hier muss es sich um einen Übersetzungs- oder anderen Fehler handeln. Ein Stück Draht ist immer in der Nähe, damit kann man die 30 cm leicht überbrücken, wenn der Schalter nicht von vornherien entsprechend langes Kabel hat.
Gruß
Rochus
Unter „Mudschaheddin“ versteht man eher „Soldaten“ und keine
„Selbstmordattentäter“.
Klar. Die Leute hier waren Mudschaheddin und nur, weil sie keine Fluchtmöglichkeit hatten und so viele der „Feinde“ mit in den Tod nehmen wollten, griffen sie zum suicide belt. Alles nicht meine Idee, steht so im Buch
Eben weil ich das Buch übersetze, frage ich: Um keinen Fehler zu machen Und meine Lektorin will es auch ganz genau wissen.
Ein Stück Draht ist
immer in der Nähe, damit kann man die 30 cm leicht
überbrücken, wenn der Schalter nicht von vornherien
entsprechend langes Kabel hat.
Der Autor, angeblich ein ausgewiesener Islam-Experte, schreibt ausdrücklich „wireless“. Aber was solls, lassen wir ihm seinen Willen. Vielleicht wollte man keinen Draht, weil man den umständlich durch die Klamottage hätte fädeln müssen und am Ende wäre einem der Soldaten was aufgefallen und der Überraschungseffekt wäre hin gewesen. Who knows.
Da braucht’s aber einen Draht, oder? Wenn da steht: „…ohne
Kabel verbunden mit einem Schalter…“ ist das doch per Funk,
oder hab’ ich da 'n Brett vorm Kopf?
Wenn da steht, daß die tatsächlich einen Funksender am Kopf hatten um einen 30cm entfernten Sprengsatz zu zünden musst Du das wohl auch so übersetzen.
Ist halt seeeehhhhrr unrealistisch.
Sprengstoff haben die in Krisenregionen massenhaft weil leichter zu besorgen. (ausgelehrte Blindgänger, Bergbau, etc.)
Funkfernzünder sind aber für den „Ottonormal-Terroristen“ schwieriger zu bekommen oder selbst zu basteln.
Vor allem ein miniaturisierter Zünder/Empfänger, weil ein umgebautes HAndy am Kopf sicher auffälliger wäre als ein Stück Draht.
Ergo wäre die Aktion gerade bei mehreren Terroristen totale Verschwendung, odeR?
Selbst wenn ein Soldat den Draht bemerken würde ist die Chance erschossen zu werden ohne auch nur noch einen Knopf drücken zu können sehr gering.
Klar. Die Leute hier waren Mudschaheddin und nur, weil sie
keine Fluchtmöglichkeit hatten und so viele der „Feinde“ mit
in den Tod nehmen wollten, griffen sie zum suicide belt. Alles
nicht meine Idee, steht so im Buch
Halte ich für ausgemachten Blödsinn. Die uns bekannten
„Mudschaheddin“ sind definitiv keine middle class intellectual
Selbstmordattentäter.
Das ist auch völlig absurd. Wo professionelle Soldaten auf
professionelle Soldaten treffen - wäre das extrem lächerlich.
Pssst, darf ich erst sagen, wenn’s veröffentlicht ist
Das ist auch völlig absurd. Wo professionelle Soldaten auf
professionelle Soldaten treffen - wäre das extrem lächerlich.
Hm. Die M. saßen an ihrem geheimen Versammlungsort in einer konspirativen Wohnung, draußen marschierten klammheimlich „die anderen“ auf, und plötzlich ging’s los. Um besonders Wichtigen der Ihren die unbemerkte Flucht zu ermöglichen, haben die M. sich nach kurzem Feuergefecht ergeben, aber schnell noch die vorbereiteten Sprenggürtel umgelegt - und voilà! Ich fand das nachvollziehbar?