Hallo meine Frage lautet:
Sind alle SSRI Medikamente antriebssteigernd?
zeichnen sich Panikattacken immer mit schwitzen aus?
was sind typische Anzeichen für eine Panikattacke?
Hallo meine Frage lautet:
Sind alle SSRI Medikamente antriebssteigernd?
zeichnen sich Panikattacken immer mit schwitzen aus?
was sind typische Anzeichen für eine Panikattacke?
Hallo meine Frage lautet:
Sind alle SSRI Medikamente antriebssteigernd?
Nein
zeichnen sich Panikattacken immer mit schwitzen aus?
Nein
was sind typische Anzeichen für eine Panikattacke?
Panik!
gruss
Empfehlung: Es ist besser wenn du deine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen mit Medikamenten oder deiner Erkrankung mit deinem Therapeuten oder deinem Arzt besprichst, er>/sie kann dann u.U. sich besser auf deine Situation einstellen und reagieren.
Hallo,
ich will nur auf Deine Frage bzgl. der Panikattacke antworten, weil ich denke, daß ein Psychiater Dir die Frage nach den Medikamentenwirkungen besser beantworten kann.
Eine Panikattacke ist ein klar definiertes Ereignis. Hier die Definition aus DSM-IV (Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen):
"Eine Panikattacke ist eine klar abgrenzbare Episode intensiver Angst und Unbehagens, bei der mindestens 4 der nachfolgend genannten Symptome abrupt auftreten und innerhalb von 10 Minuten einen Höhepunkt erreichen:
Palpitationen (Herzrasen), Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag,
Schwitzen,
Zittern oder Beben,
Gefühl der Kurzatmigkeit oder Atemnot,
Erstickungsgefühle,
Schmerzen oder Beklemmungsgefühle in der Brust,
Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden,
Schwindel, Unsicherheit, Benommenheit oder der Ohnmacht nahe sein,
Derealisation (Gefühl der Unwirklichkeit) oder Depersonalisation (sich losgelöst fühlen),
Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden,
Angst zu sterben (Todesangst),
Parästhesien (Taubheiten oder Kribbelgefühle),
Hitzewallungen oder Kälteschauer."
Von diesen 13 Symptomen müssen also nicht immer alle vorkommen, aber es müssen immer mindestens 4 davon sein, damit man von einer Panikattacke sprechen kann. Wenn jemand weniger als 4 der genannten Symptome aufweist, dann ist es eine Panikattacke mit unvollständiger Symptomatik. Wenn jemand noch andere Symptome als die aufgeführten hat, dann spricht man von einer panikähnlichen Attacke. Diese Dinge sind aber weniger für Dich wichtig als für den diagnostizierenden Arzt oder Psychologen. Was vielleicht noch wichtig für Dich ist, ist der Hinweis, daß Panikattacken bei sehr vielen psychischen Störungen vorkommen, also nicht nur bei Panikstörungen, Agoraphobie oder anderen Angststörungen. Auch bei rein körperlichen Krankheiten kommen diese Erlebnisse vor. Und natürlich kann man auch einmal eine Panikattacke haben, ohne daß man psychisch oder anderweitig krank ist.
Eine panikfreie Zeit wünscht Dir
Oliver Walter
Dankeschön Oliver Walter…seeeehr schön erklärt…
Ich zieh mal den Hut vor dir und sage danke für die Antwort/en
Gruss Zitrónenfalter
Hallo Isa,
das gab ein Sternchen!
danke, es freut mich, daß Du mein Posting gut findest.
Kommt es eigentlich tatsächlich vor, dass Menschen im Rahmen
einer Panikattacke umfallen, in Ohnmacht fallen, oder bilden
sie sich immer nur ein es könnte passieren, es passiert aber
nie?
Bei Panikattacken ist es typisch, daß die Betroffenen „nur“ Angst haben, in Ohnmacht zu fallen, aber untypisch, daß sie tatsächlich ohnmächtig, bewußtlos werden. Wenn sie jedoch tatsächlich bewußtlos werden, ist es ein Hinweis darauf, daß eine körperliche Krankheit die Ursache sein könnte. Das sollte man dann näher untersuchen.
Noch eine Zusatzinformation: Bei den kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungen der Panikstörungen können während der Therapie u.a. Panikattacken gezielt bei den Patienten ausgelöst werden (z.B. durch kurze körperliche Aktivitäten wie Treppensteigen). Dadurch besteht die Möglichkeit, daß die Patienten die während der Therapie gelernten Techniken anwenden, wenn die Panik kommt, sowie unter geschützten Bedingungen die Erfahrung machen, daß ihre Panik keine ernsthaften Konsequenzen hat. Das hilft oft dabei, die Panikstörung zu überwinden.
Beste Grüße,
Oliver Walter