St. Martin

Die Kinder laufen wieder Laterne und singen Lieder von St. Martin.
Meine Kinder wollten mehr über St. Martin wissen und ich musste passen.
Wer kann mir weiterhelfen und/oder hat vollständige Liedertexte?
Danke
Claudia

Hallo Claudia,

wie wärs damit:

http://www.refpresse.ch/agentur/meldungen/622.htm

http://www.schiller-gs.hd.bw.schule.de/stmartin.htm

Jede Suchmaschine spuckt Dir Unmassen von Material aus, wenn Du „heiliger martin“ eingibst.

viele grüße
ralph

St. Martin war ein römischer Offizier, der Christ geworden war. Eines Tages sprach ihn an einem eiskalten Wintertag ein Bettler an, da zerschnitt der Offizier seinen Umhang mit dem Schwert in zwei Stücke und gab eines dem Armen.Soweit die Legende.
Ich glaube, er war auch ein Märtyrer.Schau in einem heiligenkalender nach, da findest du sicher mehr.
gruß,
bb

Vielen Dank für den Text und die Links!
Habe beides gründlich gelesen und eine Version für 2.Klässler daraus gemach.
Verstehe auch langsam was die Laterne zu bedeuten hat (nach all den Jahren!)
Grüß
Claudia :smile:

Ein Martinslied vom Niederrhein:frowning:Da ich nicht weiss, ob die Melodie bekannt ist schreibe ich sie mit ab.( 4=viertelnote,
2=halbe Note 8=achtelnote(hier immer zwei auf eine Silbe);c´= C unter der Notenlinie im Violinschlüssel,Tonart F-Dur)
4c´2f´4c´8f´8g´2a´4f´8a´8b´4c´´4a´4b´4d´´
4c´´8c´´8b´4a´4c´´4b´4b´4g´4c´4a´8a´8g´4f´4c´4c´4a´4a´8g´8f´4g´4b´4b´8a´8g´4a´4c´´4a´4f´2a´2g´2f´4Pause
1.Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Roß das trug ihn fort geschwind. Sankt Martin ritt mit leichtem Mut, sein Mantel deckt ihn warm und gut.
2. Im Schnee saß, im Schnee saß, im Schnee, da saß ein armer Mann, hatt´Kleider nicht, hat Lumpen an. " O helft mir doch in meiner Not, sonst ist der bittere Frost mein Tod!"
3. Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin zog den Zügel an, das Roß stand still beim armen Mann. Sankt Martin mit dem Schwerte teilt den warmen Mantel unverweilt.
4. Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin gab den halben still, der Bettler rasch ihm danken will. Sankt Martin aber ritt in Eil´ hinweg mit seinem Mantelteil.
In meiner Heimat wurde am Martinstag ein großer Umzug organisiert. Vorneweg zogen Spielleute, die verschiedene Martinslieder und andere Laternenlieder spielten. Die Leute an der Straße sangen die Lieder mit. Wir Kinder säumten den Weg mit unseren (natürlich) selbstgebastelten Laternen. Der Zug ging bis zu einem großen Platz. Dort stellten sich die Mitglieder auf: "römische Soldaten "in Rüstungen hielten Fackeln in der Hand, um das Geschehen zu beleuchten. Ein Bettler, gekleidet in zerrissene Sackleinen, kniete am Straßenrand in der Gosse. Er war immer dünn und hatte einen zerzausten Bart. Um ihn herum stand viel `„Volk“ in mittelalterlichen Kleidern. Dann trabte auf einem weißen Roß ein prächtig gekleideter Bischof heran mit Krummstab und Bischofsmütze, sowie Gefolge, als Soldaten verkleidet. Diese wollten den Bettler mit ihren langen Spießen von der Straße vertreiben. Der Bischof verwehrte es ihnen. Er übergab ihnen seinen Krummstab, zog des Einen Schwert und zerhieb den Mantel, was zu meinem Erstaunen immer mit einem Schwertstreich gelang(Ich hatte mal zu Hause versucht, ein Stück Stoff mit einem Messer zu teilen. Das klappte nie so einfach)Er reichte dem Bettler die Hälfte seines Mantels vom Pferd herab. Dieser fiel auf sein Antlitz und versuchte dann die Hand des Bischofs zu küssen, was ihm nie gelang, denn der gab seinem Pferd die Sporen und verschwand in der Menge, gefolgt von seinem Troß. Wir aber bekamen an diesem Abend immer einen „Weckmann“, das sind Hefeteigmännchen, in deren Armen eine weiße Tonpfeife steckte, sowie dunkelrote Martinsäpfel und Walnüsse.
Uns wurde erzählt, daß die Geschichte eine Legende von dem Heiligen Martin von Tour sei, einem frühchristlichen Bischof, der für seine Mildtätigkeit berühmt gewesen war.
Liebe grüße! Ingrid

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