Hallo,
es ist tragisch und fantastisch zugleich, ein Glück im Unglück, was sich bei meiner Bekannten ereignet hat.
Langandauernder Stress führte bei Ihr zu Schlafstörungen. Obwohl die seelischen Probleme irgendwann gelöst waren, stellte sich der normale Schlaf nicht mehr ein.
Krankenvorgeschichte: Pollenallergie, Asthma, Nervenentzündung (Myelitis) Durch Stress augelöste Erkrankungen.
Sie erlitt nach einer Erkältung Muskelkrämpfe, konnte wenn überhaupt schwer einschlafen (aufgrund von heftigen Myoklonien mit Stromschlag/Blitzgefühl). Die Symptome verschwanden durch die Gabe von Serotonin (einem SSRI Wiederaufnahme-Hemmer), denn nach dem versuchten Ausschleichen kamen die Symptome wieder zurück.
Ich muss noch erwähnen, dass die Bekannte in ihrer Jugend schnell Angst hatte, general ein sehr schlechtes Gedächtnis hatte und bei Aufgaben stark hyperfokussierte oder mit den Gedanken ständig abschweifte.
Sie hatte niedrigen Blutdruck, war träge und fühlte sich bei Bewegung meistens erst besser. Schaukelte als Kind sehr viel, um sich wohl besser zu fühlen.
Bei Stress bekam sie oft Zittern in einer Hand.
Die Mutter ist ebenso angstbesessen und überdramatisierend.
Mit der Gabe von einem SSRI gingen die Muskelkrämpfe weg, sowie die Schlafstörungen und auch die Ängstlichkeit. Allgemein fühlte sie sich besser und hatte immer gute Laune.
Es scheint für mich klar zu sein, dass das Mädchen schon immer einen angeborenen Serotoninmangel hatte wegen der Ängstlichkeit und Antriebslosigkeit.
Ungeklärt ist aber für mich, warum die Produktion von Serotonin auf einmal nicht mehr wie vorher läuft und sich der alte Schlafrhythmus nicht mehr einstellt seit dem Zusammenbruch. Könnte auch hier eine Autoimmunerkrankung vorliegen, wodurch die Produktion des Botenstoffes geschädigt wurde???
Liebe Grüße
BABSI