Hallo!
Ende April bemerkte ich, dass an einem historischen Gebäude Platten von der Fassade geschlagen wurden, wobei sie in viele kleine Teile zerbrachen. Die Platten waren in den 1960er Jahren montiert worden. Damit bestand die Gefahr, dass sie asbesthaltig sein könnten. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung mit dem Hausherrn, der eine professionelle Atemschutzmaske mit zwei Filtern trug. In deren Verlauf sagte er u. a.: In den Platten sei nur wenig Asbest enthalten. Er kenne sich aus, weil er schon mehr Häuser renoviert habe. Außerdem würden Sie (er hatte noch 2 Helfer dabei, die keine Atemmasken trugen!) ja die Straße mit Wasser bespritzen, um zu verhindern, dass Fasern weggeweht werden. Im Anschluss würden die zerbrochenen Platten ja noch ordnungsgemäß entsorgt.
Von einer Materialanalyse war nicht die Rede. Die wäre im Vorfeld aber zwingend erforderlich, um sicher sagen zu können: Das Material ist asbesthaltig oder eben nicht. Meines Erachtens ist schon das Fehlen einer solchen Analyse ein Gesetzesverstoß.
Von mir wurden Fotos gemacht (die meine Behauptungen eindeutig belegen) und ich erstattete Anzeige.
Jetzt erhielt ich einen Brief der Staatsanwaltschaft. Das Verfahren wurde eingestellt, weil die „zuständige Verwaltungsbehörde“ vor Ort keinen Verstoß feststellen konnte.
Hier vor Ort war lediglich jemand von der Kreisverwaltung (Fachbereich Denkmalschutz). Da war die ganze Bescherung längst aufgekehrt und weggeschafft. Die Polizei hat sich überhaupt nicht blicken lassen.
Was kann ich jetzt noch tun?