Staatliche 'Tarifsysteme'

Hallo,

kann man das so nennen? Gewerkschaften sagen wohl meistens Tarif dazu, wenn es um Kohle geht. Meine Frage:

Was bedeutet es, wenn sich der Nachbar, der sich seit 20 Jahren im Bauordnungsamt zur Ruhe gesetzt hat, heute beschwert: „Alles wird teurer, und ich krieg´ nur A12.“

Kann ja schließlich nicht jeder verstehen. Was kassieren Staatsdiener mit A-, C- oder X-Gehaltsklasse eigentlich Monat für Monat?

Neugierig,
Andreas

kann man das so nennen? Gewerkschaften sagen wohl meistens
Tarif dazu, wenn es um Kohle geht. Meine Frage:

Das heisst in Deutschland „Besoldung“.

Was bedeutet es, wenn sich der Nachbar, der sich seit 20
Jahren im Bauordnungsamt zur Ruhe gesetzt hat, heute

…den Spruch find’ ich gemein! (schön gemein *grins*)

beschwert: „Alles wird teurer, und ich krieg´ nur A12.“

Kann ja schließlich nicht jeder verstehen. Was kassieren
Staatsdiener mit A-, C- oder X-Gehaltsklasse eigentlich Monat
für Monat?

Das dürfte schwer rauszubekommen sein. Ich kenne nur eine Besoldungstabelle im Netz (http://www.bawue.gew.de/fundus/bsldga1112.html). Hängt aber von so vielen Faktoren ab, dass die Zahlen wohl nur Anhaltspunkte sind. Hungern muss dein Nachbar aber anscheinend nicht…!

Gruß
Stefan

Was bedeutet es, wenn sich der Nachbar, der sich seit 20
Jahren im Bauordnungsamt zur Ruhe gesetzt hat

Hallo Andreas,

wenn jeder Mitarbeiter im öffentlichen Dienst (Beamter, Angestellter oder Arbeiter) sich in seinem Amt „zur Ruhe gesetzt hat“ bzw. du dieser Ansicht bist, warum bist du nicht selbst Beamter (oder so) geworden.

Ansonsten kann ich nur dem vorher genannten „zustimmen“, die Auszahlung bestimmt sich nach vielen Faktoren (Familienstand, Kinder, Dienstalter etc.)

Beispiel: Beamter mit Besoldungsgruppe A10 (gehobener Dienst)
abgeschlossenes FH-Studium (ist Voraussetzung)
15 Jahre im Dienst
verheiratet
2 Kinder
Netto-Dienstbezüge ca. 4.600 DM
dazu kommt das Kindergeld (bekommt jeder, wirklich !!! :wink: )
davon ist jedoch noch die Krankenversicherung abzuziehen
(ca. 270 DM pro Erwachsener = 540,- DM, und die Kinder auch noch extra, Tarif weiß ich nicht)

Hinzu kommt das schlechte Ansehen in der Bevölkerung (hast ja auch du, s.o.) in der Politik (wir müssen sparen, und zwar immer an den Mitarbeitern) sowie Gehaltserhöhungen die ständig hinter der freien Wirtschaft hinterherhinken. Bei den Beamten wird die Besoldung regelmäßig geringer erhöht als bei den Angestellten, dafür jedoch 2-3 Monate später, wenn überhaupt.

Wenn man dann noch die immer kompliziertere Gesetzgebung in Betracht zieht, die mangelnde Unterstützung durch den Dienstherrn und die Politik hat man alles, was ein Leben als Beamter so begehrenswert macht.

Da nimmt man die Unkündbarkeit und die Pension, für die man ja nichts einzahlt (s.o.), gerne in Kauf.

Gruß
Hans-Werner

Zensor wieder zugeschlagen?
Ja, wo ist den meine Antwort von heute morgen abgeblieben???
Ich fragte nur den guten Andreas, was er denn so verdient und schwupp war sie weg, die Frage!

Gruß Werner

Ich war´s nicht!!!
Wenn, dann hätte ich eher das Posting von Andreas gelöscht…
Aber da die Antworten so gut sind, lasse ich es stehen.

Delia

Wenn, dann hätte ich eher das Posting von Andreas gelöscht…
Aber da die Antworten so gut sind, lasse ich es stehen.

Delia

Hallo Delia!
Glaub ich Dir, aber weg ist sie!
Gruß Werner

So langsam überlege ich doch…[MOD]
…ob ich nicht den kompletten Thread löschen soll.
Deine ewige Hetze gegen Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst geht mir schon lange auf den Geist. Such dir doch bitte mal ein allgemeines Laberforum, wo du dich zu diesem Thema auslassen kannst. Dies ist ein Expertenforum, wo konkrete Fragen beantwortet werden sollen, und nicht einzelne Personen oder Berufsstände verunglimpft werden sollen.

Delia [MOD]

…ob ich nicht den kompletten Thread löschen soll.
Deine ewige Hetze gegen Beamte und Angestellte im öffentlichen
Dienst geht mir schon lange auf den Geist. Such dir doch bitte
mal ein allgemeines Laberforum, wo du dich zu diesem Thema
auslassen kannst. Dies ist ein Expertenforum, wo konkrete
Fragen beantwortet werden sollen, und nicht einzelne Personen
oder Berufsstände verunglimpft werden sollen.

Delia [MOD]

Da gebe ich Dir vollkommen recht!!
Ich bin selber Beamtin und kann nur staunen was die Leute über einen zu sagen haben!! Nix muß man bezahlen, kriegt alles etc. Wer glaubt denn so was ?? Ich muß mich auch zusätzlich krankenversichern, weil nicht alles erstattet wird (nicht wie in der freien Wirtschaft ein gewisser Anteil an Brillen etc.!!) !Und außerdem bekommen wir von Gehaltserhöhungen weniger als der allgemeine öffentliche Dienst und das auch noch später !! Soll das so toll sein ?? Möchte irgendjemand für knappe 2700,- DM netto i.M. Wechseldienst machen mit einem freien Wochenende im Monat ?? Sollen doch endlich alle den Mund halten !!!
Außerdem: wer neidisch ist, kann doch den Beruf wechseln, oder ??
Ich kann jedenfalls nicht wie viele andere (Handwerker) im Bekanntenkreis „nebenbei was machen“. Es sei ihnen gegönnt, sollen sie sich doch was verdienen ! Neid entsteht da nicht !

Gruß rosi

Zustimmung
Hallo Rosi,

ich gebe dir vollkommen recht.
Aber wahrscheinlich wird jetzt mal wieder (wie schon öfter hier) eine Diskussion zwischen Beamten und denen, die glauben, dass Beamte nichts tun und dafür auch noch super verdienen, entstehen. Wir (als Beamte) wissen, wie es wirklich ist, aber es glaubt einem sowieso niemand, da kann man erzählen, was man will.
Es müsste sich mal jemand dazusetzen, wenn ich im Sozialamt Publikum habe. Da würde bestimmt keiner freiwillig mit mir tauschen!

Gruß,
Delia

Ich muß mich auch zusätzlich

krankenversichern, weil nicht alles erstattet wird (nicht wie
in der freien Wirtschaft ein gewisser Anteil an Brillen
etc.!!)

Der gewisse Anteil beträgt exakt DM 20 ! Zeig mir mal die Brille die ich dafür bekomme !

!Und außerdem bekommen wir von Gehaltserhöhungen

weniger als der allgemeine öffentliche Dienst und das auch
noch später !! Soll das so toll sein ?? Möchte irgendjemand
für knappe 2700,- DM netto i.M. Wechseldienst machen mit einem
freien Wochenende im Monat ?? Sollen doch endlich alle den
Mund halten !!!

Ich verdiene als Betriebsmechaniker ca. DM 2400,- netto,arbeite jedes zweite Wochenende Samstag bis 16.00 Uhr und einmal im Monat Samstag und Sonntag.Ausgleichsfreizeit gibts dafür nicht.
Nur das ich nicht im Büro sitze sondern im Freien oder günstigstenfalls in ner Werkhalle arbeite.

Außerdem: wer neidisch ist, kann doch den Beruf wechseln, oder
??

Möchte ich gar nicht,und neidisch bin ich bestimmt nicht.

Ich kann jedenfalls nicht wie viele andere (Handwerker) im
Bekanntenkreis „nebenbei was machen“. Es sei ihnen gegönnt,
sollen sie sich doch was verdienen ! Neid entsteht da nicht !

Fragt sich nur wo bei ca. 200 Arbeitsstunden im Monat da noch die Zeit bleiben soll um privat zu arbeiten es sei denn man legt auf Familienleben überhaupt keinen Wert.
Meine Frau arbeitet im Einzelhandel,momentan von 9.00 bis 20.00 Uhr damit gestresste Mitmenschen gemütlich shoppen können !

Gruß Maik

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Hallo Maik,

Meine Frau arbeitet im Einzelhandel,momentan von 9.00 bis
20.00 Uhr damit gestresste Mitmenschen gemütlich shoppen
können !

ich unterstelle Dir jetzt mal, dass Deine Aussage entweder nicht vollständig oder falsch ist - bitte berichtige mich, falls ich falsch liege:

9-20 Uhr = 11 Std. - max. 2 Std. Pause = 9 Std. x 5 Tage = 45 Std. pro Woche

Somit gehe ich davon aus, dass Freizeitausgleich oder finanzieller Ausgleich in irgendeiner Art erfolgt, oder?

Viele Grüße

Doris

Hallo Maik,

Meine Frau arbeitet im Einzelhandel,momentan von 9.00 bis
20.00 Uhr damit gestresste Mitmenschen gemütlich shoppen
können !

ich unterstelle Dir jetzt mal, dass Deine Aussage entweder
nicht vollständig oder falsch ist - bitte berichtige mich,
falls ich falsch liege:

9-20 Uhr = 11 Std. - max. 2 Std. Pause = 9 Std. x 5 Tage = 45
Std. pro Woche

Somit gehe ich davon aus, dass Freizeitausgleich oder
finanzieller Ausgleich in irgendeiner Art erfolgt, oder?

Viele Grüße

Doris

Hallo Doris !
Ein Ausgleich in finanzieller oder Freizeitform erfolgt für die Überstunden i.d.R. nicht. Mit viel Glück kann meine Frau einige der Stunden „abbummeln“ wobei die doch eigentlich selbstverständlichen Zuschläge wegfallen,d.h. sie werden nicht bezahlt und auch nicht abgegolten in Geld.Das ist übrigens die gängige Praxis im Unternehmen meiner Frau,einer großen Drogeriekette wo sie als Leitung eines Ladens beschäftigt ist.Es ist natürlich keinesfalls so , das sie jeden Tag im genannten Zeitrahmen arbeitet,aber Überstunden sind gang und gäbe.Letzte Woche erst hat sie bereits um 5.00 Uhr angefangen Ware anzunehmen und hat dann da wg. chronischen Personalmangel mal wieder kein Mensch da war bis 17.00 Uhr gearbeitet. Auf ihre Frage hin was sie denn mit den Mehrstunden machen solle,wurde ihr von einem Vorgesetzten geantwortet das sind Karrierestunden,damit müsse sie leben und außerdem stehe der Firma sowieso jeden Tag mindestens eine Stunde ihrer Freizeit unentgeltlich zu. Im großen und ganzen sind wir eigentlich ganz zufrieden,nur das Familienleben kommt eben arg kurz. Wenn man dann aber sieht das 19.58 Uhr Kunden im Laden stehen und auf die Bitte hin sich kurz zu fassen auch noch patzig werden und meinen man solle sich nicht so anstellen,kann ich doch schon recht ungehalten werden. Die Leute nämlich die ähnliche Arbeitszeiten haben,bringen vollstes Verständnis dafür auf das auch eine Verkäuferin mal Feierabend haben will.

Gruß Maik

Hallo Maik,

ok, jetzt sieht das ganze schon etwas anders aus.
Als Leiterin eines Ladens ist sie Führungskraft und somit sind Überstunden - fast in jeder Branche - im Gehalt enthalten.
Da muss dann jede/r für sich entscheiden, ob das letztendliche Gehalt für die durchschnittlich geleisteten Gesamtstunden ausreichend ist.

Im großen und ganzen sind wir eigentlich
ganz zufrieden,nur das Familienleben kommt eben arg kurz.

Ich höre dieses Argument häufig, bin jedoch trotzdem ein Befürworter der langen Öffnungszeiten - allein diese ermöglichen mir einen gemeinsamen Einkauf mit meinem Mann, da auch er täglich bis 20 Uhr arbeitet und mindestens jeden zweiten Sonntag. Den einzigen, wöchentlich gemeinsamen, freien Tag, den Samstag, wollen wir nicht mit einkaufen verbringen, sondern diesen Tag nach unseren Wünschen gestalten.

Wenn man dann aber sieht das 19.58 Uhr Kunden im Laden stehen und
auf die Bitte hin sich kurz zu fassen auch noch patzig werden
und meinen man solle sich nicht so anstellen,kann ich doch
schon recht ungehalten werden. Die Leute nämlich die ähnliche
Arbeitszeiten haben,bringen vollstes Verständnis dafür auf das
auch eine Verkäuferin mal Feierabend haben will.

Ich verstehe Dich zwar, aber wenn bei mir im Büro eine Minute vor Schluss jemand anruft und ein Problem hat, das mich länger beschäftigt, kann ich doch auch nicht sagen: ich habe jetzt Pause/Schluss, bitte fassen Sie sich kurz bzw. wir führen das Gespräch morgen weiter. Selbstverständlich versuche ich - auch wenn es einen Teil meiner Freizeit kostet, den Anrufer zufriedenzustellen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger erwarte ich auch vom Personal eines Ladens *wobei ich patzig werden generell nicht angebracht finde - weder vom Kunden, noch vom Personal!*.

Dennoch gestehe ich, dass ich nicht mit Verkäuferinnen tauschen möchte, da manche Kunden immer wieder meinen, ihre Launen am Verkaufspersonal auslassen zu können. Wer sich jedoch für den Beruf der Verkäuferin entscheidet, muss sich über diesen Punkt im Klaren sein und für sich selbst entscheiden, ob er damit umgehen kann und will.

Viele Grüße
Doris

PS: ‚Das ist übrigens die gängige Praxis im Unternehmen meiner Frau,einer großen Drogeriekette‘ ~> wenn es DIESE Drogeriekette ist, dann wundere ich mich so manchmal, wie man dort arbeiten kann *der ‚Flurfunk‘ bringt nicht gerade die besten News über diese Firma*

Hallo Doris !

ok, jetzt sieht das ganze schon etwas anders aus.
Als Leiterin eines Ladens ist sie Führungskraft und somit sind
Überstunden - fast in jeder Branche - im Gehalt enthalten.
Da muss dann jede/r für sich entscheiden, ob das letztendliche
Gehalt für die durchschnittlich geleisteten Gesamtstunden
ausreichend ist.

Ganz genau,ich beschwer mich ja auch nicht.Wenn ich dann aber die Postings der Beamten in dieser Runde lese,denen es doch ach so viel schlechter geht als „normalen“ Arbeitnehmern kommt mir die hutschnur hoch.Es hat sicherlich auch Vorteile verbeamtet zu sein.

Ich höre dieses Argument häufig, bin jedoch trotzdem ein
Befürworter der langen Öffnungszeiten - allein diese
ermöglichen mir einen gemeinsamen Einkauf mit meinem Mann, da
auch er täglich bis 20 Uhr arbeitet und mindestens jeden
zweiten Sonntag. Den einzigen, wöchentlich gemeinsamen, freien
Tag, den Samstag, wollen wir nicht mit einkaufen verbringen,
sondern diesen Tag nach unseren Wünschen gestalten.

Das ist vielleicht aber auch nur ne Frage der Planung.Bei uns sieht es so aus,das ich den größten Teil des Haushalts schmeiße.Unserer kanppe Freizeit wollen wir auch für uns haben,obwohl ich es auch schon als angenehm betrachte mit meiner Frau einzukaufen.

Ich verstehe Dich zwar, aber wenn bei mir im Büro eine Minute
vor Schluss jemand anruft und ein Problem hat, das mich länger
beschäftigt, kann ich doch auch nicht sagen: ich habe jetzt
Pause/Schluss, bitte fassen Sie sich kurz bzw. wir führen das
Gespräch morgen weiter. Selbstverständlich versuche ich - auch
wenn es einen Teil meiner Freizeit kostet, den Anrufer
zufriedenzustellen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger
erwarte ich auch vom Personal eines Ladens *wobei ich patzig
werden generell nicht angebracht finde - weder vom Kunden,
noch vom Personal!*.

Sehe ich auch so.Du solltest mal zum Meldeamt Lübeck kommen.Ich glaub der Großteil der dort Beschäftigten lächelt nie.Wobei ich keinesfalls unterstelle das die dort Anwesenden alles Beamte sind.

Dennoch gestehe ich, dass ich nicht mit Verkäuferinnen
tauschen möchte, da manche Kunden immer wieder meinen, ihre
Launen am Verkaufspersonal auslassen zu können. Wer sich
jedoch für den Beruf der Verkäuferin entscheidet, muss sich
über diesen Punkt im Klaren sein und für sich selbst
entscheiden, ob er damit umgehen kann und will.

Schon richtig,nur wie weiter oben bereits gesagt hat alles seine Vor- und Nachteile,ergo sollten auch die Bamten aufhören nur die negativen Seiten vorzukehren.

PS: ‚Das ist übrigens die gängige Praxis im Unternehmen meiner
Frau,einer großen Drogeriekette‘ ~> wenn es DIESE
Drogeriekette ist, dann wundere ich mich so manchmal, wie man
dort arbeiten kann *der ‚Flurfunk‘ bringt nicht gerade die
besten News über diese Firma*

Naja,vieles ist auch übertrieben. Es ist hier genau wie fast überall nach dem Motto „wie man in den Wald reinruft…“ , und viele Leute sind mti ner Menge Vorurteilen behaftet,woran die Medien nicht ganz unschuldig sind.

Gruß Maik

WUNDER?!
Hi!

Sach mal, wo arbeitet Deine Frau?

Mir fällt da eine Drigeriekette ein, die ihre Leiter geradezu fürstlich entlohnt (ok - die Arbeitszeit ist manchmal auch dort brutal) und händeringend nach Leiter-Personal sucht

Gruß
Guido