http://www.heise.de/newsticker/meldung/90819
in diesem Artikel wird von Solid-State-Discs in brauchbaren Größen berichtet. Irgendwie habe ich bei Flash-Speichern immer noch im Hinterkopf, dass sie nur eine begrenzte Anzahl von Speichervorgängen aushalten. Eine solche Platte als Systemplatte wäre allerdings massiven Schreibzugriffen ausgesetzt. Wie steht es da mit der Haltbarkeit der Platten und damit der Datensicherheit?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/90819
in diesem Artikel wird von Solid-State-Discs in brauchbaren
Größen berichtet. Irgendwie habe ich bei Flash-Speichern immer
noch im Hinterkopf, dass sie nur eine begrenzte Anzahl von
Speichervorgängen aushalten.
Das stimmt wohl. Zumindest so in etwa. - Ich habe einmal bei http://www.uwe-sieber.de/ ein, zwei Absätze darüber gelesen. Was ich mir davon gemerkt habe, fasse ich einmal mit meinen laienhaften Worten so zusammen:
— schnipp —
Bei „normalen“ Kopier- bzw. Schreibvorgängen liegt die Haltbarkeit bei Flash-Speicher so hoch, dass man sich um die Datensicherheit weniger Gedanken machen muss.
Bei „exzessiven“ Schreibvorgängen, die mittels einer sehr schnellen Caching-Methode ausgeführt werden, wie sie für Festplatten „neuerdings“ (von Windows XP u.a.) verwendet wird, erlahmen die Speicherbausteine nach rund 10.000 Zugriffen.
Soweit ich verstanden hatte, wird der Cache in Teile von Zuordnungseinheiten (bzw. Teile von einzelnen Flash-Bausteinen) geschrieben, nachgelesen, wieder gelöscht… und dann das Ganze von vorne, bis dass alle Daten auf den Stick… übertragen worden sind.
— schnapp —
Eine solche Platte als
Systemplatte wäre allerdings massiven Schreibzugriffen
ausgesetzt. Wie steht es da mit der Haltbarkeit der Platten
und damit der Datensicherheit?
Ich schließe aus dem Gesagten/frei Zitierten, dass die Speicher-Hersteller dieses Problem durch spezielle Treiber in den Griff bekommen haben (bekommen haben wollen?). Vielleicht braucht(e) man das System „nur“ anzuweisen, die „sichere Kopiermethode“ zu verwenden.
in diesem Artikel wird von Solid-State-Discs in brauchbaren
Größen berichtet.
Weck mich wenn die Preise auch brauchbar werden.
Wie steht es da mit der Haltbarkeit der Platten
und damit der Datensicherheit?
Die derzeitigen Versprechen gehen in Richtung 5 Jahre Dauerbetrieb bei durchgängig 1MB/s schreiben. Da ist wie üblich die Übertreibung der Werbtreibenden mit drin. Intel hat ein schönes Paper dazu vorgelegt. Die realen Schreibzyklen von 0815-Fash liegen bei 10-25% von den versprochenen (ausser denen von Intel, versteht sich…)
Dann ist die Angabe 1MB/s eigentlich nichtssagend. Flashzellen bauen pro Schreibzugriff ab. Eine Zelle ist zwischen 128 und 1024 Bytes gross (Je nach Hersteller auch mal 4KB). Ob beim schreiben die ganze Zelle neue Daten bekommt oder sich nur ein Byte ändert ist völlig wurscht. Die Lebenzeiten werden natürlich immer für den optimalen Fall genannt (Also Blöcke von 128 … 1024 Bytes, nie beschreiben mit jedem Byte einzeln).
Nun könnte man per Treiber das schreiben verzögern bis sich genug geändertete Daten angesammelt haben. Das bringt aber neue Probleme mit sich. Beim Absturz oder Stromausfall ergeben sich dann nämlich ganz neue Arten von Fehlern. Und Dateisysteme wie NTFS ändern in den Verwaltungsstrukturen nie so viele Bytes an einer Stelle. Dateisysteme speziell für Flash könnten helfen (gibts auch schon, können aber nur mit kleinern Partitionen umgehen).
Bei den Caches (fürs swap, Prefetch oder Hibernate) sieht die Sache realtiv gut aus. Bei denen kann das System sehr einfach für grosse Blöcke sorgen und so das maximum aus den Zellen rausholen. OK, wenn jemand mit 128MB versucht Windows XP zu fahren wird der Speicher schnell sterben. Aber für normal ausgelegte Systeme (1.5GB RAM + Vista) müsste das durchaus helfen und Sinn machen
Bei neuer Technik sind die ersten immer die Dummen. Lass die Freaks vorlaufen. Wenn das Geschrei aufgehört hat kann man es selbst auch mal versuchen.