Hallo,
Wo steht das mit den 3Std /Woche für ein Jahr ? Das wäre allerdings extrem wenig.
Leider werden immer noch die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Kosmetikausbildung angeboten. Das reicht vom 2 Wochen Kurs, über 1 oder auch 2 Jahre Kosmetikschule mit bis zu 36 Std/Woche, bis hin zur 3 jährigen Lehre. Und immer darf man sich anschließend Kosmetikerin nennen.
Man kann sich an fünf Fingern abzählen was Sinn macht.
Das ist auch leider der Grund, warum der Beruf der Kosmetikerin oft noch so einen schlechten Ruf hat.
„Die schminken ja nur und klatschen etwas Creme ins Gesicht.“
Und die Kundinnen wissen es leider auch nicht besser und haben oft keine Ahnung welch große Unterschiede es gibt.
Man muss sich auch selbst die Frage stellen : was will ich nach der Ausbildung machen?
Fakt ist, das die meisten nach den Kurz-Ausbildungen keinen Schimmer von den einzelnen Hautbildern haben und nicht in der Lage sind, eine kosmetische Anwendung (Behandeln darf nur der Arzt) alleine und selbstständig von A bid Z durchzuführen. Traurig, aber wahr.
Ich selbst habe eine zweijährige Ausbildung an einer Schule gemacht mit 36/Std die Woche. ( Eine Lehre gab es damals noch nicht)
Wir hatten alleine 13 Theoriefächer.Plus die Praxisfächer.
Die wichtigsten davon scheint es an dieser Schule bei der Ganztagesausbildung auch zu geben.
Ok, Weiterbilden muss man sich immer, aber dafür sollte auch die Basis stimmen und nicht versuchen mit den Weiterbildungskursen die Wissenslücken zu stopfen.
Ich selbst habe auch schon Schulungen gegeben und leider zu oft die Unterschiede feststellen müssen.
Versteh mich nicht falsch. Ich möchte die Schule absolut nicht schlecht machen. Denn die Ganztagesausbildung scheint doch ganz ordentlich zu sein. Aber wenn es in der Abendschule tatsächlich nur 3 Std die Woche sind. Alleine an Hand der wenigen Stunden ist es denen praktisch ja gar nicht möglich, das gleiche Wissen zu vermitteln. Auch wenn sie noch so viele Hausaufgaben aufgeben.
Und staatlich anerkannt, nun Papier ist geduldig. Sicher ein ganz netter Titel, aber auf das tatsächliche praktische Können kommt es an.
Und es gibt in der Kosmetikbranche immer mehr Titel für irgendetwas. Da blicken die Kundinnen eh nicht mehr durch. Ich persönlich habe kein einziges Diplom oder Zertifikat oder ähnliches an der Wand hängen. Was nützt der Kundin das Papier an der Wand, wenn ich als Kosmetikerin trotzdem nicht in der Lage bin zB. eine Seborrhoe sicca zu erkennen?
Aber unter dem Strich musst Du natürlich selbst wissen, was das Richtige für Dich ist. Und was Du mit dem „Abschluss“ anschließend machen willst.
Und auf die Kosten sollte man achten. Viele Schulen nehmen für das bisschen Ausbildung auch noch ein unverschämtes Geld.
Was bei staatlichen Schulen bzw bei einer Lehre anders ist.