Guten Abend/Morgen
Guten Nachmittag, Thomas.
ich habe folgende Frage.
Und zwar haben wir in der Schule AT (Automatisierungstechnik).
Dies haben wir jedoch bei einem Lehrer, der alles nicht wirklich gut erklären kann und sich total verarschen lässt.
Das ist schlecht, vor Allem das mit dem verarschen.
Wir haben ebenfalls EPt (Elektro- und Prozesstechnik) in der Schule. Dieser Lehrer kann es zwar ein klein wenig besser erklären, jedoch schreiben wir trotzdem alle nur 5en.
Was ja nicht unbedingt (nur) am Lehrer liegen muss.
Das Problem das ich nun habe ist, dass ich die Spule zum Teil noch nicht verstanden habe
Welchen Teil hast Du denn verstanden?
und den/die Flipflop(s) ÜBERHAUPT nicht verstanden habe.
Wäre es vielleicht möglich, dass es mir jemand erklärt?
Und bitte nicht diese Internetseiten mit den ganzen Fachbegriffen.
Das ist für uns hier eine nicht akzeptabele Einschränkung. Fachbegriffe existieren ja nicht, um das Fach möglichst unverständlich zu machen, sondern sie definieren Sachverhalte und Zusammenhänge, die sich in der Umgangssprache gar nicht oder nur durch umständliche Umschreibungen erklären lassen.
Jedes Fach hat seine Fachbegriffe, praktisch seine „Fachsprache“. Diese Fachsprache ist einer Fremdsprache vergleichbar. Um die Zusammenhänge z.B. der Elektrotechnik zu verstehen, musst Du die Fachsprache zumindest in den Grundzügen verstehen.
Und „diese Internetseiten mit den ganzen Fachbegriffen“ werden von den sich mit Deinen Fragen abquälenden Leuten ja nicht (nur) aus Faulheit angeführt, sondern weil sie einen Sachverhalt präzise beschreiben, den der Antwortende selbst so gut oft gar nicht beschreiben könnte. Und das solltest Du Dir (mit roter Tinte) hinter die Ohren schreiben: In der Technik kommt es auf Präzision an.
Und da wir schon einmal beim Thema sind:
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, wie das funktioniert, wenn Du denkst? Vor allem, wenn Du über abstrakte Dinge wie Technik nachdenkst?
Du wirst feststellen, dass Du überwiegend in Worten denkst (wie ein Selbstgespräch). Und daraus folgt: Wenn Du für irgendetwas kein Wort hast, kannst Du nicht darüber nachdenken. Wenn Du es trotzdem versuchst, kommt z.B. so was dabei raus:
„Also, mal sehen. Ich muss also das Dingsbums in das Loch von diesem Dings irgendwie reinmachen und dann mit diesem Dreher so ran drehen das das da hin kommt und dann…“
Du siehst: Du hast in diesem fiktiven Beispiel die Dir fehlenden Begriffe durch „Verlegenheitswörter“ (Dings, Dingsbums, reinmachen usw.) ersetzt. Das mag für Deinen persönlichen Gebrauch ausreichend sein, versagt aber völlig, wenn Du einen Anderen an Deinen Überlegungen teilhaben lassen willst. Woher soll der wissen, wenn Du Deinen oben formulierten Gedanken laut aussprichst, dass Du meinst: „Ich muss doch nur den Nippel durch die Lasche ziehn und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehn …“
Einfach nur eine Erklärung für EPt bzw. AT Noobs.^^
Beschäftige Dich mit den Fachbegriffen und dann stell Fragen zu überschaubaren Sachverhalten und verlange nicht, dass Dir hier zu so generellen Themen wie „Induktivität, Elektromagnetismus“ und „elektrische Schaltkreise“ (Themen, deren Erklärung ganze Fachbücher füllen) sogenannte „einfache Erklärungen“ gegeben werden – die gibt es nicht.
Du kannst „verständliche“ Erklärungen erwarten, aber dafür musst Du präziser fragen lernen und dem Antwortenden auch (zum Beispiel durch den Inhalt Deiner Frage) Auskunft über Deinen Wissensstand geben.
Und wenn Deine Frage ist: „Ich weiß nix, erklär mir alles!“ – Worauf soll er dann seine Antwort aufbauen?
Ich nehme an, das reicht Dir. Mir reicht`s jedenfalls
mfG Thomas
mfG merimies