Sprunggelenksarthrodese

Hallo an alle und vielen Dank im Voraus.

Ich habe eine medizinische Frage,

heute vor 11 Wochen hatte ich eine Sprunggelenksarthrodese. Also ich kann den Fuß noch hoch und runter bewegen, aber nicht mehr nach links und rechts. Dazu wurde Körpereigene Knochenmasse aufgefüllt. Vor 6 Wochen sollte ich mit der Belastung von 10 kg anfangen und um 10 kg/Woche steigern.

Vor 3 Wochen wurde dann auch der Gips entfernt, ab da habe ich mit 30 bis 40 Kilo Belastung angefangen und bin jetzt bei ca. 60 kg. Zwischenzeitlich hatte ich hin und wieder den Versuch mal ein Schritt Voll zu belasten, um einfach ein Schmerzgefühl für den Fuß zu bekommen (2-3 mal). Um zu sehen wo die grenzen liegen.

Frage:

Hätte ich dieses Voll belasten nicht tun sollen?

Macht es einen Unterschied ob ich bei 80kg Körpergewicht nur mit 60 kg belaste? Irgendwie habe ich das Gefühl das die Verwendung der Krücken total unnötig ist??

heute vor 11 Wochen hatte ich eine Sprunggelenksarthrodese.

Also ein ziemlich heftiger Eingriff.

Vor 3 Wochen wurde dann auch der Gips entfernt, ab da habe ich
mit 30 bis 40 Kilo Belastung angefangen und bin jetzt bei ca.
60 kg. Zwischenzeitlich hatte ich hin und wieder den Versuch
mal ein Schritt Voll zu belasten, um einfach ein Schmerzgefühl
für den Fuß zu bekommen (2-3 mal). Um zu sehen wo die grenzen
liegen.

Das war mit dem Operateur abgesprochen?

Frage:

Hätte ich dieses Voll belasten nicht tun sollen?

Nein, wenn sie nicht mit dem Operateur abgesprochen ist.

Macht es einen Unterschied ob ich bei 80kg Körpergewicht nur
mit 60 kg belaste?

Ja.

Irgendwie habe ich das Gefühl das die
Verwendung der Krücken total unnötig ist??

Meinst du nicht, dass die Entscheidung, ob etwas nötig ist oder nicht dem Operateur überlassen werden sollte? Glaubst du, der setzt den Behandlungsplan aus Spaß auf oder um dich zu schikanieren?

Mir ist ein Rätsel, wie jemand, der schon eine längere Leidensgeschichte hinter sich hat (das muss man bei dieser OP) nach so einem Eingriff so leichtfertig sein kann.

Ohne nennenswerte spürbare Belastung mit Krücken laufen (also nicht so, dass man das Gefühl hat, man hebt sie, sondern so, dass man sich nicht deutlich aufstützt) entspricht in etwas 20 kg Entlastung. Das kannst du aber auch noch bei einem Physiotherapeuten testen. (Oder mit der heimischen Personenwaage)

Last not least: Wenn du merkst, dass es zu viel war, könnte es zu spät sein. Das würde ich nicht riskieren. Und wenn der Arzt nichts davon gesagt hat, dass man in den Schmerz etwas rein laufen soll, dann macht man das nicht. So viele Möglichkeiten zur „Reparatur“ hast du nach diesem Eingriff nicht mehr. Das ist dir hoffentlich klar?!

  1. Die Belastung von 10 kg mit Steigerung wurde von ihm angeordnet.
  2. vor 6 Wochen hatte ich eine hitzige Diskussion darüber, ob ich in der Lage bin zu arbeiten. (absolut sitzende Tätigkeit komplett ohne Fußbelastung)
    dazu mehr: ich hätte meinen Ausbildungsplatz verloren wenn ich noch länger krank geblieben wäre. Daraufhin musste ich meinen gesamten Jahresurlaub + Minusstunden ohne ende in kauf nehmen um nicht arbeitslos zu werden! (komplizierte Sache) Vor der OP hatte ich explizit gesagt: ich darf nicht länger als MAXIMUM 8 Wochen ausfallen, kriegen wir das hin? Joa, schau ma mal und hat sich schön die Hände gerieben. Nebenbei, es ist die 2. OP am Fuß und ehrlich gesagt habe ich einfach keinen anderen gefunden der die OP machen wollte. Die erste OP wurde ganz anders durchgeführt als geplant. Naja wie auch immer, vor 3 Wochen kam die Aussage: Ja, es ist ganz gut zusammengeheilt. Aber Voll belasten tun wir es nicht, sind wir da einer Meinung? Ja klar! hab ich geantwortet. Um ehrlich zu sein hab ich das Gefühl das er mir wegen der Unterhaltung 3 Wochen zuvor eins reinwürgen wollte, weil ich mich durchgesetzt habe. Aber das tut hier nix zur Sache.
  3. Das mit dem Voll belasten kommt vielleicht anders rüber, ich weiß ganz genau was die Tragweite dieses Eingriffes ist, die erste OP war wesentlich komplexer. Von einer vielen Ärzten und Physiotherapeuten weiß ich, das Schmerz ein ganz guter „Indikator“ ist, wie weit man gehen kann/darf. Aber jetzt nicht so lange drauf rumhauen bis es weh tut, sondern kontrolliert auf beiden beinen mit Krücken den Fuß Stück für Stück belasten bis man auch nur das kleinste ziehen spürt. Und nicht auf einem Bein hüpfen. Habe einfach ein bisschen Unmut und möchte wissen ob das alles nicht komplett ungewöhnlich ist. Denn Belasten sollte man bei so einer OP, 12 Wochen lang, gar nicht. (so eine Unterhaltung mit dem Hausarzt) Nicht das der auf ne dritte OP spekuliert, hab einfach kein Vertrauen mehr in den Operateur.

Moin!

IANAD, aber:

Vor der OP
hatte ich explizit gesagt: ich darf nicht länger als MAXIMUM 8
Wochen ausfallen,

Warum verletzt du dir dann überhaupt erst den Fuß? *Sarkasmus
Manchmal laufen Dinge eben blöd und es ist dann einfach nicht möglich zu sagen „In 8 Wochen ist alles verheilt“!

Joa, schau ma mal und
hat sich schön die Hände gerieben.

Ja klar, der Arzt hat ja auch soviel davon, wenn er dich 2 Wochen länger behandeln darf.

Nebenbei, es ist die 2. OP
am Fuß und ehrlich gesagt habe ich einfach keinen anderen
gefunden der die OP machen wollte
.

Es könnte also nicht nur am Arzt liegen, wenn dein Fuß nicht auf (dein) Kommando heilt?

Naja wie auch immer, vor 3
Wochen kam die Aussage: Ja, es ist ganz gut zusammengeheilt.
Aber Voll belasten tun wir es nicht, sind wir da einer
Meinung? Ja klar! hab ich geantwortet. Um ehrlich zu sein hab
ich das Gefühl das er mir wegen der Unterhaltung 3 Wochen
zuvor eins reinwürgen wollte, weil ich mich durchgesetzt habe
.

Dir eins reinwürgen? Was hätte er davon? Was für seltsame Vorstellungen hast du denn von den Handlungsmotiven von Ärzten???

Nicht das
der auf ne dritte OP spekuliert,

Glaubst du wirklich ein Arzt rechnet mit dem Geld für ne OP, wenn er dabei den Patienten kaputt operiert? Du hast selbst geschildert, dass dein Fall wohl sehr kompliziert ist und unterstellst deinem Arzt Geldgier, anstatt mal zu gucken, warum du mehr belasten musstest als abgesprochen???

hab einfach kein Vertrauen
mehr in den Operateur.

DAS ist dein Problem. Da kann jetzt jeder kommen, egal, irgendeiner soll Schuld sein an deiner Misere.

Ich habe echt Verständnis, dass du gefrustet bist, wenn der Fuß einfach nicht in Ordnung kommen will. Aber: Sich nicht kooperativ, sondern unvernünftig verhalten und dann dem Arzt die Schuld geben und ihm niedere Beweggründe wie Geldgier unterstellen - willste da nicht lieber mal n Psychiater aufsuchen?

Sorry, kannst in genauso klaren Worten antworten!

Gruß, noi

meine Güte, ihr stempelt mich hier aller Hartz 4 Manier als Riesenbaby ab! Könntet ihr mal konstruktiv auf die Frage eingehen? ich will euch nicht als Psychologen, sondern einfach als jemanden, der vielleicht aus Erfahrung berichten kann. Das ich hier keine Doktoren der Chirurgie finde ist mir bewusst. Aber natürlich kann ein Arzt aus Finanziellen Motiven her Operieren, das ist immerhin sein Job! Er würde mit Sicherheit keine Äpfel und Eier abnehmen und jeder würde gern eine Villa + Sportwagen besitzen, auch ein Arzt. Und wenn du definitiv das Gefühl hast, das dich ein Mensch einfach nicht richtig behandelt. Dann kommt das evtl. nicht davon das man ein psychisches Problem hat, sondern der Arzt evtl. einfach nur ein Arschloch mit goldenen Händchen ist. Also bitte kein: „Was denkst du denn…“ oder „Was hast du erwartet…“ oder noch schlimmer „War ja klar, dass…“ Den ihr seit nicht in der Lage, nachzuvollziehen was richtig oder falsch ist, denn ihr seit nämlich nicht hier neben mir, kennt nicht meinen Fuß oder mein Problem und seid höchst wahrscheinlich keine Psychologen. Denn da beginnt die Sitzung mit: Und wie fühlen Sie sich dabei? Und zu der Aussage was der Arzt davon hat wenn ich 2 Wochen länger zu Hause bleibe. Ich habe gesagt: Entweder 8 Wochen oder gar nicht! Aber die OP wollte er sich offensichtlich nicht entgehen lassen, denn 6 Wochen nach der OP kam nur. Ach wenn sie in einem halben Jahr laufen können, dann freu ich mich mit ihnen. Er wusste es würde länger als 8 Wochen dauern, obwohl das meine Bedingung war! Er hat mich einfach nicht aufgeklärt und die OP lief wieder ganz anders als geplant…

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meine Güte, ihr stempelt mich hier aller Hartz 4 Manier als
Riesenbaby ab! Könntet ihr mal konstruktiv auf die Frage
eingehen? ich will euch nicht als Psychologen, sondern einfach
als jemanden, der vielleicht aus Erfahrung berichten kann.

Interessanterweise habe ich gerade den gleichen Scheiß, nur mit meiner Hüfte. Ich kann mich also durchaus in deine Lage versetzen.

Und wenn du definitiv
das Gefühl hast, das dich ein Mensch einfach nicht richtig
behandelt. Dann kommt das evtl. nicht davon das man ein
psychisches Problem hat, sondern der Arzt evtl. einfach nur
ein Arschloch mit goldenen Händchen ist.

Ja, und dann wäre es sicher besser, auf das Bauchgefühl zu hören. Das ist z.b. etwas, was ich gerade versuche, für mich rauszufinden.
Was hat dich denn dann bewogen, dich von ihm operieren zu lassen?

Und zu der Aussage was der Arzt davon hat wenn ich 2
Wochen länger zu Hause bleibe. Ich habe gesagt: Entweder 8
Wochen oder gar nicht!

DAS hattest du nicht erwähnt: Dass „keine OP“ auch eine Option gewesen wäre. Für mich hörte es sich so an, als wenn es doch eher ein Notfall war.

Er wusste es würde länger als 8
Wochen dauern, obwohl das meine Bedingung war! Er hat mich
einfach nicht aufgeklärt und die OP lief wieder ganz anders
als geplant…

Jetzt erst recht meine Frage:
Warum hast du dich von ihm operieren lassen, wenn er a) nicht mit dir redet und b) dein Bauchgefühl dir längst abrät und c) die OP nicht dringend notwendig ist?

Ich bedaure wirklich, dass ich dir nicht weiterhelfen kann, außer nochmal mit dem Hinweis: Hör auf dein Bauchgefühl, das täuscht sich viel seltener als man denkt!

Alles Gute

noi

die erste OP lief leider nicht wie geplant. schon damals hätte das gelenk versteift werden sollen. nach 4 ein halb stunden wars dann so weit, die op fertig und die entscheidung einen 24 jährigen nicht die beweglichkeit zu nehmen und ihm das gelenk nicht zu versteifen. in der hoffnung das ich damit mehr lebensqualität erhalten kann. toll! super! 1000 Dank, aber leider hat sich das gelenk verschoben. berechenbares risiko, übermüdung, zeitdruck durch 4 weitere ops an dem tag, ich weiß es nicht. aber wenn ich die röntgenbilder sehe, du kannst dir nicht vorstellen wie sehr ich mir sicher bin, dass das verrutschen des gelenks sowas von absehbar war und er leider leider leider nicht aus den motiven gehandelt hat die er genannt hatte. aber ihn verurteilen, das vertrauen in einem gefühl verlieren? tja nach mehreren abfuhren von anderen ärzten bin ich dann doch wieder bei ihm gelandet. und dann hat die auszubildende aus dem nähkästchen geplaudert und seit dem ist nicht nur das vertrauen sondern auch der respekt in seine person verloren gegangen. ich will auch nie wieder zu diesem mann gehen. kein hallo, kein tschüss, kein hände schütteln, geht nicht auf fragen ein. kam 4 tage lang nicht nach der op um sich nach mir zu erkundigen. der chefarzt im krankenhaus schüttelt seufzend den kopf als er die röntgenbilder gesehen hat. einfach zu viel passiert, aber der fuß fühlt sich seit der 2 op so unglaublich gut an. ich hab einfach angst, das das gefühl trübt. deswegen überhaupt der Thread.