Staatliche Beurfsunfähigkeitsversicherung?

Hallo,

ich habe in den letzten Tagen meinen ersten Rentenbescheid über meine zu erwartende Rente im Renteneintrittsalter bekommen.

Auf dem Schein stand auf drauf wieviel Geld ich vom Staat bekommen würde, wenn ich zu 50% ? oder zu 100% ? Arbeitsunfähig wäre.

Wieviel Prozent sind es? Ich weiß nur, dass man dann schon so weit Arbeitsunfähig sein muss, dass man nicht mal mehr 3 Stunden am Tag als Parkplatzwächter arbeiten könnte. sprich mam muss schon halb Tod sein bevor man vom Staat sehr wenig Geld bekommt.

Wie verhält es sich, wenn ich jetzt Arbeitsunfähig werden würde und zum Beispiel mnaltich nur 500€ an Erwerbsunfähigkeitsrente oder wie das heißt bekommen würde.
Mit dem Geld kann man nicht überleben. Miete, Essen, Pflegekosten und was sonst noch kommen kann.

Was macht man in solch einer Situation, wenn man mit der staatlichen leisutng nicht auskommt? Davon kann man doch nicht überleben.

Zahlt sonst noch jemand eine Leistung für mich?

Ich würde es gern vorher wissen, bevor mich soetwas eventuell betrifft. So weiß ich vorher wenigstens bescheid und kann unter Umständen einge geeignete Vorsorge treffen.

Den Berufsunfähigkeitsversicherungen stehe ich sehr skeptisch gegenüber.
Ich stelle mir vor, das sie im Leistungsfall so viele WEnn und Aber eingebaut haben, dass sie sich aus den Zahlungsverpflichtungen befreien können oder sie zahlen nur für ein paar wenige Jahre lassen einem dann eine Umschulung zu kommen und dann müssen sie nicht mehr zahlen. Dann hat das jahrelange Einzahlen auch kein Sinn gemacht und unter Umständen braucht man die Leistung eh nicht und hat umsonst für eine Versicherung gezahlt, die im Schadenfall eh nicht aufgekommen wäre.

Grüße, Matthias.

Hallo Matthias,

das mit den staatlichen Leistungen und das man davon nicht leben kann ist soweit richtig. Zusätzliche Leistungen „vom Staat“ wären möglich, wenn es sich bei der Ursache deine Erwerbsunfähigkeit um einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit handeln würde. Dann kommt die Berufsgenossenschaft zum Tragen. Das ist aber eher selten der Fall. Die meisten Fälle an Berufsunfähigkeit resultieren aus „normalen“ Krankheiten oder Verschleiss. Darüber hinaus gibt es nichts, was kommt…

Die einzige(n) Möglichkeite(n) sind private Vorsorge und hier stehen die von dir zitierten Berufsubfähigkeitsversicherungen an erster Stelle. Nun ist es tatsächlich so, daß es Anbieter auf dem Markt gibt, die von den Bedingungen her eher suboptimal sind, andere hingegen haben kundenfreundliche Bedingungen. Gesellschaften, die zum Beispiel konkrete oder abstrakte Verweisungsklauseln, Umschulungszwang und ähnliche Nettigkeiten in Ihren Bedingungen haben sollte man eher meiden. Dazu gibt es einige Ratings, z. B. von Franke & Bornberg oder auch Morgen & Morgen die hierzu Aussagen machen. da hilft nur suchen, vergleichen und intensiv beraten lassen…

Eine Entscheidung nur über die Höhe der Prämie ist sicherlich verkehrt

Natürlich kann es passieren (was jedem zu wünschen ist), daß man nicht berufsunfähig wird und die Prämie somit umsonst bezahlt hat, aber das macht man bei einer Auto-, einer Haftpflicht- oder Hausrat- versicherung schliesslich auch. Das Wesen dieser Versicherung ist es vor einem Risiko zu schützen.

Was kann man anderes machen? Sparen und hoffen, daß man genug Geld zusammen hat bevor etwas passiert…

Grüsse Michael Rasche

P.S. Auch mein Arbeitgeber zählt zu den als sehr gut / empfehlenswert eingestuften Gesellschaften in verschiedensten Ratings und das schon seit Jahren. Solltest du zu den Bedingungen mehr wissen wollen, dann bitte Anfrage per Mail.

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Hallo Matthias,

bei deinem Geburtsdatum gilt die neue Regelung, nach der es nur noch eine staatlicher Erwerbsunfähigkeitsrente gibt und keine Berufsunfähigkeit.
Wenn du keine 3 Stunden am Tag mehr einer Arbeit nachgehen kannst, bist du zu 100% erwerbsunfig. Wenn du zwischen 3 Stunden und 6 Stunden am Tag arbeiten kannst, bist du zu 50% erwerbsunfähig.
Das bedeuted, dass ein depressiver Mensch zu 100% erwerbsunfähig sein kann, während der Blind voll erwerbsfähig ist.

Das Geld, das gezahlt wird, ist selbst bei 100% üblicherweise zu gering um damit allein leben zu können. Also erhält man auf Antrag ALG2 oder Sozialhilfe mit allen Konsequenzen.

Die Prozeßqoute bei Berufsunfähigkeitversicherungen betrug im Zeitraum 1998-2003 im Durchschnitt 2,3%. Wenn man bedenkt, dass es sich um sehr viel Geld geht, ist die Prozeßquote moderat. Leider stimmt es, dass Versicherungen häufig genug versuchen berechtigte Ansprüche abzublocken.

Die Vertragsbedingungen haben sich allgemein durch den Druck des Marktes gebessert. Dennoch gibt es eine Reihe von Feinheiten auf die man unbedingt achten sollte.

Ich persönlich halte die Berufsunfähigkeitsversicherung gemeinsam mit der Haftpflicht für die beiden wichtigsten Versicherungen überhaupt. Es geht um die finanzielle Existenz. Ein Schadensfall kann dich ins finanzielle Off schießen. Andererseits, wenn man meint, dass einem die Sozialhilfe in Deutschland auch in Zukunft ausreicht, dann braucht man überhaupt keine Versicherung.

Gruß
Carlos

hallo matthias,

  1. auf den staat kann man sich
    nicht verlassen.

  2. der staat kassiert nur.

  3. der „dank“ des staates ist dir
    so oder so gewiss.

schau mal hier:

http://www.bundderversicherten.de

mfg

kunde3

Guten Tag, Matthias,

meine Mit-Kommentatoren haben schon Vieles und Richtiges dargestellt.
Es kommt selten vor, dass jemand aufgrund der Lektüre der Renteninformation nachdenklich wird.
Noch seltener geschieht es, dass sich jemand aufrafft und aktiv nach Informationen sucht.
Ergänzend zu dem, was schon dargestellt wurde, empfehle ich Ihnen,
dass Sie sich die Broschüre der Verbraucherzentrale zur Berufsunfähigkeitsversicherung anschaffen.

Damit sind gleich mehrere Nachteile verknüpft:

  1. Die Broschüre kostet Ihr Geld.
  2. Die Broschüre lässt sich nicht überfliegen, sondern ist etwas
    für Emsige, für Ausdauernde und für Versteher.
  3. Wer die Broschüre verdaut, erkennt, dass das Thema BU das
    anspruchsvollste Thema innerhalb der Versicherungsbranche ist.
  4. Die Broschüre bietet die Erkenntnis, dass nur bei individuellem
    Durchdringen des Themas eine Entscheidung gefällt werden kann,
    von der man annehmen kann, dass sie auf Dauer auch trägt.

Durch Ihre qualifizierte Anfrage haben Sie gezeigt, dass Sie
Problembewusstsein und Biss besitzen. Ich meine daher, dass Sie
sich die Broschüre in der Tat antun sollten. Die Fülle an Details,
die darin zur Sprache kommt und von denen jedes einzelne über
Sinn und Unsinn einer BU-Vorsorge entscheiden kann, wird jemanden
wie Sie nicht überfordern. Und am Ende steht dann Ihre fundierte
Entscheidung.

Nur Mut !

Günther

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Meine Empfehlung
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Gruß
Carlos