Die Logik dahinter ist, dass der Motor nahe dem Vollgas seinen
besten Wirkungsgrad hat, da die motoreigenen Verluste
prozentual nicht mehr so stark ins Gewicht fallen. Dh lieber
in einem hoeheren Gang mit mehr Gas fahren als mit weniger Gas
im niedrigeren (wer einen Verbrauchsmesser hat, kann das
direkt ablesen).
Die Sache, die du beschreibst hat zwei entscheidende Haken.
1.) Der Wirkungsgrad des Motors ist nur ein Faktor und nicht unbedingt der Entscheidende.
Der Kraft des Motors wirken drei Kräfte entgegen.
a) Die Beharrungskräfte, die bei Beschleunigungen wirken.
b) Rollwiderstände, ungefähr proportional zur Geschwindigkeit.
c) Windwiderstand, quadratisch zur Geschwindigkeit.
Was nützt ein etwas besserer Wirkungsgrad des Motors wenn nahezu die gesamte Energie dazu verwendet wird, um Luft zu verwirbeln.
2.) Tempolimits.
Im allgemeinen wähle ich nicht ob ich mit 160 Km/h (5. Gang, Vollgas) oder 10 Km/h (1. Gang, wenig Gas) fahre.
Stattdessen stellt sich die Frage mit welchem Gang ich bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten fahre. Und hier gilt der Erfahrungswert, möglichst schnell hoch zu schalten.
Aufklärung
Hi Jerry,
klingt widersprüchlich, ist es aber nicht.
Der Startvorgang bei nicht betriebswarmen Motor frisst immens mehr Sprit, als der bei warmem Motor. Bei kaltem Motor auf Kurzstrecken arbeitet immer noch ein wenig die Kaltstartanfettung mit, was den Verbrauch in die Höhe treibt.
Gruss Sebastian
ich glaube, du hast mich falsch verstanden (weil ich mich nicht klar genug ausgedrueckt habe).
Die Logik dahinter ist, dass der Motor nahe dem Vollgas seinen
besten Wirkungsgrad hat, da die motoreigenen Verluste
prozentual nicht mehr so stark ins Gewicht fallen. Dh lieber
in einem hoeheren Gang mit mehr Gas fahren als mit weniger Gas
im niedrigeren (wer einen Verbrauchsmesser hat, kann das
direkt ablesen).
Bei dem was ich geschrieben habe bin ich von einer Geschwindigkeit von ca 50 km/h ausgegangen (ich habs bloss nicht geschrieben).
Entsprechend ist der Rollwiderstand und der Windwiderstand unabhaengig vom eingelegten Gang. Unter diesen Umstaenden musst du im fuenften Gang mehr Gas geben als im dritten. Da der Wirkungsgrad im fuenften aus den erwaehnten Gruenden besser ist, verbrauchst du trotz mehr Gas weniger Sprit (bei meinem Auto: knapp 5 Liter im Fuenften und ca 7 Liter im Dritten).
Dass bei 160 im Fuenften der Verbrauch dann nicht mehr so guenstig ist, ist klar.
Das mit dem vollgasgeben in niedrigen Umdrehungsbereichen geht vielleicht bei Dieselmotoren und auch bei grosshubigen Benzinern mit verhältnismäßig wenig PS (dein Omega z.B.). Ich habe einen Astra, der hat nur 1800 ccm aber 125 PS. Dazu kommt noch, dass er (ohne Fahrer) über 1,3 Tonnen wiegt. Unter 2500 Touren röchelt er nur vor sich hin, da ist nix mit zügiger Beschleunigung…
Tatsache ist auch, dass man beim Beschleunigen sich immer im optimalen Drehmomentbereich bewegen sollte, da hier die Kraftumsetzung am optimalsten ist, d.h. der Beschleunigungsvorgang ist kürzer. Der opimale Drehmoment bei Benzinern dürfte etwa bei 3000 bis 4000 U/min liegen (bei manchen 16V-Motoren auch noch etwas darüber).
Ausserdem ist ist es nicht unbedingt sinnvoll das Gaspedal bis zum Bodenblech durchzudrücken, da man gegenüber 3/4-Gas nicht viel mehr erreicht.
Du hast natuerlich recht, dass der Motor schon ein bisschen Leistung geben muss. Es sollte mindestens fuer das „dahinrollen“ reichen. Bei 50 km/h im Fuenften beschleunige ich auch nicht mehr. Dazu gehts dann runter in den Dritten.
Dazu kommt
noch, dass er (ohne Fahrer) über 1,3 Tonnen wiegt.
Irre! Was ist da alles drin? Mein Omega bringts grad mal auf gute 1250 kg!
Unter 2500
Touren röchelt er nur vor sich hin, da ist nix mit zügiger
Beschleunigung…
Ausserdem ist ist es nicht unbedingt sinnvoll das Gaspedal bis
zum Bodenblech durchzudrücken, da man gegenüber 3/4-Gas nicht
viel mehr erreicht.
Stimmt! Das sollte man tunlichst lassen, dann faengt er an zu saufen. Aber wirklich, solange du nur vor dich hinrollst, nimm den hoechsten Gang in dem die Kiste noch nicht ruckelt. Das gesagte gilt also auch fuer die hoehertourigen Motoren, nur eben in einem etwas hoeheren Drehzahlbereich.
Ich nehme an, du hast einen Verbrauchsmesser im Wagen. Da kann man das wirklich gut verfolgen.
Bei 50 km/h im Fuenften beschleunige
ich auch nicht mehr. Dazu gehts dann runter in den Dritten.
Natürlich fahre ich in Ortschaften auch im 4. oder 5. Gang. allerdings darf es dazu nicht Bergauf gehen.
Dazu kommt
noch, dass er (ohne Fahrer) über 1,3 Tonnen wiegt.
Irre! Was ist da alles drin? Mein Omega bringts grad mal auf
gute 1250 kg!
Offizielles Leergewicht ist 1235 kg. Dazu kommt dann Reserverad, alle möglichen Flüssigkeiten (50 Liter Benzin sind nicht zu verachten und sonstiges Gerümpel.
Ich habe keine Ahnung, warum die neuen Astras so schwer sind, ich hab auch gestaunt. Mein alter Kadett war etwa genau so gross und hat knapp 300 kg weniger gewogen. Damals haben 75 PS noch gereicht um ein Auto zu bewegen… *g*
Ich nehme an, du hast einen Verbrauchsmesser im Wagen. Da kann
man das wirklich gut verfolgen.
Nein, ich habe keinen Boardcomputer, der hätte nur viel zu viel Aufpreis gekostet. Und wofür?
Meine „Sonder“-Austattung beschränkt sich auf ein Schiebedach (hab dafür keine Klima) und elektrische Fensterheber vorne. Das Auto kostet mit dem Motor schon ohne grosse Astattung über 37TDM (ohne handeln).
Nicht mal Nebelscheinwerfer hab ich, und über das Radio schweig ich mich mal besser aus…
Ach ja, ich war gestern wieder tanken. Er hat sich jetzt bei etwa 7,5 auf 100 eingependelt (50% Stadtverkehr). Hab jetzt knapp 7Tkm drauf, das ist lt. Opel die Einfahrtszeit für einen Motor.
Ich habe keine Ahnung, warum die neuen Astras so schwer sind,
ich hab auch gestaunt. Mein alter Kadett war etwa genau so
gross und hat knapp 300 kg weniger gewogen. Damals haben 75 PS
noch gereicht um ein Auto zu bewegen… *g*
… und das Innengeräusch war stärker. Viel von dem zusätzlichen Gewicht geht auf das Konto von Dämmstoffen. Außerdem wiegt der elektronische Klüngel rund um den Motor auch nicht wenig; ein Kat besteht aus Metall; vielleicht hast Du eine Klimaanlage; elektrische Fensterheber brauchen Motoren und Kabel …
solche Methoden bringen absolut nichts. Beim Berabfahren den
Gang herausnehmen ist zudem sehr fragwürdig, denn Du nimmst
Dir eine wichtige Einflußmöglichkeit über das Fahrzeug.
Es kommt auf den Berg an. Ist das Gefälle so flach, daß der Wagen im Rollbetrieb gerade sein Geschwindigkeit hält und ist dies gewünscht, sollte der Gang herausgenommen werden. Beschleunigt er dabei jedoch, ist es besser, die Motorbremse auszunutzen (Schubabschaltung).
Spritsparend fährst Du mit ruhigem Gasfuß. Vorausschauend
fahren, wenn Du also absehbar bremsen mußt, nicht noch kurz
vorher beschleunigen. Höchstgeschwindigkeit und zu hohes
Ausfahren der Gänge vermeiden. Unnötig mitgeführte Lasten,
insbesondere Dachgepäckträger, vermeiden. Auf richtigen
Reifendruck achten. Kurzstrecken vermeiden. Grundsätzlich
verursacht jeder Beschleunigungsvorgang eine Spitze im
Spritverbrauch.
Hat alles sein Vor- und Nachteile. Klar, prinzipiell so fahren, als hätte man eine offene Milchtüte im Fußraum stehen, aber ein Nachteil des defensiven, vorausschauenden Fahrens soll nicht verschwiegen werden: Bei meinem IIIer Golf haben die ersten Bremsbeläge nach 160tkm noch reichlich aufgewiesen, aber die Bremsscheiben waren ringsrum auf ca. 3cm vom Rand so stark verrostet, daß sie ausgetauscht werden mußten (natürlich auch die Beläge). Ab und an sollte man also schon bremsen, auch wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Klar sind 160tkm für einen Belagsatz eine ordentliche Leistung, aber die Scheibe hätte noch halten dürfen.
Vor zwei Tagen habe ich damit auf einer
Strecke von 45 Km einen durchschnittlichen Verbrauch von 4,1
l/100Km geschafft.(Toyota Yaris, 998 ccm, 68 PS).
Hallo Carlos,
das erinnert mich an eine Story aus der Zeitung:
Ein LKW-Fahrer war kurz hinter Frankfurt in nördlicher Richtung unterwegs und merkte irgendwann, dass ein Mercedes ständig hinter ihm fuhr - mit ca. 80 km/h. Nach etwa 50 Kilometern schließlich fühlte sich der Brummi-Fahrer echt verfolgt und bedroht und rief per Handy die Polizei an. Die winkte den Mercedes beim nächsten Parkplatz heraus. Zur Rede gestellt, gab der Mercedesfahrer an, auf diese Weise nach Hamburg fahren zu wollen - spritsparend im Windschatten …
Hier hast Du nur teilweise recht. Natürlich hat die
Einspritzpumpe selbst keine Drosselklappe. Aber die
Einspritzanlage besteht ja nicht nur aus der Pumpe.
An der Einspritzanlage findest Du auch eine Drosselklappe.
–>:smiley:er zusätzliche „Benzin-Regen“ findet allerdings hier nur noch bei kaltem Motor statt.
Nachtrag
Ich hab vergessen zu erwähnen, das mein Skoda ein Combi ist mit 68PS, 1 Tonne Leergewicht trocken (1,2t wenn betriebsbereit, d.h. Vollgetankt, Verbandkasten, Warndreieck, Radio, Lautsprecher, DACHTRÄGER mit 1,4m CB-Funkantenne, Fensterheber vorne u.s.w), KEINE Klima, KEIN Schiebedach.
Das Drehmoment liegt bei ca. 100Nm bei 2000 U/min. Max. 136Nm bei 2500 U/min. 1,3l Hubraum, langhubig, 68 Ps.
Ich Verbrauche normalerweise um die 6L Superbleifrei. (Je nach Laune auch schonmal 7 Liter *g*)
Als Öl verwende ich Mobil 15W40. Reifenluftdruck wird alle 3-4 Wochen auf 2,1 bar vorne und hinten gebracht (Vorschrift 2 bar vorne u. hi.)
Da ich fast ausschließlich Landstraße fahre, also von Stillstand an der Ampel (ich laß den Motor weiterlaufen!) bis 100km/h, und das 120km pro Tag, kann ich sagen, das ich weiß, wie ich Sprit sparen kann…
Ich wollte nur klarstellen, das auch ein Einspritzer eine „Beschleunigerpumpe“ (Volllastanreicherung) besitzt. Ich schraube seit jetzt 6 jahren an Motoren. Ich habe täglich mit allen möglichen Gemischbildungssystemen zu tun…vom strombergvergaser bis zum direkteinspritzer-diesel mit rail. Ich weiß auch schon bißchen was über die dinger…
Nix für ungut. Aber von Kurzstrecke hast DU nichts geschrieben. Außerdem benötigt (ich gehe wieder von meinem Auto aus) ein Einspritzer der 3 sec unter vollast läuft nicht mehr als ein motor, der für die gleiche Leistung zu verichten bei z.b. 4tel gas 30 sec braucht… lärm und verschleiß mal außer acht gelassen… Ich meine damit, das es fast egal ist, ob du jetzt in 3 sekunden im 2ten gang von 20 auf 50 beschleunigst oder ob du 30 sekunden bei leicht angetipptem gas im 5ten gang brauchst…
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Ich wollte nur klarstellen, das auch ein Einspritzer eine
„Beschleunigerpumpe“ (Volllastanreicherung) besitzt. Ich
schraube seit jetzt 6 jahren an Motoren. Ich habe täglich mit
allen möglichen Gemischbildungssystemen zu tun…vom
strombergvergaser bis zum direkteinspritzer-diesel mit rail.
Ich weiß auch schon bißchen was über die dinger…
Ich wollte nicht an Deiner Berufsehre und Erfahrung kratzen, sorry. Wir sind uns aber doch einig, das die Beschleunigerpumpe beim Vergaser nicht die Vollastanreicherung zu verrichten hatte, sondern vielmehr Übergangsschwierigkeiten beim abrupten Gasgeben wegbügeln sollte, denn bei Vollast war die Beschleunigerpumpe ja außer Funktion, daher ja auch der Name Beschleuniger pumpe.
Von Strombergvergasern gebe ich zu, habe ich nur Grundkenntnisse.
Bei meinem XJ6 habe ich damals über diese Gleichdruckvergaser geflucht und den Erfinder zum Teufel gewünscht, obwohl, wenn man
das Prinzip erstmal begriffen hat, sind die Dinger auch gar nicht so schlecht Ich gebe auch zu, das ich in letzter Zeit immer weniger schraube. Zum einen aus Zeitgründen, zum anderen aber gestehe ich auch, das ich modernsten Motoren gegenüber Machtlos bin. Mit Hobbyschrauber Werkzeug und Kenntnissen kommt man da nicht weit. Dafür bin ich einigen jüngeren gegenüber klar im Vorteil, wenns um ältere Autos geht, bei denen es noch Choke Unterbrecherkontakte und mechanische Regler gab. Aber zum Glück hat mein Schwager einen KFZ-Elektrik Meisterbetrieb mit angeschlossener Mitsubishi Vertretung .
Also nochmals,nix für ungut.
Gruss Sebastian
Eher unwahrscheinlich. Zum einen muss ich auf meiner täglichen Fahrt drei mal die Autobahn wechseln. Zum anderen habe ich einen Kleinwagen, den man schon eher zugesteht sich hinter einen Laster zu stellen (was eigentlich bei dem heutigen Stand der Technik absurd ist).
Bisher haben alle bei dem Thema Windschattenfahren rumgemäckelt. Die Nachteile sind mir auch gut bekannt. Auf der anderen Seite habe ich meinen Durchschnittsverbrauch entscheidend gesenkt (4,76 l/100km beim letzten Tanken). Mein „Rekord“ liegt nun bei 3,7 l/100km auf einer Strecke von 45 km.
Ich behaupte einfach mal, dass die meissten einfach zu bequem und undiszipliniert sind, um wirklich sparsam zu fahren. Es kosten nun mal Nerven mit 90 km/h zu fahren, wenn man (stellenweise) 130 km/h fahren kann.