Mehr Angaben sind nötig
Hallo Philipp,
anhand Deiner sehr dürftigen Angaben fällt es schwer herauszufinden, was Du eigentlich benötigst, um Dir entsprechende Tips zu geben.
Es passiert oft im Forum: statt zu fragen, wie und womit man am besten den gewünschten Effekt erzielen kann (z.B. starker Magnetpuls) wird oft gefragt, ob dies mit irgendeiner zufällig entdeckten Lösung machbar ist. (Bitte nicht persönlich nehmen, aber an dieser Stelle musste das wieder mal gesagt werden).
Auf Deine Angaben bezogen heisst das:
1.) Ferrit ist ein denkbar ungünstiges Material, wenn es um wirklich starke Mangetfelder (größer 0,5 Tesla) geht, denn Ferrit hat eine Sättigungsflussdichte von ca. 0,2 - max. 0,3 Tesla. D.h. Dein Magnetfeld wird mit Ferrit nie stärker als 0,3 Tesla, egal wieviel Energie Du in die Spule hineinpumpst.
2.) Strom oder Windungszahl? Die Stärke eines Magnetfeldes hängt bekanntlich sowohl von der Stromstärke, als auch von der Windungszahl ab. Allerdings ist es günstiger mehr Windungen als einen höheren Strom einzusetzen, denn die Verluste in der Spule steigen mit dem Quadrat der Stromstärke. D.h. doppelter Strom bewirkt vierfache Verluste, wohingegen bei doppelter Windungszahl die Verluste sich nur verdoppeln.
3.) Pulse. Gepulste Ströme bewirken immer Wirbelströme im Kernmaterial (vorzugsweise eisenhaltig), weshalb der Kern aus einem Blechpaket aufgebaut sein muss, sofern Du die Spule länger als ca. 60 Sekunden in Betrieb haben willst, denn Vollmaterial erhitzt sich durch die Wirbelströme in kürzester Zeit bis zum Abbrennen der Spule (vorher bitte ausschalten
).
Okay, das sind die Grundlagen. Wenn Du möchtest, kannst Du ja nochmal versuchen zu beschreiben, was Du genau mit so einer Spule machen möchtest, dann sehen wir weiter.
Nix für ungut und einen Gruß von Alexander